Sehr großer Brutraum

  • Hallo zusammen und einen summenden Gruß in die große Runde,
    eigentlich hatte ich vor nächstes Frühjahr mit der Bienenhaltung zu beginnen und bis dahin wollt ich mir ein Grundwissen aneignen, damit ich euch - die ihr so freundlich seit anderen weiter zu helfen - nicht unnötig befragen muß.
    So war der Plan, bis ein netter Imker meinte, probieren geht über studieren.
    Fakt ist jetzt:
    Zwei Völker auf je einem BR mit 10 Rähmchen, die alle voll besetzt sind, einer wenig Futter einer ohne Futter (?),
    einiges an verdeckelter Brut in beiden BR. Alles grobe Angaben, konnte nicht genau schauen - ich hab nur ZigarettenRauch - wollt ja erst im Frühjahr anfangen.
    Soweit ist mein Freude ungetrübt und groß.
    Nun zu meiner Frage(n)
    In jeder Beute haben mindestens noch 8 Rähmchen Platz und Raum für Futterteig ist dann auch noch da.
    Sollte ich jetzt den leeren Raum noch mit Rähmchen füllen? Oder lieber den freien Raum abteilen? (Brett quer rein).
    Macht es Sinn die Mädels auf so großen Raum zu überwintern, oder besteht in der großen Beute eher die Gefahr, dass sie den Kontakt zum Futter verlieren?
    Andererseits, viel Raum, viel Futter = viele Winterbienen macht auch Sinn, meine ich.
    Tracht gibst nicht viel, deswegen wird ab heute gefüttert, dazu noch ne Frage: Mit Pollen oder ohne? Brutgeschäft ist ja im vollem Gange.
    So, nun hoff ich auf eure Hilfe,
    und sage Danke dafür!


    Gruß vom Nachbar !:p_flower01:

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  • Hallo Nachbar,
    erzähle mal ein bischen mehr über diesen "Sehr großen Brutraum", Wabenmass, Beutenart.
    Also ein Volk ohne oder mit sehr wenig Futter muss jetzt sofort gefüttert werden. Nicht kleckern sonder anständige Futtergabe. Die Frage ist natürlich mit was willst du füttern. Zucker 3:2 oder Sirup. Auf jeden Fall würde ich mit 2-3 Litter sofort beginnen. Pollen(ersatz)zufütterung ist nicht erforderlich.
    Alles weitere wenn wenn Du uns mehr Infos geben kannst.
    Gruß Eisvogel


    PS: Natürlich nicht zu vergessen, Herzlich Willkommen.

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Eisvogel,
    Dank fürs Willkommen und die schnelle Antwort.
    Rähmchen: Zander
    Beutenart: russischer Eigenbau, Fichte, 75cm lang, fast locker 18 - 20 Rähmchen, geschlossener Boden, Teppichdeckel (in Änderung)
    Fütter werd ich dann für dieses Jahr Apifonda, denk ich, sonst müßt ich für die Kiste noch was bauen. In dieser Kiste möcht ich nur überwintern. Nächtes Jahr dann 5 Einfach Beuten u. Zander durchstarten.
    Gruß!

  • Hallo Nachbar,
    danke für die Info. Also ist Deine Beute den Trogbeuten zuzuordnen.
    Nun habe ich sehr wenig Erfahrung mit Trogbeuten - hier im Forum gibt es aber sicher Kenner.
    Aus dem Bauch heraus - also ich vertraue ihm - würde ich auf max. 12 Rähmchen erweitern, den Restraum mit einem Schied absperren.
    Füttern mit Apifonda - also Futterteig - nehme ich ungern weil die Abnahmegeschwindigkeit mit fortschreitendem Bienenjahr mir nicht optimal erscheint. Auch hier im Forum sehr unterschiedliche Erfahrungen.
    Es sollte aber doch möglich sein zwischen Schied und letzter Wabe eine Behälter mit Korken, Styropor, Stroh etc. zu stellen und darin flüssiges Futer anzubieten. Zumal Du ja schreibst, dass wenig bis kein Futter in Waben ist.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo !


