Beuten im Winter umstellen, aber wie?

  • Eigentlich wollte ich ja nur zwei Völker dieses Jahr im Garten fliegen lassen, um mich so nach und nach an die Imkerei heranzutasten. Na und wie das manchmal so ist: nun hab ich fünf Beuten im Garten und will das alles mal ordnen. Ich will alle Beuten auf ein Gestell (50 cm hoch) stellen, so dass alles ordentlich zusammensteht.


    Nun kann man ja wegen des zu erwartenden Verfluges jetzt nicht eingreifen, jedenfalls nicht ohne Riesenaufwand.
    Mein Plan ist es, das dann im Winter (Januar oder so) zu machen, weil ich die Hoffnung hege, dass die Bienen das dann im Frühjahr auf die Reihe kriegen. Viel Transport ist nicht geplant, die Bienenkästen müßten alle nur wenig bewegt werden (so ca. 2m, mehr nicht). Kann ich das so machen? Geht das? Gruß Schäfchen

  • Du kannst sie besser jetzt im Sommer das kurze Stück weit bewegen. Das bisschen Verflug schadet nicht. Die meisten werden ihr Zuhause wiedererkennen.


    Im Winter regen sie sich auf, wenn etwas schiefläuft und dann können sie nicht ausfliegen. Und dann haben sie schnell einen Knacks weg.


    Gruß
    Bernhard

  • Jetzt umstellen. -> Ja. Das kann ich bestätigen. Vielleicht meterweise oder so und die Ausrichtung (Flugrichtung) beibehalten. Aber den Boden (Windel) mache ich dann immer zu, weil sonst oft Bienen unter dem Gitter sitzen.


    Gruß Jörg

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  • Stimme insgesamt zu! Nach hinten geht 2m, rechts und links 50cm und nach vorn etwa die halbe Beutenhöhe und zwar pro Flugtag. Und Achtung: viele Bienen fliegen nach wie vor den alten Platz an un ziehen im Landeanflug erst die Kurve. Wander also ein Volk über 10 Tage 5m nach rechts wird sich ein Ableger - irgendwo auf diese Strecke gestell - alle Heimkehrer einfangen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich bin auch Neuimker und hatte das gleiche Problem. Es gibt einen Tip im Internet das man Abends nach dem Flug das Flugloch mit Strauchteilen so verstopfen soll das die Bienen nur mühsam raus können.
    Ich habe das dann so gemacht. Abends das Flugloch (nach dem Flugbetrieb) verschlossen, die Beute umgestellt mit rütteln und schütteln (Schubkarre) und dann das Flugloch (schon fast dunkel) geöffnet und Äste mit Blättern von Sträuchern reingesteckt. Am nächsten morgen direkt nach dem hellwerden nachgesehen und alle Bienen die rauskrabbelten drehten sich zuerst zur Beute und flogen sich neu ein. Am ursprünglichen Standort (50 mtr. weiter weg) waren den ganzen Tag keine Bienen zu sehen. Auch Abends bildeten sich keine "verlassenen" Bienentrauben oder ähnliches.
    Wichtig nur das man daran denkt das die Blätter über Nacht schlapp werden (austrocknen). Man muß schon genügend Strauchwerk ins Flugloch reinstecken, so daß nur ein minimaler Ausgang entsteht.
    Wie gesagt es hat bei mir mit 2 Völkern super geklappt.


    MFG
    Wieland

  • Hört sich alles einfacher an, als ich dachte. Ich danke euch allen! Gruß Schäfchen


    Schäfchen , keiner hat geschrieben das 50cm hoch ,viel zu hoch ist . 20-30 cm ist hoch genug .Bedenke das Du bei 50cm dann bei 2 Bruträumen schon auf ca. 100 cm Höhe bist und bei 2 Honigräumen mußt Du richtig ackern um den 2ten wieder aufzusetzen .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Das ist echt nett von Dir, dass Du Dir da Sorgen machst! Aber ich muss zusehen, dass meine Bienen nicht noch einmal in so eine brenzlige Lage kommen wie am 5. Juli! Da wären sie mir fast alle gestorben (kurzfristig Hochwasser durch Starkregen, weil jemand ein Wehr nicht geöffnet hat! Hab schon was diesbezüglich angeschoben...)Die Beuten standen 12 Stunden unter Wasser, also die Fluglöcher waren verschlossen und die Hochböden waren im Wasser, ja! Kein Witz! Das Wasser erreichte eine Höhe von 38 cm. Deswegen gehe ich jetzt auf Nummer sicher. Rein Körperlich ist das für mich kein Problem, da ich 191 cm groß bin und 98 kg wiege (war mal Kampfschwimmer bei der Armee). Daran sieht man aber auch, das man nicht immer vom Username auf die Realität schließen kann. Aber es ist echt lieb von Dir:). Gruß Schäfchen

  • Am Ende muss jeder mit seinen Problemen allein fertig werden.


    Hallo Schäfchen,
    fertig werden musst Du nicht alleine mit Deinen (Bienen)Problemen. Aber letztendlich entscheiden muss DU alleine.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk