Bereits das 13. Rähmchen im Brutraum, und weitere Fragen

  • Hallo zusammen,


    ich habe da gleich ein paar Fragen auf einmal.


    Ich habe gelesen, das ich vor der Varroabehandlung auffüttern soll. Das habe ich vor 4 Tagen auch getan. Am Sonntag wollte ich mit der Varroabehandlung bei meinen Völkern (bei beiden gleichzeitig) starten.
    Ich nahm beim ersten Volk den Futtertrog weg und habe eine Durchschau des Brutraumes vorgenommen. Beide Drohnenbaurahmen sind ausgebaut worden und meiner Meinung nach auch von der Kö bereits bestiftet worden. Jedoch hatte ich bereits 12 Rähmchen im Brutraum. Ich habe jetzt das Trennschied heraus genommen (was ohnehin ja entbehrlich war, da kein Leerraum mehr) und durch ein Rähmchen ersetzt. Das bedeutet, ich habe jetzt 13 Rähmchen in einer 12er Dadant-Beute. Mehr Platz ist nicht.:roll:
    Das kommt mir doch irgendwie spanisch vor.:confused:


    Was ich noch erwähnen muss ist, das ich keine Honigzargen auf den Brutraum aufgesetzt habe (gilt auch für das 2. Volk).
    Da ich erst im Mai beide Völker als Kunstschwärme bekommen habe, dachte ich das es für Honig eh zu spät ist aufgrund der Volksstärke. So wollte ich den Honig den Bienen für den kommenden Winter belassen.


    Wie soll ich jetzt am besten verfahren?:confused:


    Nächste Frage:


    Vor der Auffütterung habe ich für 5 Tage die Varroawindeln in den Boden gelegt. Ich habe mir beide Windeln genau angesehen (sogar mit einer Lupe), und habe keine Varroa-Milbe entdecken können. Dass das nicht wahr sein kann weiß ich.
    Heute bemerkte ich eine Biene im Gras vor dem Flugloch krabbeln. Ich nahm sie auf und konnte deformierte Flügel erkennen. Aufgrund von Bildern die ich darüber gesehen habe ist das meiner Meinung nach DWV.
    Ergo: Dringend eine, evtl. auch eine 2. Varroabehandlung mit AS durchführen.
    Ich würde eine Behandlung mit dem Nassenheider Verdunster (horizontal) durchführen, da Kaltbau.



    Sehe ich das so richtig?:confused:



    Letzte Frage:


    Welche Arbeitsschritte in welcher Reihenfolge?



    Ohjeh, ohne Euch und dieses Forum bin/ wäre ich echt aufgeschmissen.
    Vielen, vielen Dank im Voraus.:daumen:


    Gruß aus Hamburg,


    Fabian:Biene:


  • Fabian , wie sind die Wabenabstände und wie breit sind die Rähmchenoberträger ? 13 Stück ist eine zuviel !


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Josef, in eine Dadantbeute passen in der Regel 13 Rähmchen, wenn man das Schied rausnimmt, das ist bei uns auch so.


    Hallo Fabian,
    dass Du keine Varroen sehen kannst, kann daran liegen, dass Ameisen oder Ohrenzwicker diese rausgetragen haben. Mit dem Nassenheider kenn ich mich nicht aus. Wir behandelt mit 4 ml AS / pro bienenbesetzte Wabe auf Schwammtuch (auf einen Teller legen und mit der Spritze langsam auftragen, Arbeitsschutz: Handschuhe und Mundschutz nicht vergessen!!!), über ein paar Stöckchen (Hollunder) oben aufgelegt.
    AS bei den jetzigen Temperaturen vorher im Tiefkühler lagern und mit Kühlakkus zu den Bienen bringen, damit sie nicht explosionsartig verdunstet.


    Warum machst Du keinen Imkerkurs, damit Du weißt wie Du tun musst, und vor allem mal gesehen hast, wie man das macht?
    Ameisensäure ist ja nicht ganz ungefährlich für Menschen, wer mal eine Nase davon genommen hat, weiß wovon ich spreche.


    Grüßle Adelheid

    Adelheid (Bioimkerin aus Leidenschaft) - „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt.“ Dante Alighieri

  • wieso hast du noch zwei Drohnenrahmen drin?
    wenn Drohnenrahmen noch mit Drohnen bestifet werden, dann kann das auch am Platzmangel liegen und sie wollen noch schwärmen.