    Okay, der war dann wohl u.a. für mich,
    ich fang dann Eisvogels Trogbeuten Ball mal auf !


    Ja, so wie beschrieben sehen unsere Ableger in Trogbeuten derzeit auch aus,
    wir überwintern normalerweise auf 10-13 Rähmchen in DeutschNormal.
    Sind es Ableger, dann sind die vielleicht wie bei uns derzeit noch auf Expansion gestrickt und
    verbrüten gleich alles, damit sie beschäftigt sind bekommen sie eben Apifonda.


    Aufgefüttert wird dann in ca. einem Monat, dann allerdings mit Flüssigfutter.
    Im Augenblick würde ich Varroakontrolle machen, (Bienenprobe ggf. mit Puderzucker).


    Beim einwintern darauf achten, das sich kein /wenig Schimmel bildet.
    Vorne und hinten Raum lassen, das es ein wenig zirkulieren kann,
    den Deckel mit einem Feuchtigkeitssauger dämmen.


    In Trogbeuten kann man durchaus ganz gut imkern,
    in unserer Region gibt es einige Imker die damit arbeiten,
    auch Jungimker !


    Fragen ? Fragen !


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Guten Abend Eisvogel und Hallo Bienenknecht!
    Dank euch beiden, ich glaub für den Moment hab ich das Gefühl, ich weiß wo es lang gehen soll.
    12 Rähmchen dann Schied rein, Apifonda +Wasserzugang - solange es gut warm ist, dann gehts flüssig weiter.
    Zu Varoa: Sieht fast zu gut aus, ich konnte auch mit 10 facher Vergrößerung keine Milbe finden, nicht auf den Bienen und nicht am Boden.
    Bienenprobe mit Puderzucker, ließt sich gut, würdest du mir Schreiben, wie du das machst?
    Reicht zum Einstäuben ein feines Tee-Sieb? Wie viele Bienen bestäuben?
    Naja - erzähl bitte Du, bei Gelegeheit
    Zur Trogbeute: Diese sind ziehmlich durch und wenig ansprechend, werd sie nochmal reparieren und bewirtschaften - doch zum Wandern bevorzuge ich heute Liebigs Einfachbeuten.
    Danke für die guten und schnellen Infos !


    Herzliche Grüße an Alle!
    Euer Nachbar !

  • Hallo Nachbar, ich hatte recht viel gelesen bevor ich anfing mit Bienen und hatte deshalb so meine Vorstellungen wie zum Beipsiel


    - Bienen brauchen viel Platz und diesen wollen und sollen sie nach ihren Vorstellungen nutzen.


    Ich denke sie wissen besser Bescheid über die entsprechenden äußeren Umständen wie Wetter, derzeitige und zu erwartende Tracht usw.


    Ich bekam zwei Ableger in jeh einer Zarge mit einem Innendurchmesser von ca 40 x40 cm und 10 Rahmen. Davon waren jeweils 2 Leerwaben (ausgebaute Mittelwände) damit sie gleich was zum Nektareinlagern haben, 2 Futterwaben und der Rest Brutwaben mit mehr oder weniger Pollen und Honig.
    Ich wollte keinesfalls mit Rahmen anfangen aber es war die einzige Möglichkeit für mich an Bienen zu kommen. Das war am 20.7.2011.


    Ich hatte sie dann sofort auf drei ! Leerzargen mit Oberträgern ohne Anfangsstreifen oder so gestellt und das wars.
    Da ich durchgehend Tracht habe und auch Heide dachte ich nicht keineswegs daran zu fütttern.


