Oxalsäureverdampfung - Blockbehandlung möglich?

  • Hallo zusammen,


    hat jemand Informationen, ob man mit Oxalsäureverdampfen eine Blockbehandlung machen könnte? Oder übersäuern die Bienen dadurch genaus so wie beim Träufeln?


    Gruß Jörg

  • ...garantiert weniger Totenfall als nach einmal Schwammtuch...


    Bienentotenfall?


    Mich würde es reizen, weil es für Bienen scheinbar verträglicher ist als die AS (wie auch immer) und ich die Waben (HBBs) nicht ziehen müsste, wie bei der MS.


    Gibt es Probleme, wenn ich es bei diesem Wetter (25-30°C) machen würde?


    Gruß Jörg

  • Hallo,


    mit der OS-Gas-Behandlung hab ich bisher keine Übersäuerung feststellen können, obwohl ich im Herbst im Abstand von längstens 1 Woche (wegen der offenen Brut) über die 21 Tage (also mind. 3 mal, besser ist 4 mal und kürzerer Abstand) behandle, weil die Gaspartikel bekanntlich nicht in die gedeckelte Brut wirken.
    Insgesamt habe ich bzgl. Wirksamkeit und Verträglichkeit sehr gute Erfahrungen mit den Oxamaten. Es gibt dazu auch praktische Hinweise zur Anwendung vom Alfranseder.


    viele Grüße
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Letztes Jahr als Notmaßnahme erfolgreich probiert in einer Kiste, in der Ameisensäure nicht ging:
    5 x alle 3 Tage 2 Gramm verdampft.
    Milben per Puderzucker
    vorher: 35 Milben / 50 g Biene
    10 Tage nach der letzten Behandlung: 1 Milbe / 50 g Biene
    Brutschäden habe ich keine gesehen,
    Brutflächen nach der letzten Behandlung sahen groß aus.
    Also keine Brutunterbrechung.


    Dieses Jahr ein hoch belastetes Volk (Mai: 30 Milben / 50 g Biene) saniert:
    Totale Bauerneuerung und am Tag 7 einmalig verdampft, bevor die erste Brut verdeckelt war.
    Anfang Juli 0 Milben / 50 g Biene.


    Ich bin zufrieden. Blockbehandlung ist mir als Standard zu aufwendig. Als Standard bleibe ich bei Ameisensäure im Sommer. Aber abgeschwärmte Völker nach 24 Tagen zu bedampfen finde ich bequem. Milbenlast ist dann unter der Puderzuckernachweisgrenze. Aber dieses Jahr neu damit begonnen. Mal sehen, wie sich die Milbenkurve entwickelt und ob Ameisensäure bei diesen Völkern verzichtbar bleibt.


    Gruß, Gunnar

    Meine Bienen fliegen zu 100 % mit flüssigem Sonnenschein.


  • 5 Mal alle 3 Tage kommt gut hin, da sollte man (fast) jede Milbe, welche aus der Brut schlüpft erwischen, zumindest so viele, das es bis zur Winterbehandlung reicht.


    Der Rest deckt sich ebenfalls mit meinen Erfahrungen. Bei großer Völkerzahl halt recht aufwändig, auf meinem Heimstand aber noch machbar. Für mich eine der besten Methoden.


    @ Anni,


    ich meinte damit, das ich Bedenken hätte, wenn ich nur 3 mal im Abstand von 7 Tagen bedampfe, den gewünschten Erfolg zu erzielen.
    Ist nur eine Gefühlssache, ich hab keine Studie dazu zur Hand. Es schlüpfen jeden Tag Milben aus der Brut, die mehrere Tage Zeit haben, wieder in neue zu gehen.

  • Mal sehen, wie sich die Milbenkurve entwickelt und ob Ameisensäure bei diesen Völkern verzichtbar bleibt.


    .. bleibt verzichtbar.


    Blockbehandlung ist eine Alternative zu Ameisensäure-Behandlung. Der große Vorteil: Es gibt keine Königinnen-Verluste bei Oxalsäurebehandlung.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Danke für die Antwort, ich habe irgend wo mal gelesen, die Wirkung würde 4 Tage anhalten, also Anwendung im 3 - 4 Tages-Rytmus.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • .. Ameisensäure bleibt verzichtbar.


    Blockbehandlung ist eine Alternative zu Ameisensäure-Behandlung. Der große Vorteil: Es gibt keine Königinnen-Verluste bei Oxalsäurebehandlung.


    Das Oxalsäure-Blockbehandlung kann die Ameisensäure-Behandlung ersetzen, klar.
    Meine Frage ist, ob die im Mai/Juni abgeschwärmten Völker, die dann einmalig, 24 Tage später mit Oxalsäure behandelt wurden, keine weitere Sommerbehandlung mehr brauchen. Das teste ich gerade.

    Meine Bienen fliegen zu 100 % mit flüssigem Sonnenschein.