Frage zu Ablauf bei Behandlung , einengen, abschleudern

  • Hallo,
    Bitte mal von euch eine kurze Zusammenfassungen zur Vorgehensweise nach dem Abschleudern.
    Ich habe jetzt so viele Meinungen gehört .... z.b. mein Pate hat mir letztens gesagt....: Liebig Dispenser wird mit
    Leerzarge auf zwei Bruträumen benutzt...... und auch: unterster BR wird gegen Ende August entfernt da er dann
    warscheinlich Brufrei sein sollte...... er sagte auch : Der Dispenser kommt direkt nach dem Abschleudern( Bei mir wird morgen
    geschleudert) für eine Woche ins Volk. Dann etwas Futter geben. Und dann nach einer guten Woche wieder den Dispenser
    für 7 Tage ins Volk. Und dann wieder dritten Raum drauf auf Wintergewicht auffüttern und warten bis Ende August um untersten BR
    zu entfernen.
    Ich bin mir nicht sicher ob ich mir alles richtig gemerkt habe und mein Pate ist für mich die nächsten 3 Wochen nicht zu
    erreichen.


    Darum hier mein Plan:


    Morgen Honigräume runter und Schleudern (sind voll und reif).--
    Die HR nach dem Schleudern Honigfeucht irgendwo Bienensicher unterbringen.--
    Leerzarge auf die 2 gebliebenen BR. --
    Liebig Dispenser in die Leerzarge .-- Nach einer Woche Dispenser runter . --
    5 Liter 3:2 füttern.-- ein paar Tage warten und wieder den Dispenser für 7 Tage in das
    Volk .--- Dispenser rausnehmen.--- Den gelagerten HR wieder auf das volk.---
    Vierte Zarge als Leerzarge aufsetzen und nochmal ca 10-15 liter 3:2 Zuckerlösung füttern.---
    Wenn Futter eingelagert ist , Leerzarge runter.---
    Volk steht auf 3 Zargen ohne AG bis ca Ende August.---
    Ende August unterste Zarge kommt raus.---
    Volk sitzt auf zwei Zargen, gewicht wird kontrolliert und evtl nachgefüttert.




    Alles richtig so??? Oder zumindest ohne Probleme machbar ?


    Gearbeitet wird im Zander Maß, Beute nach Liebig.


    Vielen Vielen Dank . Philip

  • Hallo Philip,
    du kannst auch wahlweise noch eine 5. Zarge ins Spiel bringen und die Waben aus dem 2.BR. dort der Farbe nach einsortieren und dann das Ganze im Herbst noch mal wiederholen.
    Im Ernst lies mal durch, was Du oben geschrieben hast, lass das weg, was Dir selbst überflüssig vorkommt und dann mach einfach.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Vom Prinzip hört sich das für mich richtig an, nur die Zargen sind bei mir weniger. Ich lege ( so neulich im Imkerverein durch einen Vortrag aus Kirchhain gelernt) eine Woche vor dem Schleudern ein Absperrgitter zwischen untere und mittlere Zarge, Königin in mittlerer Zarge, so schließe ich Bestiftung der unteren aus und kann diese später Brutfrei entnehmen. Die Einfütterung erfolgt dann nach dem Schleudern MIT der Honigzarge ( natürlich leer geschleudert und ohne ASG), so dass die Bienen dort gleich einlagern können.


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Anni,
    die Bienen brauchen den Kontakt zur Königin.
    Derart von ihr getrennt löst Du nur erneut Schwarmstimmung aus.
    Warum nicht die einfache Variante: dritten Brutraum und warten, bis untere von selbst leer wird?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    der Kontakt ist doch gegeben, sie können doch durch das ASG?
    Höre mir aber gerne Gegenargumente an, ich gebe derzeit nur wieder, was der Herr Lehrbeauftragte uns predigte ;-)


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Anni , spätestens im Frühjahr zum Reinigungsflug ( Februar ) ist die untere Zarge leer .


    Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Anni,
    meinte speziell die Flugbienen.
    Hallo Miteinander,
    so wie Josef schrieb: eben!
    Und gelöst sind damit die Probleme Lagerung der Waben und Mottensicherung.
    Besser als im Bienenvolk können wir sie nicht lagern und sichern.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo, danke für die Ausführungen. Gelagert werden sollen die ja nicht, sondern ausgemistet werden.
    Hierzu also noch eine Frage von mir:
    Es sollte ja auf oben beschriebene Art und Weise die untere Zarge komplett entfernt, und der Honigraum als nun zweiter Brutraum für den Winter genutzt werden. Wenn Ihr die untere Zarge mit den "alten" Waben drinn lasst, lasst Ihr also den Honigraum weg? Oder überwintert Ihr auf 3 Zargen?
    Ich überwintere normaler Weise 2 Zargig und mein Anliegen wäre eben, die Bienen auf sauberen Waben überwintern zu lassen. So die Studie aus Kirchhain, wäre es am Besten.


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Anni . Bienen überwintern am besten auf schon mal bebrüteten Waben . Deshalb Honigräume abschleudern
    auslecken lassen und wegstellen bis zum Frühjahr , sind dann beste Erweiterungswaben oder können für alles mögliche Verwendung finden .
    Im zeitigen Frühjahr (bei Reinigungsflug oder Weidenblüte) Bienen gehen dann in obere Zarge , untere Zarge entfernen und bisherige obere Zarge auf Boden stellen . Dann sofort Zarge mit je eine ausgebaute Deckwabe links/rechts und mittig mit 3-4 ausgebaute Waben und den Rest mit Mittelwänden und Drohnenrahmen gefüllt als oberen Brutraum aufsetzen .
    Zur Kirschblüte darauf dann den Honigraum vorbereitet wie Brutraum aber ohne Drohnenrahmen aufsetzen .
    Du kannst aber auch wie geschrieben auf 3 Zargen überwintern .Ich bevorzuge 2 .
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Danke Josef für die Antwort.
    Frage mich, wie Kirchhain dazu kommt, zu sagen, die Bienen überwintern am Besten auf neuen ausgebauten unbebrüteten Waben.... Menno..
    Man wird durcheinander, denn man will alles richtig machen will.
    Aber hier sehe ich einen Unterschied:
    Mache ich es, wie Kirchhain beschreibt, ist der aktuelle brutraum in der unteren zarge.
    Mache ich es wie bisher und wie Du es beschreibst, überwintern die Bienen eher in der oberen zarge ( was mir auch einleuchten würde)
    Sehe ich das richtig?


    Nachtrag: hab das uns vergebene Arbeitsblatt gefunden:
    http://www.llh-infonet.de/auss…0Spaetsommer%20100924.pdf

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Anni . Durch das einfüttern werden die Bienen auch wieder in den unteren Brutraum gedrückt und mit Abnahme des Futters im Winter gehen sie dann auch wieder nach oben . Stell dir einfach mal vor , dein Honig ( Futter ) ist im oberen Brutraum . Wie würde das Volk dann aussehen ?
    Bienen sitzen auf unbebrüteten Waben einfach zu kalt und überwintern schlecht ,ganz alte Imkerweisheit.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.