    Bei einem der Ableger wurde leider nach drei Wochen die Königin vors Flugloch befördert. Ich hatte auch quaken und tüten gehört aber eine begattete Königin hatten sie offenbar nie wieder. Die Bienenmenge nahm stetig ab während sie im 2. Stock zunahm. Die Möglichkeit eine Königin zu beschaffen habe ich nicht.
    Im März wurden sie endgültig ausgeraubt. Ich hatte mich erst gewundert wieso beim 2. Reinigungsflug im Februar so gewaltig viele Bienen gerade an diesem Stock flogen. Mein ungeübtes Anfängerauge hatte auch Mühe zu erkennen wo sie hinflogen. Die Luft war einfach voller Bienen und der Garten roch phantastisch. Mitte März war es dann besonders am Abend deutlich. Bienen kamen aus dem ersten und flogen direkt in den 2. Stock. Und am nächsten Tag war absolute Stille im ersten Stock. Bis dahin war ruhiges Summen wie auch nebenan und das oft beschriebene Heulen bei Weisellosigkeit hatte ich nie gehört.


    Nun weiter zum Thema großer Brutraum oder ich will es mal anders nennen - viel Platz im Stock.
    Meine Bienen haben offenbar den Winter auf Heidehonig recht gut überstanden und ich rechne das auch dem Umstand zu, daß sie genügend Platz hatten, den Nektar umzutragen. Der zweite Stock hatte vor dem Winter die Zarge unter den Rahmen etwa zur Hälfte ausgebaut.
    Der viele Leerraum hatte ihrer Überwinterung offenbar nicht geschadet wie es immer behauptet wird und sie haben inzwischen in allen Zargen gebaut und am 13. Juli habe ich endlich die oberste Zarge mit den Rahmen weggenommen und eine Leerzarge mit Oberträgern aufgesetzt. Diese wurde sofort angenommen, jedenfalls nach den Geräuschen zu urteilen.


    In 5 der entnommenen Rahmen Waben war noch auslaufende Brut und sogar wenige Maden aber keine Stifte. 11,5 kg Honig konnte ich auspressen was nicht ganz so einfach war weil ich die Brut vorher rausschneiden mußte.


    Geschwärmt, wie ich gehofft hatte, haben sie bis jetzt noch nicht. Allerdings fliegen noch immer viele Drohnen aber erst am Nachmittag. Früher ist es denen wohl zu kalt.


    Also lieber Nachbar, ich würde Deinen Bienen den noch vorhandenen Platz lassen bzw Mittelwände reinhängen. Das rähmchenweise Erweitern und Einengen empfinde ich jedenfalls als unangebrachte wenn nicht gar schädliche Bevormundung von Wesen, von denen ich annehme, sie arbeiten als Gesamtheit nach einem intelligenten Plan.
    Alles Liebe
    Marion

  • Moin Marion,


    bitte höre auf hier zu schreiben !


    Wenn man sowas liest:

    Zitat

    11,5 kg Honig konnte ich auspressen was nicht ganz so einfach war weil ich die Brut vorher rausschneiden mußte.


    dann muß man schon zu Höherem berufen sein wenn man es verstehen will, oder in Schweden wird grundsätzlich anders geimkert.


    Hartmut

  • ...
    In 5 der entnommenen Rahmen Waben war noch auslaufende Brut und sogar wenige Maden aber keine Stifte. 11,5 kg Honig konnte ich auspressen was nicht ganz so einfach war weil ich die Brut vorher rausschneiden mußte.


    ... Wesen, von denen ich annehme, sie arbeiten als Gesamtheit nach einem intelligenten Plan.
    Alles Liebe
    Marion


    Aaaaargh, kann mal jemand im Schwedenurlaub bei dieser Frau vorbeifahren und ihr ein paar ihrer Waben mit ansitzenden Wesen mit intelligentem Plan gehörig um die Ohren hauen. Vielleicht merkt sie es dann.

  • Aaaaargh, kann mal jemand im Schwedenurlaub bei dieser Frau vorbeifahren und ihr ein paar ihrer Waben mit ansitzenden Wesen mit intelligentem Plan gehörig um die Ohren hauen. Vielleicht merkt sie es dann.


