Heuer war kein Honiglecken!

  • Man sollte allerdings immer bedenken, dass die meisten Landwirte von der Feldbewirtschaftung leben müssen.
    Randstreifen, sofern nie gemäht, werden von Hasen und Kaninchen besiedelt. Diese richten hier große wirtschaftliche Schäden an Jungpflanzen an.
    Aber viel mehr ist das aussamende Unkraut ein Problem - man kann sich mal anschauen wo der Unkrautdruck am höchsten ist.


    Einige hier meinen wohl unser Boden wäre nur da um schön auszusehen und bienenoptimiert zu werden.
    Diese können sich ja auch mal das Geld für einen Mittelklassewagen zusammensparen und dann ein Feld selber nach ihren Vorstellungen bewirtschaften...


    Liebe Grüße,
    Martin

  • ....von Hasen und Kaninchen besiedelt. Diese richten hier große wirtschaftliche Schäden an Jungpflanzen an.
    ......


    Liebe Grüße,
    Martin


    Bei uns sind die Wildkaninchen ausgestorben(Mixomatose), Hasen nur noch seehr selten zu sehen. Ertragsgefährdende Wildschäden durch beide Arten kann ich mir kaum vorstellen, bin aber auch nicht in der Landwirtschaft tätig und nehme das mal so als Erkenntnis hin.
    Grüße ralf_2

  • Moin, moin,


    nö, also, es geht ja nicht darum, Randstreifen nie zu mähen. Es muss aber doch nicht drei oder fünf mal im Jahr sein. Und es ist nicht jede Wildpflanze ein Unkraut. Außerdem braucht auch nicht jedes Unkraut bekämpft zu werden.


    Und wirtschaftliche Schäden durch Hasen? Ich zweifle sehr. Karnickel können schon schädlich werden, wenn denen das Biotop gefällt. Die sind aber von Feldrainen an Äckern nicht so begeistert. Ansonsten mögen sie es nahrhaft und übersichtlich, also kurz gemäht...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin,


    wenn ich die Herren mal im Klagen unterbrechen dürfte:


    Es ist wichtiger, was Ihr unternehmen wollt. Was habt Ihr für Pläne, um Euer Gebiet wieder so zu gestalten, dass Hautflügler und andere Nutzinsekten wieder genug zu fressen finden?


    Bisher sehe ich wieder nur den Verweis auf andere, die schuld sind. Konkret bringt es nichts, in einem Forum zu klagen. Es wird sich nichts vor Ort ändern.


    Wo also sind die Initiativen an Schulen, Kindergärten, Kleingartenanlagen, Forst, Stadt Umgebung? Wo sind die Teilnahme am Netzwerk Blühende Landschaft, eigene Auspflanzungen mittels Samenbomben, Setzlingen und Vermehrungen?


    Davon habe ich in zwei Seiten noch nichts gelesen.

  • Positiv - kann ich diesem Bienenjahr nur abgewinnen, daß es eine Erholung für mein Kreuz war und dass ich kein Wasser verprietscheln muss, zum Reinigen der Geräte......
    Ohne eines Paradigmenwechsels in unserer Gesellschaft, wird das Imkern zu einer Sysiphosarbeit werden.
    Schönen Sonntag noch Simmerl


    Ohne diesen Paradigmenwechsel wäre alles demnächst dahin. Doch er ist unterwegs.
    Schließlich sind wir nicht allein in unserem schönen Universum.


    Nur haben das bisher nur wenige bemerkt. Symptome sind aber, daß sich nun mehr und mehr Menschen ernsthaft fragen was hier los ist.


    Die Kehrtwende kann und und wird jedoch radikal sein. Die Einen werden aufatmen, die anderen werden endlich arg ins Grübeln kommen wieso ihre scheinbar so bequeme Welt plötzlich nicht ganz so ist wie sie dachten.


    Ähnlich wie damals, als die DDR plötzlich sozusagen über Nacht offen war, wird dieses Mal die gesamte sogenannte zivilisierte Gesellschaft,
    sprich gezielt gesteuerte Marktwirtschaft zum Vorteil einiger weniger,
    - zusammenbrechen - das heißt es ist eigentlich schon passiert.


