gewichtsreduzierte Beute bauen / kleine, leichte "Frauen"-Beute

  • Hallo zusammen,


    ich heiße Denise, bin neu hier und möchte im nächsten Jahr meine ersten eigenen Bienen haben. Bei der Suche nach der richtigen Ausrüstung stellen die Beuten für mich ein echtes Problem dar. Seit geraumer Zeit "übe" ich schon mit meinem Imkerpaten. Der hat Segeberger in Holz und Styropor. Leer komme ich damit klar, aber sobald die Dinger mit Honig voll sind kriege ich sie nur noch sehr mühevoll (Styropor) bis gar nicht mehr (Standard-Holz) bewegt.


    Daher möchte ich mir nun aus Leimholz (dünner = weniger Eigengewicht als gekaufte Holzbeute) eigene, aber eher kleinere Beuten für DN bauen (ca. 7 Rähmchen?). Spricht aus Eurer Sicht was dagegen? Wenn ich statt 2 dann 3 HR draufsetze müsste es doch gehen, oder?


    (Gerne so, dass ich die Beute im Kalt- und im Warmbau nutzen kann. Das ist aber letztlich zweitrangig.)


    Kennt jemand das Problem? Hat jemand vielleicht schon solche "gewichtsfreundlichen" Beuten gebaut und kann mir weiterhlefen (Tipps, Baupläne, ...)


    Vielen Dank für Eure Hilfe
    Denise

  • Hallo Denise,


    einige hier werden die Nase rümpfen, weil ich nicht müde werde, die Vorteile der Dadant zu loben aber auch in diesem Fall ein klarer Vorteil:


    ein einziger großer Brutraum, der normalerweise nicht mehr bewegt wird wenn er bewohnt ist und man nicht wandert.
    Kleine Honigräume. Ich würde zu Halbzargen raten und nicht wie normal zu Flachzargen. Die Halbzargen haben so zwischen 10 und 12 Kg wenn sie voll Honig sind.


    DNM mit 7 Rähmchen sind zwar leichter als 10 aber umgerechnet nur etwa3 bis 5 Kg und außerdem hast Du im Gegenzug dafür höhere Türme, was dem heben auch nicht entgegen kommt.

  • Hallo Denise,


    ich kann dem Günther nur zustimmen. Dadanthalbzargen (10er) sind sehr gut handlebar, bei DNM-Zargen können schnell sehr höhe Türme entstehen, die man dann vollgeladen schwer herunterbekommt.


    Das hängt natürlich vom Untergestell (Unterbau), der Tracht und Volksstärke ab. Ich hatte dieses Jahr ein tolles Volk in 11er-DNM-Leimholzkisten, 2BR und 3HR plus Leerzarge für Bienenflucht (ca. 30cmx6=180cm).


    Die Segeberger-Fraktion wird sich sicher auch bald melden, aber das Zargengewicht ist im Vergleich zum Inhalt zweitrangig ...


    Gruß Jörg


    1,5er DNM sind auch eine Alternative.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Jörg K. () aus folgendem Grund: Nachtrag 1,5er DNM

  • Hallo Arnd,


    ich dachte es geht um Bienenkisten, die sind zumindest bei mir oft voll Bienen oder Honig. Wenn ich leere Kisten stapele, dann ist das Eigengewicht sicher ein Thema.


    Gruß Jörg, der jetzt leere Kisten wiegen geht.

  • Hi Denise


    Ich habe letztens in nem Buch die Empfehlung für diesen Fall gelesen, das man es mal mit horizontal geteilten Honigräumen versuchen sollte. Hab leider das Buch grad nicht hier, deswegen als Verdeutlichung erstmal ne grobe Zeichnung (bitte nicht an der Anzahl Rähmchen oder den Maßen rumkritteln, ist nur zur Verdeutlichung):



    Oben geteilter HR, unten kompletter, normaler BR, vielleicht ne Idee für dich.


    Grüße, Robert

  • Oder Denise,
    Du machst es wie viele Rentner, die, und ich gehöre auch bald dazu, sagen: Die leichteste Bienenkiste ist ein einzelnes Rähmchen. Natürlich sind Halbzargen für den Honigraum eine einfache Lösung. Ansonsten geht es ja wohl hauptsächlich um volle Honigzargen, fast egal welches Maß, wenn man sie in Kopfhöhe runter nehmen muss, dann über eine nicht gemähte Wiese, durch Dickicht und Brennessel, über einen kleinen Bachlauf und durch eine Stechginsterhecke, alles am starken Gefälle und rutschigem Untergrund, ganz alleine und direkt nach einer Herz-OP transportieren muss.
    Also:
    Stapelhöhe beachten, man kann volle Honigzargen auch ernten bevor man die nächsten drei draufstellt. Und man muss die Beuten auch nicht auf einen Campingtisch stellen.
    Rähmchen einzel rausnehmen und abfegen ( macht man sowieso, es seihe denn, man arbeitet wie in Schlamerika).
    Die ersten 5 abgekehrten Rähmchen in eine extra mitgebrachte, leere Zarge stellen und dann abtransportieren. Die restlichen Rähmchen bleiben bzw werden wieder in die eigentliche Honigzarge gestellt und so abtransportiert. Dann ist das Ganze kein Problem.
    Noch ein Tipp zum Schluss: Auch Dadant-Zargen werden selten einbetoniert, werden also tatsächlich manchmal bewegt. Und jedesmal die Möbelpacker oder die zweite Mannschaft von Grün-Weiß Wolfen zu bestellen wird auf die Dauer zu teuer.
    Also, wenn das Gewicht ein Problem ist, dann nehme dir Segeberger aus Styropor, natürlich als DN und evtl. mit Halbzargen oben drauf.
    Und wenn Du als nächstes fragst, was Du den ganzen langen Winter ohne Bienen tun kannst. Muskeln aufbauen.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der die Rentnermethode anwendet, wenn ihm keiner zusieht.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Denise, eine kleine Anmerkung:


    Der Vorteil von Halbzargen beim Selbstbau ist, dass du kein Leimholz brauchst. Ich nehme gehobelte Fichtenbretter (z.B. 18mm) vom Baumarkt. Nach dem Prinzip der Hohenheimer Einfachbeute kann man da sehr schöne Zargen bauen.


    Eine Problematik bei DNM-Halbrähmchen ist, dass es im Handel zumindest zwei unterschiedliche Höhen (110 und 125 gibt). Schau dass deine Mittelwände hineinpassen, wenn du sie halbierst.


    Grüße,


    Gerhard

  • Hallo Arnd und alle Anderen,


    ich denke, es geht sehr wohl um das Gewicht der vollen Kiste. :u_idea_bulb02:


    Ich persönlich habe mit Zander normal begonnen, Kisten aus 18mm Leimhloz aus dem Baumarkt. Leer ist das Gewicht für mich verschwindend gering, heb ich mit 2 Fingern.
    Wenn eine solche Kiste voll Honig ist, dann hat die mindestens 20 Kg. Das macht dann auch mir keinen Spaß mehr und ich bin noch keine 40, trainiere regelmäßig und bin recht fit.


    Also hab ich mir aus selbem Material Zander 1,5 (wenig Unterschied zu Dadant) gebaut und halbe Zander im HR.


    Und nur um das Gewicht der gefüllten Beute geht es, das Leergewicht, welches sich einsparen lässt, wenn man sie kleiner macht, ist zu vernachlässigen.
    Auch wenn ich statt 10 Rähmchen nur 8 rein mache, so wie Sabiene es gemacht hat, hat das Endgewicht welches ich bei Kontrollen oder beim Schleudern abnehmen muss, von bis zu 20 Kg vielleicht auf 16 oder 18 Kg abgenommen.
    Ob das einer Frau hilft?


    Ein halber HR hat dagegen nur 10 Kg. Das ist schon ein Unterschied.


    Und nicht vergessen: Auch ein 2. BR der zum Teil mit Honig gefüllt wird, wiegt ganz schön was.
    Und Rähmchen einzeln zu händeln ist nur anfänglich eine Option, irgend wann geht einem das sehr auf den Senkel und ist auch nicht der Sinn der Magazinbetriebsweise.


    Aber ich will niemanden zu irgend was überreden, ich spreche aus Erfahrung von 2 BR und einem HR in Zander zu einem großen BR und halben HR. Der Unterschied ist gewaltig.
    Und ich hab zu Dadant (12 er) geraten, weil dabei die HR diagonal aufgesetzt werden und so beser ausgebaut werden als bei allen anderen.


    Und nicht das jetzt jemand kommt, das man viel mit richtigem heben machen kann. Ich bin Pfleger im Altenheim, ich weis wie man Masse bewegt ohne sich die Bandscheibe zu ruinieren.:wink: Das klappt beim imkern nur bedingt.

  • Hallo Denise,
    schminke dir den vertikal (hier horizontal bezeichnet) geteilten Honigraum ab. Holz arbeitet und passt bald nicht mehr zusammen. Vor drei Jahren wurde das propagiert und hat sich nicht durchgesetzt. Es ist, wenn DN dann DN-Halbrähmchen. Brutraum wäre dann 1 1/2 DN. Geht natürlich mit 2 Bruträumen. Ich kenne auch Frauen, welche mit einem 2. Magazin bei der Schwarmkontrolle arbeiten und dann umhängen. Bei wenigen Völkern geht das. Auf Grund der kurzen Ohren bei DN bekommst du allerdings Probleme, wenn du die Zarge mit halbem Besatz bewegst.


    Ich habe in den letzten Jahren 1/2 Zander im Honigraum für Frauen demonstriert. Die Frauen haben es nicht angenommen aber ich.


    Lass dich nicht entmutigen.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Denise,


    wenn es Dir nichts ausmacht, mit verschiedenen Rähmchenmaßen in BR und HR zu arbeiten, rate ich Dir auch zu den Segeberger Halbzargen als Honigraum. Ich habe welche im Einsatz und bin zufrieden damit. Ab einer gewissen Höhe komme ich mit den Ganzzargen auch nicht mehr zurecht, dann kommen nur noch halbe drauf.


    Man muß natürlich fairerweise erwähnen, daß diese Variante etwas teurer in der Anschaffung ist.


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Hallo Günther


    Du rätst zu einer 12er Dandantbeute.
    Der Honigraum ist mit Halbzargen befüllt nur 10-12kg schwer?
    Sind diese Rähmchen 141mm hoch?


    Mir kommt das so leicht vor.
    Ich dachte das ich mal gelesen hätte das die Honigräume bis zu 30kg schwer sein können. (Günther Ries, Meine Erfahrung mit der Buckfastbiene)


    Grüße Jantje