    Ich weiß gar nicht warum Ihr Euch aufregt....Mir deucht, die Schweden ernten den Honig wie die Bären.:lol:


    easydoesit schrieb:

    .....ich hatte recht viel gelesen bevor ich anfing mit Bienen und hatte deshalb so meine Vorstellungen...


    Liebe Schweden-Marion,
    stimmt....lesen und Vorstellungen, das muss man Dir lassen, die hast Du wahrhaftig.


    Ein Tipp von mir: Beacker erstmal Deinen gemieteten Hektar.....bestelle Dein Land 20 Jahre lang so, so wie Du es Dir in Deinen Vorstellungen erträumst.
    Dann reden wir noch mal.....


    Bienenflüsterei kann Dir vielleicht der Drohn beibringen. Ich glaube in Schweden war er noch nicht.:lol:


    Sonnig-heiße Grüße
    Regina, die, dem Himmel sei Dank, nicht transzendentisch veranlagt ist.:cool:

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Bin etwas befremdet. Hatte bisher eine bessere Meinung. Meinungsfreiheit, Akzeptanz anderer Meinungen, etc. ist wohl nicht mehr "in" oder wie?


    Enttaeuscht
    Joe


    Damit meine ich nicht Regina, deren Kommentar habe ich erst gesehen, nachdem ich das geschrieben hatte.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von cerana_joe () aus folgendem Grund: Ergaenzung

  • Hallo Marion,


    das Ausschneiden der Brut halte ich für seeeeehr gewagt - und schade drum. Häng die Waben die du schleudern willst 16 Tage bevor du ernten willst über ein Absperrgitter ganz nach oben. Königin natürlich darunter. Dann läuft die Brut aus und hast reine Honigwaben. Wenn du da Zellen mit Brut übersiehst haste zudem ein ungenießbares Produkt dass anfängt zu gären.


    So falsch finde ich deinen Denkansatz nicht. In der freien Wildbahn gibt/gab es auch keinen Imker der Zargen auf und abgesetzt hat.


    Gruß Peter

  • Zitat

    ist wohl nicht mehr "in" oder wie?


    wenn es dazu führt das Fehlinformationen zu Hauf kommen, nicht nur in diesem Thread, dann ist es tatsächlich nicht mehr "in".


    Wenn ihr Bienen wie in der freien Wildbahn halten wollt, dann macht es doch bitte einfach, aber konsequent.
    Gutes Gelingen.


    Hartmut

  • Hallo easydoesit, liebe Marion,


    vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht, auch der Tipp - viel lesen - ist angekommen und sicherlich empfehlenswert.
    Nur hatte ich dazu keine Zeit, nach meinem ersten Gespräch mit einem Imker hatte ich die beschriebenen Beuten im Garten stehen, mit den Hinweisen "probieren geht über studieren" und "jetzt mußt du was tun". Beide Tips haben mir nicht geholfen, deshalb, und weil ich kein Volk verlieren will, bin ich hier.
    Trotz meiner wenigen Lektüre ist mir nicht klar, warum du Brut rausschneidest. Deine naturklugen Bienen haben für Nachwuchs gesorgt und du hast ihn gekillt, hab ich das richtig verstanden??? Ist das empfehlenswert oder soll dieses Verhalten von Naturverbundenheit zeugen? Mir *kommts fremd vor.
    Naja vielleicht liegt auch daran das hier der Honig geschleudert und nicht gepresst wird. Gepresst - hört sich auch sehr gewalttätig an. Sorry!
    Hast Du Dir schon mal Gedanken über Futterabris und erfrorener Völker trotz Futter in der Beute gemacht oder darüber gelesen? Hier liegen meine Befürchtungen.


    Liebe Grüße,


    der Nachbar


    Ups - Ich seh grad andere verstehn Dich auch nicht!