Steinklee als Energiepflanze

  • Über Steinklee, mit seinem starken Cumaringehalt (evtl. hilft das auch gegen die Milben) wurde ja schon viel geschrieben.



    Guten Morgen, erstmal liebe Leut.



    Liest man dies: http://www.energiepflanzen.info/pflanzen/steinklee/


    und vergleicht den Honigertrag von ca. 300 kg beim Steinklee, zur Becherpflanze ca. 150 kg und die vielen weiteren Vorteile für den Boden,


    dann könnte man ja richtig "glustig" auf die Pflanze werden.



    Kennt jemand Energiewirte, die das anbauen?
    Oder hat schon jemand darüber diskutiert?


    Gruß Simon

  • Guten Morgen Simon!


    Habe voriges Jahr gelben Steinklee in einige Fahrgassen der Obstanlage (neben Phacelia) beim Bienenstand eingesät. Phacelia hat früher geblüht; entsprechend stark war der Beflug. Danach gab es einige Wochen intensiven Flug auf den Steinklee der inzwischen nachgelassen hat, obwohl er immer noch stark blüht. Vermutlich finden die Bienen momentan Balsamine und Goldrute attraktiver.


    Den gelben Steinklee habe ich auch als evtl. Mäuserepellent angebaut.


    Einen Energiewirt habe ich auf den Steinklee (ist überwiegend über 2 m hoch) hingewiesen und eine Besichtigung empfohlen. Besonders interessant für Gasfermentationen könnte die Tatsache sein, daß dieser Klee viel Stickstoff enthält und damit im Gemisch mit anderen Pflanzen kein anorganischer (oder entsprechend weniger) Stickstoff zur Fermentation zusätzlich zugegeben werden muß.


    Problem könnte sein, daß der Steinklee unglaublich attraktiv für Wildschweine ist (habe ich in diesem Forum bereits erwähnt).
    OT: Trifft bei Phacelia auch für Rehe zu. Ein Saatgutlieferant schreibt in seinem Katalog, daß Phacelia "kaum beäst" werde. Jedoch wunderte ich mich, daß an einem Standort die gesäte Phacelia Ende August/Mitte September (obwohl tagneutral) nicht mehr zum Blühen zu kommen schien. Bei näherem Hinsehen konnte ich jedoch feststellen, daß sämtliche Blüten auf einem 20 a - Areal fein säuberlich abgeäst waren.


    Mit freundlichem Gruß