Viererboden und noch offen was auf mich zukommt.

  • Hallo zusammen,


    ich versuche mich erstmals an dem Nachziehen von Königinnen und habe mir hierfür einen Viererboden gebastelt.


    Am vergangenen Samstag wurden von mir vier noch unverdeckelte Weiselzellen in Käfige (offen gelassen) gesetzt und einem Volk beigehängt.


    Am kommenden Samstag will ich wieder durchsehen und auf die Beute den Viererboden setzen und in die darauf gestellte Zarge in vier Abtrennungen die Weiselzellen mit Bienen- und Honigwaben setzen... .


    Meine Frage ist, sofern es überhaupt klappt, was wird mit den "Betreuungsbienen" der neuen Königinnen (... wenn die Königinnen geschlüpft und begattet sind)?


    Können alle wieder zu dem darunter liegenden Ursprungsvolk?


    Eine der neuen Königinnen soll die alte Königin darin ablösen. Die Anderen sollen ebenfalls älter Königinnen ersetzen.


    Viele Dank für Eueren Rat!

  • Hallo,


    so ganz verstehe ich Deine Frage nicht. Willst Du die Kö nur zum begatten im Viererboden lassen, diese aber dann auflösen wenn sie begattet sind?


    Wenn das so ist, dann nimmst Du die alte Kö, welche Du ersetzen möchtest raus, drückst sie ab und wartest eine Stunde.
    Dann legst Du eine Zeitung über die gesamte Breite der Beute auf die Oberträger, so das alles abgedeckt ist und machst kleine Löcher rein. Zeitung etwas nass machen.
    Jetzt häng die Waben von je einem Begattundsvölkchen einfach in eine Leerzarge und stell diese auf das umzuweiselnde Volk drauf, Deckel drauf, fertig.


    Nach ein paar Tagen haben die Bienen durch die Zeitung zueinander gefunden und die Kö wird runter gehen. Nach etwa einer Woche hängst Du einfach die Rähmchen von oben unten dazu und gut is.

  • Mach es so, wie vom Liebig notiert! Die begatteten Königinnen fängst Du raus und ziehst kurze Zeit später das Scheid zum Nachbarn. Das machst Du auch, wenn die Begattung schief ging und eine Abteilung weisellos geworden ist. Mit der letzten Königin verfährst Du wie über diesem Beitrag beschrieben und behälst so alle Bienen am Ort ohne die Gefahr, daß sie durch Verflug am Stande Räuberei auslösen.


    Aber ganz ehrlich: ich würde schon die Zielvölker mit reifen Zellen umweiseln, das Risiko eingehen , daß sie nicht weiselrichtig werden, auf 10 Tage Brut verzichten, die Brutlücke für ne Behandlung nutzen und nicht außerhalb der Völkervermehrungs-Sammelbrutableger-Saison mittn Viererboden rum machen. Dass was fürs Frühjahr, weil da aus einem Vierer gleich mal 4 Ableger werden oder wenigstens zwei.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Günther, hallo Henry,


    vielen Dank für Eure Beiträge.


    Ja, da ich die Königinnen in zwei Völkern ersetzen möchte, fand ich die Idee mit dem Viererboden nicht schlecht.


    Ich benötige allerdings tatsächlich nur die Königinnen. Die Pflegebienen hätte ich danach gerne wieder im ursprünglichen Volk.


    Vielleicht ist das zu aufwändig gedacht.


    Der Hinweis von Henry ist auch gut. Aber ist die Gefahr nicht groß, dass die Königin bis zur Begattung Schaden nimmt und ich dann ohne Königin da stehe?


    Wenn ich es so machen würde, wie Henry es beschreibt, würde ich in jedes Volk, bei dem die Königin ausgetauscht werden soll, die verschlossene und gekäfigte Weiselzelle einsetzen und dann? Wann töte ich die alte Königin? ...


    Viele Grüße
    Bodo

  • Wenn ich es so machen würde, wie Henry es beschreibt, würde ich in jedes Volk, bei dem die Königin ausgetauscht werden soll, die verschlossene und gekäfigte Weiselzelle einsetzen und dann? Wann töte ich die alte Königin? ...

    Moin,


    Du nutzt eine ungekäfigte Weiselzelle (am Besten kurz vor deren Schlupf). Solang wie sich die im Pflegevolk noch entwickelt bleibt im Zielvolk alles beim Alten. Am Umsetztag ermordest Du die alte Königin und gibst die Zelle zwischen zwei Waben voll in die Mitte rein.


    Beim Volk läuft dann Umweiselung im Schnelldurchgang. Erst sind die alle traurig, daß die Könign nun fehlt und dann fangen die verzweifelt an, auf der Brut nachzuschaffen, merken aber bald schon, daß sie wohl verschlafen haben, daß da ja schon eine Umweiselungszelle gedeckelt ist und Ups! die knistert ja schon. Die will ja schon schlüpfen. Na Gott-sei-Dank hammer wieder ne Königin. Das ging aber schnell. :roll: Da brauchen wir die angeblasenen Zellen ja auch nicht mehr. Also weg damit. (Und wenn sie doch welche stehen lassen, kümmerst Du Dich in 10 Tagen oder die Königin schon zwischenzeitlich drum.)


