Handschuhe

  • Hi!
    Ohne jetzt hier die Diskusiion Schutzkleidung oder nicht anstoßen zu wollen, hier mal eine Frage zum Thema Handschuhe.
    Ich habe mir zum Start meiner Imkerei die klassische Rindnappa Handschuhe von Holtermann besorgt. Jetzt sagte mir heute ein Kollege aus dem Imkerverein, er nimmt Melkhandschuhe aus Nitril, die sind zwar etwas stabiler als der klassische Einweghandschuh aber immernoch ziemlich dünn. Hat da auch schonmal jemand Erfahrung mitgemacht? Wird da nicht durchgestochen? Und gibt es noch andere Vorschläge, die die Feinmotorik der Hände nicht so zack ausschalten wie die Nappa-Teile?
    Hanne

    "Wenn wir vergessen, wie man die Erde umgräbt und den Boden bestellt, vergessen wir uns selbst." MAHATMA GANDHI

  • Hallo Hanne,


    im ersten Jahr hatte ich die hellblauen Gummihandschuhe mit Stulpe von Holtermann, und nun finde ich die Haushaltshandschuhe mit Innenfutter aus dem Drogeriemarkt viel viel besser. Ich habe darin eine schöne Feinmotorik und gutes Fingerspitzengefühl. Das Resultat: Keine Stiche mehr in die Finger oder Angriffe auf die Hände. Und auch viel weniger zerdrückte Bienen an den Hoffmann´schen Seitenteilen.


    Gruss von Benjabien

  • Hallo,
    ich verwende seit einigen Jahren immer die Einmalhandschuhe aus Latex (vom ALDI), weniger wegen den Stichen, sondern wegen der Propoliskleberei.
    Ich habe aber den Eindruck, dass es ruhiger zugeht bei der Arbeit an den Bienen, wenn ich diese Handschuhe anhabe.
    Vor kurzem gab es Einmalhandschuhe aus Nitril im Angebot. Mit diesen war ich nicht zufrieden, da sie nicht die Reisfestigkeit hatten wie die Handschuhe aus Latex, die kaum dicker sind wie die Nitrilausführung.
    Ingesamt ist das Arbeiten mit diesen dünnen Handschuhen angenehm und sicher.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hi, die Melkhandschuhe sind länger als die normalen Einmalhandschuhe, man kann die also gut über die Ärmel ziehen.


    Eisvogel : Bist du denn schonmal durch die Hansschuhe gestochen worden?

    "Wenn wir vergessen, wie man die Erde umgräbt und den Boden bestellt, vergessen wir uns selbst." MAHATMA GANDHI

  • Ich bin nach einem Jahr mit Lederhandschuhen, mit denen ich Anfangs ziemlich oft Bienen gequetscht hatte, nun endlich auf normale Haushaltshandschuhe umgestiegen.
    Habe viel mehr Gefühl in den Fingern, klemme keine Mädels ein und die Stiche (2 hab ich dennoch mal in die Finger bekommen) kommen nicht durch.
    Wenn ich mit der Zeit mutiger und erfahrener werde, möchte ich auch gerne zu den Einmalhandschuhen wechseln. Aber dafür brauch ich noch ein bissel mehr Erfahrungszeit :cool:


  • Eisvogel : Bist du denn schonmal durch die Hansschuhe gestochen worden?


    Ja, aber ich bin auch schon durch Lederhandschuhe gestochen worden.
    Für mich ist der Einmalhandschuhe vom Gefühl und her genauso wie wenn ich ohne diese arbeite, was ich durchaus auch tue.
    Aber mit dem Einmalhandschuh habe ich den Eindruck die Bienen, vor allem nach dem x-ten Volk, sind weniger aufgeregt. Ich vermute die Handschuhe nehmen weniger die einzelnen Stockgerüche an, als die "unbewaffnete" Hand.
    Gruß Eisvogel
    hanne23 Man braucht manchmal ein dickes Fell im Forum, es wächst mit der Zeit.

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

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  • Hallo Hanne,
     
    durch Einmalhandschuhe stechen sie schon mal durch. Ist aber nicht schlimm, erstens kommen sie nicht tief in die Haut und zweitens ist der stachel gleich raus, einfach nur den Handschuh abheben.


    Im Normalfall stechen sie abder nicht in Latex, mögen sie nicht.

    Gruß Thomas -- Wer Tipfehler findet, darf sie gerne behalten. :-)

  • Hallo Leuts, ich bin zwar erst im zweiten Imkerjahr habe aber vom ersten Tag an ohne Handschuhe an den Bienen gearbeitet, bisher ohne Stich und wenn sicher auch etwas Glück dazu gehört und auch brave Bienenmädels hat man so einfach mehr Gefühl bei der Arbeit und quetscht dabei nix. :wink:

  • Hallo Ihr Lieben,


    bitte probiert es einfach mal ohne Handschuhe! (Mal von der Propolissache abgesehen ...)


    Ich habe im 1. Jahr auch Handschuhe benutzt - das war echt einfach nur nervig! Das an- und ausziehen, schwitzen, kein Fingerspitzgefühl haben usw.


    Wenn man einigermaßen vorsichtig hantiert stechen die Bienen nicht in die Finger, außer man quetscht sie ein. Wenn ich Waben ziehe greife ich direkt zwischen die Bienen und sie weichen freiwillig zurück.


    Und glaubt mir - ich habe nicht die friedlichsten Bienen und in Hinterbehandlungskisten steckt man regelmäßig mit dem ganzen Arm drin ...


    Gruß Jörg

  • ´nabend Jörg,


    vorhin musste ich mal eine Durchsicht machen, weil irgendwann kann man nicht mehr auf ideales Wetter warten. Regen im Anmarsch - nach diesen vielen Tagen mit Regen im Anmarsch ...


    Sonst arbeite ich ohne - heute zog ich wohlweislich die Schweißerhandschuhe an.
    Ich musste ein vereinigtes Dadantvolk durchsehen - ein Turm voll mit Bienen die gelangweilt in der Bude Hocken. Und dann reißt einer die Bude auseinander ... Die Angriffe waren wie Stuka-Geschwader.


    Man - war ich froh über meine Handschuhe. Das doofe ist bei denen nur, dass man nicht mehr sicher greifen kann.
    So ist die Frage nach stabilen aber sensiblen Handschuhen doch gerechtfertigt.


    Und grad am Anfang der Imkerei sollte man sich nicht noch mit dem vermeintlichen Lehrsatz: "Ein guter Imker braucht keinen Schutz." das Leben schwer machen. Das darf gern später kommen, wenn auch der Körper sich an Stiche gewöhnt hat und nicht mehr tagelang juckende Schwellungen vom Mut des Imkers zeugen.


    By the way- mittlerweile mag ich die Stiche sogar - das prickelt dann immer irgendwie - das ist so ein richtiger Kick ...:roll:


    MfG André

  • Die Nappalederhandschuhe vom Holtermann habe ich postwendend zurück geschickt: Sie stinken sehr, was die Bienen nicht mögen und sind eng und fest - Arbeiten damit ist unschön.
    Die Blauen Gummihandschuhe von Holtermann halten Stiche ab, aber auch hier hat man steife Finger.
    Die Haushaltshandschuhe mit Innenstoff sind in sofern praktisch, da sie schwitzige Hände vermeiden. Hinzukommend reibe ich auf die Handschuhe 2 Tropfen Nelkenöl.
    Das Ganze mache ich nur bei kompletter Durchsicht der Völker. Bei Stichproben, oder kleinen Arbeiten lohnt es sich, ohne Handschuhe zu arbeiten.


    So meine Erfahrungen


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.