AS Behandlung

  • Hallo kollegen/innen,


    wie machen wir denn dieses Jahr unsere AS Behandlung wenn diese nicht verdunstet? Deckel auf und Varroen abregenen lassen? Lasst euch nicht entmutigen, auch uns wird die Sonne wieder scheinen!


    Imkergruß AC

  • Soll ab dem kommenden Wochenendee besseres Wetter geben, dann liegen optimale Bedingungen (nicht zu heiß oder zu kalt) vor, um die Behandlung durchzuführen. Ich sehe da nicht schwarz.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Pfreunte: wenner jetzt da in der Suppenküche abschleudert, dann müßt Ihr aber's Refraktometer umeichen und im stockdunkeln abfüllen, daßder Honig die DIB-Gläser nicht sieht. Ich laß ma meine Linde noch drauf ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ..Wer weiß genaues?


    Frau Aumeier und Herr Liebig empfehlen das:


    http://www.imkerverein-oldenbu…uploads/media/Aumeier.pdf


    und das hier: http://www.imkerverein-oldenbu…mmerpflege_2x_einfach.pdf


    Was in meinen Augen wichtig ist, vor dem Behandeln kommt erst eine Abschätzung des Befalls per Windeldiagnose und erst ab einer Schadschwelle von x natürlich gestorbenen Milben wird behandelt (siehe Link).


    Grüße von Herrn Rübengrün

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!

  • Ist di Stocktemperatur so stark abghängig von der ausentemperatur? Als ich meine so 10 Grad ausenunterschied sind doch nicht 10 Grad innenunterschied?

    Wo kämen wir den hin wenn jeder fragt wo kämen wir den hin und keiner geht um nachzusehen wo wir hinkämen

  • Hallo Herr Rübengrün,
    zuerst besten Dank für die Links. Das Abschätzen des Befalls ist sehr ungenau. Bei meinen abgeschwärmten Völkern und jetzt wieder voll entwickelten liege ich zwischen 0 und 1. Die Ableger habe ich bei der Erstellung schon behandelt, das wird im September dann noch ausreichen.


    Endlich einer, welcher Fakten rüber bringt.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Remstalimker,


    Danke für die :p_flower01:.


    was meinst Du mit "Das Abschätzen des Befalls ist sehr ungenau."?


    Ich denke mal, daß das wissenschaftlich belegt ist. Die Schadschwelle liegt in einem Wirtschaftsvolk bei einem Milbenbefall von x. Bei dieser Milbenpopulationsgröße fallen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit pro Tag y Milben auf die Windel. Ergo kann ich im Rahmen dieser Wahrscheinlichkeit über den natürlichen Milbenfall auf die Gesamtpopulation schließen und entscheiden ob eine Behandlung nötig ist oder nicht. Ich meine ich hätte letztens noch gelesen, die Windeldiagnose sei genauso genau wie die Puderzuckermethode.
    Klär mich auf wenn ich irgendwo einen Denkfehler habe.


    Grüße von Herrn Rübengrün

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!

  • Ich denke fast, die Puderzuckermethode ist sicherer, denn hierbei kann ich ausschließen, dass Ameisen z.B. die gefallenen Milben ablesen oder die Milben als solches von der Windel krabbeln.
    Oder liege ich falsch? Sollte die Windel grundsätzlich mit Melkfett bestrichen sein?


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Herr Rübengrün,
    die Milbenpopulation ermittelt nach dem natürlichen Fall ist vage. Es hängt auch stark vom Zustand des Volker ab. Befindet sich nur eine Milbe auf dem Schieber, kann eine zweite oder dritte durch Wind etc. verloren gegangen sein. war kein starker Bienenflug und am nächsten Tag starker, fällt alles, was auf dem Gitter liegen blieb, runter. Nach meinen Aufzeichnungen, können beim natürlichen Fall von einer Milbe bei der anschließenden Behandlung 100 aber auch 400 Milben fallen. Würde ich jetzt die Behandlung aussetzen, so wären das mindestens nach 40 Tagen entweder ca 400 oder 1600. Hat aber eine Ameise eine oder zwei Milben weggetragen, dann ist die Katastrophe da.


    Gruß
    Remstalimker


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:


  • Hallo Remstalimker!


    Ich zitiere mal aus der oben verlinkten pdf-Datei:


    "Das hier vorgestellte Rezept bewährt
    sich seit 2008 in einer bundesweiten Studie (finanziert von BLE/BMELV FKZ 2813301507) in
    140 Hobby-, Berufs-, und Instituts-Imkereien. Es verzichtet vollständig auf den Einsatz
    chemischer Mittel während der Tracht, sowie rückstands- oder resistenzbildender Varroazide.
    Die beteiligten Imkereien verzeichneten durchgehend Völkerverluste von maximal 7%.
    Das Erfolgsrezept: Nicht stur behandeln! Sondern mit Gitterboden und Windel den
    natürlichen Milbentotenfall erfassen! Jede sinnvolle Behandlung ist abgestimmt auf den
    Befallsgrad (siehe Seite 1, Befallsschwellen in roter Schrift) und die Entwicklung des
    Bienenvolkes!"


    Bei nur 7% Völkerverlusten kann die Methode so vage nicht sein.
    Anni hat natürlich Recht, bei der Puderzuckermethode sind keine Ameisen im Spiel, die das Ergebnis verfälschen können. Aber deshalb soll man die Windel nur 3 Tage im Volk lassen. Bis dahin scheinen es die Ameisen nicht zu checken, daß es was leckeres gibt. Auch ein Einfetten der Windel soll aus diesem Grund nicht nötig sein. Ich habe die Puderzuckermethode noch nicht ausprobiert, habe es aber vor. Ich befürchte nur es ist mir zu aufwendig.


    Welche weniger vagen Methoden gibt es noch die Milbenpopulation abzuschätzen?


    Mit rübengrünen Grüßen von Herrn Rübengrün

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!


  • Bei nur 7% Völkerverlusten kann die Methode so vage nicht sein.
    Anni hat natürlich Recht, bei der Puderzuckermethode sind keine Ameisen im Spiel, die das Ergebnis verfälschen können. Aber deshalb soll man die Windel nur 3 Tage im Volk lassen. Bis dahin scheinen es die Ameisen nicht zu checken, daß es was leckeres gibt. Auch ein Einfetten der Windel soll aus diesem Grund nicht nötig sein. Ich habe die Puderzuckermethode noch nicht ausprobiert, habe es aber vor. Ich befürchte nur es ist mir zu aufwendig.


    Welche weniger vagen Methoden gibt es noch die Milbenpopulation abzuschätzen?


    Mit rübengrünen Grüßen von Herrn Rübengrün


    Herr Rübengrün Zitat : Es verzichtet vollständig auf den Einsatz chemischer Mittel während der Tracht,oder resistenzbildender Varroazide : Zitat Ende :Das ist selbstverständlich da sonst Honig nicht verkäuflich . ICH behandel wie gewohnt mit Ameisensäure . Gibt auch keine Resistenzen . Sie können es gerne anders machen !


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

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