    Das ist leider wenig Geigel, bringt aber gute Königinnen in die Völker, funzt und spart Platz in Begattungseinheiten. Außerdem erspart es Dir länger weisellose Völker zu Räubereizeiten. Nebeneffekt ist die Brutlücke, die man nutzen kann. Mann muß nur sehr genau mitrechnen dabei. (Drohnenbrut ist nicht nur 12 Tage gedeckelt - Denk an den Drohn!)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin,


    meine 4 Weiselzellen vom vergangenen Samstag (da waren sie noch offen) befinden sich noch in dem Volk, in dem auch die Königin ausgewechselt werden soll. Die sollten jetzt verdeckelt sein.


    Am kommenden Samstag könnte ich die anderen Käfige auf andere Beuten verteilen und jeweils die Königinnen töten.


    Das mit dem 3+5+8 ist mir noch nicht ganz präsent.


    Vorletztes beseitigen der Weiselzellen war am 1.7.. Am 8.7. habe ich die noch nicht verdeckelten Weiselzellen in Käfige gesetzt und diese offen gelassen. Da sollte doch jetzt verdeckelt sein oder?


    Wie meinst Du das mit dem Drohn?


    Grüße
    Bodo

  • Vorletztes beseitigen der Weiselzellen war am 1.7.. Am 8.7. habe ich die noch nicht verdeckelten Weiselzellen in Käfige gesetzt und diese offen gelassen.

    Das sind doch nicht etwa Naturschwarmzellen in einem Volk mit Schwarmvorbereitungen?:eek:

    Da sollte doch jetzt verdeckelt sein oder?

    Und der Schwarm zieht mit einer verdeckelten Zelle aus ...:Biene:

    Wie meinst Du das mit dem Drohn?

    Brutdauer =23 Tage, 23 Stunden, 23 Minuten und 23 Sekunden. dann erst Schlupf samt Milben.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
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  • Machmers kindgerecht:


    Wie und warum sind die Weislezellen entstanden?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
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  • Ganz so jung bin ich (leider) nichtmehr... aber halt Neueinsteiger...


    Und da man nicht als Imker auf die Welt kommt, muss man lernen. Das geht nur in dem man Fragen stellt.


    ... und hofft auf Antworten, die einem helfen.


    Das Volk, das unbedingt eine neue Königin benötigt, war ein Schwarm aus Mitte Mai. Es hat nur ein kleines Brutnest auf nur einer Zarge (eine zweite Zarge steht zur Verfügung und hätte Platz). Ihre Arbeitsbienen erstellen reichlich Nachschaffungszellen.


    Grüße
    Bodo

    Viele Grüße vom Bienenflugplatz

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von bhw ()

  • Ihre Arbeitsbienen erstellen reichlich Nachschaffungszellen.

    Die wollen also vermutlich umweiseln, weil sie erkannt haben, daß ihre Königin nix taugt. Von solchen Königinnen kann man nicht erwarten, daß sie taugenden Nachwuchs erzeugen. Da läuft eine Art Notprogramm. Du hättest sie einfach mal machen lassen können.


    Jetzt hast Du aber Zellen da gekäfigt. Vielleicht sind die auch gedeckelt worden, aber für solche Not-Zellen würde ich keine andere Königin ermorden und wäre sie auch noch so stichig. Solche Zellen fallen an und einem auf und gehören doch eigentlich in den Schmelzer. In Deiner Situation würde ich mich an den freundlichen Königinnenhändler meiner Wahl wenden und mir meinen kompletten Bedarf schicken lassen und die Übung mit dem Viererboden ins nächste Jahr verschieben. Ich ahnte schon, daß Du die Pflegebienen des Viererbodens dort behalten willst, weil das Volk schwach ist. Zucht und Vermehrung und schwach geht aber garnicht. Nur im Überfluß an Futtersaft entstehen Königinnen brauchbarer Leistung. Überfluß an Futtersaft entsteht durch Überfluß an jungen Bienen. Deren Überfluß stammt aus massig Brut und die kommt aus überflüssigen Völkern.


    Dir fehlt vermutlich so ziemlich alles vom den.


    Sackgasse! Du riskierst Völker.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,


    das ist eine Antwort, mit der ich als Neueinsteiger etwas anfangen kann!


    Vielen dank dafür!


    Dann also aus starken Völkern Umlarven.
    Da scheint aber inzwischen die Zeit gegen mich zu Spielen ... und das Wetter auch!


    Dann muss ich mal sehen, wo ich eine brauchbare Königin herbekomme.
    Gibt es hier im Forum Empfehlungen?


    Grüße
    Bodo


  • Bodo. Fachbuch studieren ist auch nicht schlecht ! Und erst mal wissen aneignen .


    Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Dann also aus starken Völkern Umlarven.

    Nein! In starken Völker pflegen lassen!


    Dann muss ich mal sehen, wo ich eine brauchbare Königin herbekomme. Gibt es hier im Forum Empfehlungen?

    Na sicher!


    Also bis später, ich empfehle mich. :cool:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder