Rötelmäuse oder was?

  • Heute ist bei uns wieder einmal ein Bericht über Hantavirus-Infektionen in der Zeitung. Diese Viren werden bei uns wohl überwiegend durch aufgewirbelte Erreger in Mäusekot, vorwiegend den Kot von Rötelmäusen übertragen.


    Da macht man sich so seine Gedanken......


    Meine Bienen stehen in Freiaufstellung vor einem ehemaligen Bienenhaus, das ich zur Lagerung von Beuten und anderem Material nutze. Das Häuschen dient vor allem im Winter offensichtlich seit Jahren irgendwelchen Nagern als Futterlager und Unterschlupf. In den Ecken hinter meinen Zargen, Wabenkisten, Ablegerkästen und anderem liegen jedes Frühjahr ganze Berge von aufgenagten Zwetschensteinen, die die Tiere offensichtlich als Wintervorrat dort einlagern.


    Weiß jemand, welche Tiere solche Vorräte anlegen? Könnte es sich hierbei um Rötelmäuse oder andere Hanta-Überträger handeln?


    Beim Aufräumen im Bienenhaus müsste ich mich dann wohl irgendwie schützen oder wenigstens mit dem Wasserzerstäuber dafür sorgen, dass kein Staub aufgewirbelt wird.

  • Wenn da wirklich eine Menge Mäusekot liegt würde ich mich schon mit einer Feinstaubmaske schützen bevor Du Staub aufwirbelst und den einatmest. Danach Hände waschen/ duschen.


    Nicht unbedingt wegen Hantaviren, das halte ich auch für etwas übertrieben, sondern wegen möglichen andereren (häufigeren) Infektionen. Allen voran Salmonellen, auch Typhus & Paratyphus, bestimmte Formen von Gelbsucht oder auch Parasiten wie Bandwürmer, deren Finnen mit dem Kot ausgeschieden werden.

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  • Nicht unbedingt wegen Hantaviren, das halte ich auch für etwas übertrieben, sondern wegen möglichen andereren (häufigeren) Infektionen. Allen voran Salmonellen, auch Typhus & Paratyphus, bestimmte Formen von Gelbsucht oder auch Parasiten wie Bandwürmer, deren Finnen mit dem Kot ausgeschieden werden.



    Du hast die Ratten und die Pest vergessen. :wink:



    Gute Güte,
    meinereine fragt sich jetzt, wie sie so lange überleben konnte...:eek:....bei den "Haustieren"" die bei mir im Stall, Scheune, Keller, Wohnung hausen.



    Ganz im Ernst.....gibt es eine Statistik wie viele Rötelmäuse den Hantavirus in sich tragen und wie viele Menschen jährlich daran erkranken bzw. sterben?


    In der Zeitung steht jeden Tag, dass Menschen im Straßenverkehr sterben.....fahrt Ihr deshalb kein Auto mehr?:wink:


    Abgehärtete Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Ich hinterfrag mich bei so was dann schon, ob da einer einen Impfstoff hat den er los werden will?


    Am besten gleich in 2 Varianten: eine billige für alle und eine teure für Soldaten und Beamten


    oder will man erst noch Fördermittel zur Entwicklung des Impfstoffes?


    oder will man vielleicht auch nur mal schauen ob da ein Markt für so was ist?


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Moin,


    ein Bekannter von mir ist einige Wochen nach einer Ausräumaktion eines alten Speichers an Gelbsucht erkrankt. Es waren dort aber tatsächlich Schubkarrenladungen voll Mäuse- und Rattendreck und die Aktion zog sich über Tage.


    Damals war sowas wie Feinstaubmaske noch recht ungewöhnlich, man behalf sich mit feuchten Tüchern -oder eben nicht.


    Wegen zwei Handvoll Mäsekötteln würd ich mir keinen Kopf machen. Immerhin haben wir ein Immunsystem. Man sollte dieses halt nicht überfordern, gilt auch für Bienenstiche.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)


  • Tatsächlich, Ratten und Pest habe ich vergessen :cool:. Es gibt aber auch Theorien, dass alle "pestanfälligen" Menschen zur Zeit des großen Ausbruchs in Europa (im Mittelalter) daran starben und wir die Nachkommen der "Überlebenden" mit Resistenzen sind. Immerhin starb wohl innerhalb von wenigen Jahren nach Ausbruch der Epidemie in Europa rund ein Drittel der Bevölkerung daran. Planet Wissen spricht von 20 bis 50 Millionen Toten in 5 Jahren. Evolution bzw. natürlich Auslese.
    So könnte es eventuell bei den Bienen mit ihren Krankheiten/Parasiten auch laufen wenn man nicht behandeln würde und damit künstlich die natürliche Auslese behindert. Soll jetzt nicht heißen, daß ich vor habe nicht zu behandeln.


    Autofahren tun die Meisten, angeschnallt und mit Airbag/Seitenaufprallschutz und was es noch alles gibt.


    Michael J. lässt grüßen. :wink:


    "... dann im Moonwalk den Besen schwingen."


    Moin,


    ein Bekannter von mir ist einige Wochen nach einer Ausräumaktion eines alten Speichers an Gelbsucht erkrankt. Es waren dort aber tatsächlich Schubkarrenladungen voll Mäuse- und Rattendreck und die Aktion zog sich über Tage.
    Damals war sowas wie Feinstaubmaske noch recht ungewöhnlich, man behalf sich mit feuchten Tüchern -oder eben nicht.
    Wegen zwei Handvoll Mäsekötteln würd ich mir keinen Kopf machen. Immerhin haben wir ein Immunsystem. Man sollte dieses halt nicht überfordern, gilt auch für Bienenstiche.


    Genau das meine ich. Kann ja nicht schaden einen Mundschutz zu tragen wenn man schon weiß, dass man wahrscheinlich zu Staub zerfallene, infektiöse Exkremente von Tieren einatmet. Man muss deshalb nicht gleich in einer desinfizierten Umwelt leben.

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  • Super hilfreich, Eure Kommentare!


    Ich fasse mal mit einfachen Worten zusammen, was sich hier so an Antworten angesammelt hat:


    Es hat keiner eine Ahnung, welcher Nager da seine Wintervorräte angelegt hat. Die wenigsten haben wenigstens mal gegoogelt, was ein Hantavirus ist und wie häufig bei uns Infektionen sind.
    Aber einige der Ahnungslosen fühlen sich trotzdem dazu animiert, ihr Unwissen in dummen kommentaren zum Besten zu geben.

  • Moin,


    ja, recht gewöhnungsbedürftige Kommentare - und erst die Aufzählungen der ganzen anderen Katastrophen. Ich schieße mich Regina an und bin erstaunt, dass ich noch lebe!


    Man bedenke erst die Zecken, die auf dem Weg zum Bienenhaus dem Imker anfallen könnten, diese machen ihn selbstverständlich erst recht auf der Stelle todkrank... *Ironiewiederaus*


    Wulle, Du sprichst Tante Google an. Offensichtlich hast Du sie dann schon genutzt.


    Ja, Rötelmaus, sieht ganz danach aus (s. zB. Wiki). Fang doch mal eine, dann weißt Du es. Dazu gibt es auch im Netzt zig Tipps :wink:


    Die Infektionshäufigkeiten kannst du dann auch googeln. Für die Infektion brauchst du das Virus und dazu die Rötelmaus und den passenden Kontakt und die passende Aufnahmemenge im richtigen Modus etc.
    So what?


    Bienenhaus abbrennen (ohne Bienen) und Freilandaufstellung
    oder doch lieber mal gucken, wie sie reinkommen und ob das vermeidbar ist.
    Wenn nicht: Mausbekämpfung
    Wenn das auch nicht: vor Reinigung alles anfeuchten, Staubschutz, normale Handhygiene.


    Am gefährlichsten ist immer das, was man weder kennt, noch vermutet oder der Leichtsinn, falls doch.



    In diesem Sinne ein Panikfreies Wochenende


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Experten,
    als ich meinen Bienenwagen holen wollte, flüchteten zwei Täter. Sie waren größer als Mäuse, sie kommen wegen dem Überhang eigentlich nicht auf den Wagen. Können unter den ca, 4 cm hohen Beutenböden durchrennen und dann mindestens 2 m springen. Unter einem Volk lagen mehrere hundert Bienen, welchen die Köpfe abgebissen wurden. Farbe eher schwarz, nicht grau wie Siebenschläfer.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Wenn da wirklich eine Menge Mäusekot liegt würde ich mich schon mit einer Feinstaubmaske schützen bevor Du Staub aufwirbelst und den einatmest. Danach Hände waschen/ duschen.


    Nicht unbedingt wegen Hantaviren, das halte ich auch für etwas übertrieben, sondern wegen möglichen andereren (häufigeren) Infektionen. Allen voran Salmonellen, auch Typhus & Paratyphus, bestimmte Formen von Gelbsucht oder auch Parasiten wie Bandwürmer, deren Finnen mit dem Kot ausgeschieden werden.


    Hey Wulle und Beetic, ich weiß zwar nicht was ihr für ein Problem mit meiner Antwort habt.
    Aber bitteschön.
    Gern geschehen.

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  • Lieber Wulle,

    Die wenigsten haben wenigstens mal gegoogelt, was ein Hantavirus ist und wie häufig bei uns Infektionen sind.
    Aber einige der Ahnungslosen fühlen sich trotzdem dazu animiert, ihr Unwissen in dummen kommentaren zum Besten zu geben.


    hast Du denn gegoogelt?


    Meinereine hatte damals gegoogelt und gelesen, dass die Virusinfektion häufig unbemerkt verläuft bzw so leicht ist, dass sie dem Betroffenen nicht auffällt.


    Natürlich kann der Krankheitsverlauf auch schwerwiegender sein. Kann....muss aber nicht. Deshalb fragte ich (ernsthaft) nach einer Statistik.:wink:



    Wenn Du Angst vor einer Infektion hast, zieh halt ne Maske auf wenn Du den Besen schwingst.
    Stelle eine oder zwei Mausefallen auf, dann weißt Du auch, welche Art von Mäusen in Deinem Bienenhaus Vorräte anlegen.
    Vielleicht isses ja auch "nur" ein Waschbär, der nach dem Fressen vergessen hat aufzuräumen.


    Sonnige Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Weiß jemand, welche Tiere solche Vorräte anlegen? Könnte es sich hierbei um Rötelmäuse oder andere Hanta-Überträger handeln?


    Nach meinen Erfahrungen kommen eher Vertreter der Echten Mäuse (Muridae) in Frage, also vor allem Wald- und Gelbhalsmaus, weniger Brandmaus, gerne aber auch Ratten. Rötelmäuse sind doch eher auf frische Pflanzenteile aus - was aber nicht heißt, daß sie in Deinem Bienenhaus nicht unterwegs sind!


    Mein Vater berichtete in diesem Frühsommer von extremen Rötelmausdichten auf seinem Grundstück (gelegen neben einem Buchenwald), die im Haus aufgestellten Fallen waren ständig belegt. Mein Vater schichtete in diesem Frühsommer einen großen Stoß Kaminholz um und räumte Stapel alter Bretter aus einem ungenutzten Schafstall. Mein Vater hatte in diesem Sommer unspezifische, aber generalisierte Beschwerden, die der Hausarzt als Sommergrippe diagnostizierte - die generalisierten Beschwerden wurden immer genereller und mein Vater immer schwächer. Mein Vater las in der Zeitung vom Hantavirus und sprach den Hausarzt darauf an - der hatte davon noch nie etwas gehört, veranlaßte aber eine Untersuchung. Mein Vater durfte sich über sehr hohe Antikörperwerte freuen.
    Inzwischen geht es ihm wieder besser.


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)