Woran erkenne ich kalt geernteten/guten Honig?

  • Morgen,


    Ich hätte als Honigkonsument und Laie mal ne Frage wie man guten Honig erkennen kann.
    Es ist ja so, dass Honig nicht über 38 Grad erhitzt werden sollte um die wertvollen Inhaltsstoffe nicht zu zerstören.
    In England wo ich studiere ist es offenbar so, dass der standart Supermarkthonig pasteurisiert wird und man nach „raw honey“ Ausschau halten muss wenn man die Inhaltsstoffe haben will.
    Ich also hier in Dschland auch immer nach dem „roh“ auf dem Etikett gesucht. Dann hab ich aber mal bei einer deutschen Honigmarke angerufen und die Mitarbeiterin meinte dass deren Honig bei Bienenstocktemperatur geerntet und dann auch bei der späteren Verarbeitung diese Marke nicht überschreitet. In Deutschland dürfe aber sowieso jeder Honig laut Honigverordnung nicht über 40 Grad erhitzt werden. Es hat sie aber überrascht als ich meinte, dass der auf der Insel beliebte Honig der Marke Rowse bei der Verarbeitung auf 60 Grad erhitzt wird, weil diese Honigverordnung eigentlich EU-weit gelten müsste. In Selbiger hab ich die von ihr erwähnten 40 Grad Verarbeitungshöchstgrenze aber nicht finden können. Und Stifung Warentest erwähnt die 40Grad im letzten Honigtest auch nicht und misst stattdessen den HMF-Wert der geprüften Honige.
    …. Was ich nun gerne wissen würde:


    • Existiert diese 40 Grad Höchstgrenze sodass man als deutscher Kunde selbst mit Supermarkthonig nicht nur toten Zucker kauft?
    • Wie kann man als Endkunde rausfinden welcher Honig besonders schonend(also am besten nicht höher als diese Bienenstocktemperatur) verarbeitet wurde?


     
    Ein Tipp der mir bereits klar ist, wäre einfach beim Imker des Vertrauens einzukaufen wenn einem Qualität wichtig ist. Ich komm aber recht viel rum sodass mich die generelle „Honiglage“ trotzdem interessieren würde.
     
    Grüße,
    truethseeker

  • Google ist dein Freund:


    Richtlinie 2001/110/EG des Rates vom 20. Dezember 2001 über Honig


    Deutsche Honigverordnung


    Und hier beim DIB findest ne Aussage zum Zusammenhang zwischen Erhitzung und Enzymanteil bzw. HMF-Gehalt, hier auch nochmal detailliertere Erläuterung dazu


    Lesen musst du jetzt selbst ;-)


    Zu deinen Fragen:
    1) ja, der Grenzwert existiert indirekt über die Enzym- und HMF-Werte, s.oben
    2) da sich jeder dt. Imker an die VO halten muss, sollte auch jeder solchen Honig haben, wenn du dem nicht traust, frag die Imker, ob sie bei Honigprämierungen des DIB mitgemacht haben oder ihren Honig anderweitig haben untersuchen lassen.


    Grüße, Robert