Gewicht Wintereinfütterung

  • Hallo zusammen, kann mir vielleicht jemand ein ungefähres Gewicht nennen was eine Segeberger Kunststoffbeute DN einzargig nach der Auffütterung haben sollte?


    Viele Dank schon einmal!!!

  • Hallo,


    hatte neulich auch mal danach gesucht und mir folgendes raus kopiert:
    Zitat:
    habe jetzt mal eine bebrütete leere Wabe gewogen, sie wiegt 450g mal 11 sind 4550g rund 5 kg.
    Die Segeberger 1,5 Zarge wiegt etwa 3,3 kg.
    Deckel etwa 1,1kg und Boden 1,1kg.
    Die leere Beute mit ausgebauten Rähmchen also gesamt etwa 10,5kg.


    Jetzt würde ich auf alle Fälle 1,5kg Pollen schätzen.
    Das Bienengewicht schätze ich auf 2kg.


    Das wäre dann ein Gesamtgewicht von14kg und bei 30kg Einfütterungsgewicht eine Winterfuttermenge von 16kg


    Ergebnis: 16 kg Winterfutter für 1,5 DNM in der Segeberger sollte genügen. Für Backfast plus 2kg.


    Zweizargig:


    5kg leere Waben x2 = 10
    2 Zargen a 3,3 kg = 6,6
    Deckel und Boden 1,1 = 2,2
    Pollen 1,5
    Bienen 2


    -------------------


    22,3 KG


    Hier ist zu beachten, ob es sich um Holz- Böden/Deckel handelt oder Kunststoff. Und dann gehts noch weiter mit der Art des Wiegens ;-)
    Ich nutze eine Federwaage und wiege immer nur an einer Stelle - somit habe ich zwar nicht das Gesamtgewicht, aber sehe trotzdem, ob das Volk zu, oder ab nimmt.


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Ich möchte in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hinweisen, dass die Völker beim einfüttern im Spätsommer gewöhnlich noch einmal ordentlich in Brut gehen, was ja auch gewollt ist und dabei gewaltige Futtermengen verbrauchen. Das ist besonders dort zu beachten, wo jetzt keine Tracht mehr zu erwarten ist.
    Die hier genannten Einfütterungsmengen für die jeweiligen Beuten müssen Anfang Oktober in den Völkern vorhanden sein. Bis dahin ist unter Umständen insgesamt mit viel höheren Futtermengen zu rechnen als hier genannt.
    Gruß Peter

  • Hallo Peter!
    das ist ein sehr Wichtiger Punkt, der uns im verein auch immer wieder gepredigt wird! das Gewicht ist NICHT nach dem Einfüttern ausschlaggebend, sondern Anfang Oktober!
    Danke für die Erinnerung!


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • das Gewicht ist NICHT nach dem Einfüttern ausschlaggebend, sondern Anfang Oktober!
    Danke für die Erinnerung!


    Hallo Anni
    Nur habe ich das Problem HEUTE bereits zu füttern. Im Oktober nachfüttern ? Kaum wegen der Winterbienenbelastung.
    Bis wann kann ich bei Bedarf nachfüttern? oder wieviel muss/darf ich "voraus"füttern?

  • Hallo Miteinander,
    ich halte mich an eine alte Faustregel:
    Pro Wabe (Normalmaß) ein Kilo Futter zufüttern.
    Ohne Rücksicht auf vorhandene Vorräte.
    Segeberger demnach 22 Kilo,
    1,5er Normalmaß 18 Kilo.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    das ist eine Faustregel die sogar ich mir merken kann. :-)
    Du schreibst "ohne Rücksicht auf vorhandene Vorräte". Könnte da der Brutraum nicht verhonigen? Oder fütterst Du erst so spät, daß schon alle Winterbienen da sind?


    Grüße,


    Alex

  • ich füttere immer so ein das,das Volk auf 25kg Winterfutter sitzt und füttere wenn es sein muss bis ca.Mitte September in kleinen Mengen nach je nach Futterabnahme und Gewicht...
    hat man eine Spättracht (Springkraut) sollte man aufpassen das das Brutnest nicht verhonigt.


    Gruss Teufel

  • Hallo Anni
    Nur habe ich das Problem HEUTE bereits zu füttern.


    Das Problem haben einige. Je nach Trachtlage füttere ich in einem Zeitraum von Juli bis Oktober, meist in kleineren Portionen. Die weiter entfernten Stände müssen meist mit wenigeren Gaben, dafür größeren Einzelmengen zurechtkommen. Letztes Jahr musste ich im September volle Waben entnehmen, da unerwartet einige hundert ha Buchweizen in der Nachbarschaft blühten.



    Im Oktober nachfüttern ? Kaum wegen der Winterbienenbelastung.


    Im Oktober wird je nach Bedarf nur noch ein Rest aufgefüttert, dass schaffen die schon. Und bei invertierten Fertigsirup hilfst du ja schon mit.



    Bis wann kann ich bei Bedarf nachfüttern? oder wieviel muss/darf ich "voraus"füttern?


    Solang sie das Futter abnehmen und das ist abhängig von der Temperatur. Wenn die Tagestemp. mehrere Tage unter 10°C fallen wirds schwierig.
    Solltest du in einer kälteren Klimazone deine Bienen stehen haben, dann ist Oktober für dich unter Umständen zu spät.
    Ermittle dein Beutenleergewicht und rechne (nicht füttere) ca. 20kg, in Abhängigkeit vom Beutensystem (Platzangebot), dazu. Insgesamt füttern musst du vllt. wesentlich mehr, je nach Trachtlage, vorhandenen Vorrat und dem was sie im Spätsommer verbrüten. Mit wiegen schaffst du Klarheit.
    Und hier noch einmal vom Eisvogel der Link:
    http://www.imkerforum.de/showthread....ht+Seegeberger
    Gruß Peter

  • Hallo Alex,
    ich ernte und füttere recht spät, Ende Juli. (Ganzjahresernte, nur bei starker Frühtracht {Raps] wird vorher geerntet)
    Wenn ein Volk dann viel Eigenvorrat hat, kommt ihm dieser Vorteil im Frühjahr zu gute.
    Haushälterische Völker kommen in die Nachzucht.
    Keine Angst, Du überfütterst die Völker nicht.
    Dabei brauchst Du viel mehr Futter, als die 20 Kilo.
    Nimm mal ein Volk als "Futtermacher", da brauchst Du bestimmt das Doppelte.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Danke Lothar für die Erklärung!


    Jetzt müsste ich nur noch wissen, was ein Futtermacher ist? Ein Volk, das Futterwaben produzieren soll und so gezielt überfüttert wird? Dann Futterwaben entnehmen und Mittelwände geben... - Ist es das?


    Und letzte Frage: bei 20 Kilo, rechnest Du da 20 Kilo Sirup/Zuckerwasser oder 20 Kilo Trockenzucker? Ich vermute mal 20 Kilo als Sirup?


    Na, dann muß ich jetzt doch mal mitschreiben, wieviel ich jeweils füttere....


    Danke vielmals,


    Alex

  • Hallo Alex,
    20 Kilo Zucker, entspricht einem Kanister Fertigsirup zu 28 Liter.
    Futtermacher hast Du fast richtig erkannt.
    Nur das ich ihn "totfütter".
    Wenn ich mal so einen Kanditaten habe, dann ein Volk was mir irgendwie nicht gefällt, meist ein Stecher.
    Er bekommt so viel Futter, bis nur noch Futterzellen vorhanden sind.
    Die restlichen Bienen werden abgefegt und die Waben für Jungvölker verwendet.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.