    Das einzige was noch "wie immer" funktioniert sind die Lügenmedien und das ist der Grund warum es nur wenige wissen. Wenn es dann bekannt wird - weil über Nacht plötzlich gar nichts mehr funktioniert - wird es erstmal gewaltige Härten geben. das jedoch ist nun mal immer so wenn etwas zusammenbricht.


    Sehr schnell werden aber die Menschen begreifen, daß sie nun ihr lLeben selbst in die Hand nehmen müssen und nicht mehr darauf warten können, daß es Regierungen oder sonstwer für sie tun. So seid gewappnet und gerüstet für eine kurze Zeit der Ladenschlüsse. Und denkt sp schnell wie möglich darüber nach ein in Eurer unmittelbaren Gegend funktionierendes Versorgungssystem mit Nahrungsmitteln zu organisieren. Selbst ist der Mann/Frau und die Gemeinde. Je schneller ihr das merkt umso besser für euch.
    Alles Liebe Marion

  • Verstehe ich das richtig Marion? Statt jetzt und hier selbst etwas zu unternehmen, wie es Koizchen anmahnt, einfach die ganze Chose aussitzen (dabei natürlich Tee trinken) und warten bis alles den Bach runtergegangen ist. Danach nehmen wir uns alle bei den Händen und bauen alles viel besser wieder auf.


    Oh Mann

    "Keine Rähmchen - keine Mittelwände - wenig Arbeit." (Émile Warré)

  • Warten auf 2012 und puff kommt das goldene Zeitalter? Naja....


    Ich denke zwar auch, daß wir große Veränderungen erleben werden - ob das aber schon reicht für ein Umdenken?
    Wir dürfen eines nicht vergessen: PSM hin oder her - ohne sie könnten wir die 7 Milliarden Menschen nicht ernähren. Für eine umweltverträgliche Lebensweise müsste man zuerst diese Zahl drastisch reduzieren. Eine Welt ohne Chemie könnte gerade mal 500 Millionen Menschen ernähren...


    Nur um mal klar zu machen, welche Veränderungen nötig wären, um das System "umweltverträglich" zu gestalten. Unser System ist so weit aus den Geleisen gerutscht, daß es einen gewaltigen (gewaltigen!) Ruck braucht, um wieder in die richtige Spur zu kommen. Und da denke ich, wird's vor dem "goldenen Zeitalter" erst einmal ziemlich duster werden.


    Der Mensch lernt leider nur, wenn's richtig weh tut...


    Dazu passend ein Beitrag zu einer Aussage von Friedrich Weizäcker:


    http://www.mmnews.de/index.php…0427-der-bedrohte-frieden

  • Das stimmt so nicht, wir haben genug Nahrungsmittel um alle zu ernähren. Der Fleischkonsum bzw. die "Fleischproduktion" (was für ein Unwort) ist hauptsächlich dafür veranwtortlich dass die Rechnung nicht aufgeht.


    http://www.peta.de/web/welthunger.487.html:
    "Zur Produktion einer tierischen Kalorie werden je nach Tierart fünf bis dreißig pflanzliche Kalorien verfüttert. Wertvolle pflanzliche Kalorien werden so verschwendet. Land, Wasser und andere Ressourcen, die für den Anbau von Nahrungsmitteln für den Menschen eingesetzt werden könnten, werden stattdessen für den Anbau von Futtermitteln für sog. Nutztiere vergeudet."


    -> 16kg Getreide und mehr als 20000 Liter Wasser um 1 kg Fleisch zu produzieren.


    http://www.peta.de/web/tierwirtschaft.488.html:
    "Je mehr Fleisch wir essen, desto weniger Menschen können wir ernähren. Wachsende Fleischerträge können nur erzielt werden, indem immer mehr Getreide an immer mehr Tiere verfüttert wird. Der Konkurrenzkampf um Getreide zwischen der zunehmenden Anzahl an Fleischessern und den Armen dieser Welt verschärft sich weiter. Wenn jeder auf der Erde 25 Prozent seiner Kalorien aus tierischen Produkten bezieht, können nur 3,2 Milliarden Menschen ernährt werden. Senkt man diese Zahl auf 15 Prozent, können 4,2 Milliarden ernährt werden. Würden alle vegan leben, gäbe es genug Nahrung für 12 Milliarden Menschen."


    Dazu kommt noch die Energieprodukltion in Form von "Bio"gas.
    Und das viele von den Kühen ausgerülpste Methan fördert zudem den Treibhauseffekt.

    internetdefenseleague.org - protecting free internet since 2012

  • Servus liebe Leut,


    Samenbombenwerfen, ins Maisfeld werd ich sicherlich nicht machen, wird ja eh nur wieder weggespritzt.


    Es ist ja nicht ein Phänomen der Jetztzeit, die Intensivierung der Ldw. ist eine Entwicklung der letzten Jahrzehnte, die mit dem Wahnsinn der mit Ertragspflanzen
    bestückten Biogasanlagen gipfelt.


    Natürlich kann man was tun: Vorträge halten z. B. vor Gartenbauvereinen oder in der Landwirtschaftsschule. Veranstaltungen organisieren. Mit Landtagsabgeordneten oder MdB´s reden. (Sogar bei den Piraten gibts ein Ökoohr!) Die Bevölkerung sensibilisieren, im Freundes und Bekanntenkreis.


    Heut zum Beispiel trifft sich unser regionales Agrarbündnis BGL-TS wieder, wir haben einen flyer kreiert mit einer klaren Forderung, die Nervengifte zu verbieten.
    Der Präsi vom Österr. Imkerbund ist angeblich zurückgetreten, ich vermute mal, wg. mangeldem Engagement in obiger Sache.


    Das sind unübersehbare Zeichen, die sich andeuten. Die Politiker suchen zwanghaft Kontakt, naja soweit sind die Wahlen auch nicht mehr weg.
    Hauptsächlich gehts dabei ums greening in der GAP.
    Was dabei letztendlich rauskommt, kann ich auch nicht sagen, aber an guten Vorschlägen, sollt es nicht gemangelt haben.


    Natürlich muss man auch mit den Landwirten reden. Darunter gibts auch sehr Einsichtige!
    Aber leider, mehr noch Vollgasökonomen, denen Artenschutz, ein Fremdwort ist.


    Wir sollten endlich lernen, zusammenzustehen, sonst wird da nichts draus, aus einer "wirklich, nachhaltigen Ldw."


    Gruß Simmerl

  • Moin,Moin aus Hamburg,


    tut euch zusammen, wenn es alleine nicht geht. Kauft Grünland / Weideflächen und Wildacker. Viele kleine Flächen werden den Landhunger nach großen zusammenhängenden Flächen der Maisbarone stoppen. Verpachten könnt Ihr es auch an kleine Bewirtschafter (Schafe / Ziegen / Milchvieh etc. die jetzt schon Angst davor haben, das ihre alten Pachtverträge auslaufen. Informiert Euch über die Bedingungen in Eurer Region.


    Beste Grüße aus dem Norden
    Gandalf

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Simon,


    Samenbomben in ein Maisfeld werfen, war nicht gemeint. Das Forum ist der falsche Ort für Deine anstehenden Hausaufgaben. Ich sehe auch nicht unbdingt nur Biogas-Bauern als Gegenspieler, sondern Bauland.


    Ihr kennt die politischen Parteien vor Ort. Sie haben alle einen Netzauftritt. Es gibt Samereien, Landflächen, Naturschutzverbände. Kleinste Nischen, mit der Gemeinde abgesprochen und mit einem Schild kenntlich gemacht, können Blumenwiesen sein. Durch die Markierung bekommen sie einen Wert und Samenbomben sind nicht teuer zu fertigen.


    Ebenso kann man regelmäßig spazieren gehen und schauen, was blüht und reichlich beflogen wird. Davon lassen sich fast immer Stecklinge machen und weiterpflegen.


    Im Grunde sind die ganzen Sachen bekannt und man weiß, wie man etwas finden kann, um aktiv zu werden. Ich würde klein anfangen und so viele Menschen, wie möglich, einbinden. Keine Naturschutzgemeinde, keine Eltern und keine Schule sagt nein, wenn man mit Bienen etwas aktiv gestaltet. Hypersensible Mitmenschen scheiden naturgemäß aus.

  • .... Kauft Grünland / Weideflächen und Wildacker. ...


    Hast du schonmal ernsthaft versucht landwirtschaftliche Flächen zu kaufen ? Hast du schonmal irgendwo nen Angebot gesehen? Das ist vielleicht ne gute Idee, aber seeehr, seeehr schwer umsetzbar. Wenn irgendwo ein Bauer aufgibt und seine Eigenflächen frei werden, wissen es als erstes die anderen Bauern und regeln das entsprechend intern, bei Pachtflächen werden die meist ebenfalls wieder an andere Bauern verpachtet, bei Treuhandland in Ostdtl. haben die aktuellen landw. Pächter Vorkaufsrecht.
    Nebenbei haben Nicht-BGA-Bauern so schon mit überhöhten Pachtpreisen und vermindertem Flächenangebot durch die wahnsinnige Preise zahlenden BGAs zu kämpfen, je mehr von denen kaputt gehen (weil z.B. Imkerinitiativen oder Landspekulanten in den Flächenwettbewerb einsteigen), desto mehr Flächen fallen an die BGA-Bauern und desto mehr Mais für BGAs wird angebaut. Wird also vermutlich auch nicht klappen.


    Andererseits habe ich letztens an der A70 (Bayreuth-Schweinfurt) ziemlich viele neue Solaranlagen auf Ackerflächen gesehen. Abgesehen davon, das da auch wieder Anbaufläche für landw. Produkte fehlt, könnte man nicht mit den Betreibern in Kontakt treten und die Zwischenräume zwischen den Modulen mit Bienenpflanzen einsäen und entsprechend nutzen? Meist sind die Flächen sogar noch umzäunt, vielleicht könnte man gleich noch nen Bienenstand dort reinsetzen. Oder spricht die Autobahnnähe wiederum dagegen (aber es gibt sicherlich auch weiter weg von der Autobahn solche Anlagen)?


    nachdenkliche Grüße, Robert

  • .......ja. Schau mal im Internet unter Bvvg nach. Eigentlich steht auch immer mal etwas in der Zeitung. Man muß immer Augen und Ohren offen halten und jedem etwas erzählen. Irgendwann schließt sich der Kreis.
    Beste Grüße aus dem Norden
    Gandalf

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Gandalf
    Ich habe selber schon BVVG-Wald gekauft, bin aber genau bei der Treuhand (=BVVG) auch schon bei einem anderen Stück nicht zum Zuge gekommen, weil der aktuelle Pächter des ca. 25% Landwirtschaftsteiles im Verkaufslos eben Vorkaufsrecht hatte. Bin auch weiter auf der Waldsuche bei der BVVG, es wird auch schon wieder mal klappen, aber bei landw. Flächen bin ich skeptisch (eben weil die fast alle momentan verpachtet sind), außerdem hat die BVVG nur im Osten Flächen. Gut, wenn deine Idee funkioniert, könnte man endlich mal wirklich über blühende Landschaften im Osten sprechen, auch nicht verkehrt :wink:.
    Schau dich mal in Landwirtschaftsforen wie Landtreff.de um, was die Bauern dort jammern, das BGAs und Externe die Preise hochtreiben und die Flächen wegkaufen bzw. was da die Bauern selbst sagen, wie man an Verkaufsinfos rankommt, sehr schwer bis aussichtslos.
    Wie gesagt, als Idee sicherlich nicht schlecht, aber schwer umsetzbar.


    Hat jemand ne Meinung zu der Solarflächenidee ? Totales Hirngespinst, weil ? Oder machbar, weil ?


    Grüße, Robert