    Füttern vor Behandlung muss man dann, wenn die Völker kein offenes Futter haben...


    ich glaub es wäre echt gut, Du würdest einen Kurs machen

    Adelheid (Bioimkerin aus Leidenschaft) - „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt.“ Dante Alighieri

  • Hallo Adelheid,


    an einem Imkerkurs habe ich dieses Jahr teilgenommen. Dort wurde uns die Betriebsweise der Segeberger Beute bei gebracht. Das ich mich für Dadant entschieden habe, hat verschiedene Gründe.
    Ich habe noch je Volk 2 Drohnenrahmen belassen, um der Varroamilbe im Biotechnischen Verfahren neben Ameisensäurebehandlung paroli zu bieten.
    Das Biotechnische Verfahren ist laut der Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e.V. in der Broschüre "Varroa unter Kontrolle" von April bis Ende Juli anzuwenden. Daran habe ich mich gehalten, wie es mir auch im Imkerkurs beigebracht worden ist.


    Mein Problem ist auch nicht die Varroabehandlung.


    Vielmehr damit, das ich "Angst" habe, das meine Völker weiter expandieren und anwachsen. Was ja eigentlich nicht sein kann. Eigentlich müssten sich doch meine Völker von der Bienenanzahl verkleinern.
    Das verstehe ich nicht.


    Gruß,


    Fabian

  • Hallo Josef,


    meine Rähmchen für den Brutraum sind Hoffmann-Seiten (von Holtermann).
    Wieviel mm das jetzt sind weiß ich nicht. Ich habe ehrlich gesagt auch die Oberträger nicht ausgemessen.


    Aber sag mal bitte, müssten sich nicht so allmählich die Völker von der Anzahl verringern, da sich die Brutentwicklung stetig verringert?:confused:
    Dann würde sich mein Problem ja von ganz alleine lösen.


    Gruß,


    Fabian

  • Hallo Fabian!


    Wenn anstatt von 12 Rähmchen 13 Rähmchen in die Beute passen, dann würde mir das keine all zu großen Sorgen machen, insbesondere da durch die Seitenteile der Abstand vorgegeben ist.


    12 (13) Rähmchen Dadant sind auf alle Fälle für ein Jungvolk genug.


    Meines Erachtens ergibt es keinen Sinn, wenn jetzt noch Drohnenrähmchen drinnen sind, denn die gefangenen Milben würden sowieso bei der baldigen Varroabehandlung abgetötet werden.


    Bei der AS-Behandlung mit dem Nassenheider-Horizontalverdunster muss nicht vollständig aufgefüttert sein. Die Völker müssen natürlich über gewisse Futterreserven verfügen. Bei Thymolprodukten ist das schon wichtig, da die Bienen während der Behandlung nur schlecht Futter aufnehmen. Bei der Schwammtuchmethode sollte etwas offenes Futter vorhanden sein, damit für diverse Säurespitzen ein gewisser Puffer vorhanden ist (offenes Futter nimmt Säure auf). Lass dich von deiner Nassenheider-Methode nicht abbringen, die ist eine der besten Varroabehandlungen.


    Dass im Volk tatsächlich keine Varroen sind, ist nicht möglich. Vermutlich werden diese, wie schon beschrieben durch Ameisen oder andere Raubinsekten verschleppt. Normalerweise dürftest du bei einem Kunstschwarm um diese Jahreszeit auch kein Varroaproblem haben. Ich würde sicherheitshalber eine Nassenheider-Horizontalbehandlung durchführen. 100 ml und nach 3 oder 4 Tagen ist alles erledigt.


    Du müsstest einmal abklären, wie das Futter-Brut Verhältnis bei deinen Bienen ist. Es sollte nicht sein, dass durch übermäßiges Füttern das Brutnest eingeschränkt wird. Wenn zu viel Futter ist, dann musst du das Füttern einstellen (entnehmen braust du nichts, die Bienen schaffen sich schon Platz).


    MfG
    Honigmaul

  • Hallo zusammen,


    Ich wundere mich ob der kritiklosen Behandlungsaufrufe, wo doch 5 Tage keine Milben runterkamen.


    Es ist ein KS. Was, wenn der z. B mit Perizin als frisch erstellter Schwarm fast milbenfrei gemacht wurde vor dem Verkauf? Die Beobachtung könnte je nach Verdeckelungsgrad, Alter des KS und Brutmenge stimmen. EIN Krabbler macht nicht unbedingt sofort ne Schadschwelle und hat DW.


    Ich würde zur Bienenprobe raten, da jetzt Unsicherheit besteht. Auswaschen oder mit Puderzucker, dann hast Du eine Bestätigung. Links dazu kann ich gerade nicht setzen. Sollte der Befall darunter liegen, dann erspar Deinen Bienen die Säure und mach ggf nur Winterbehandlung.


    Wie man Hoffmannseitenteile in ne Dadant quetschen kann mit 13 Rähmchen auch noch - datu sag ich persönlich jetzt besser mal nix.....


    Hoffentlich kriegst Du die im Frühling wieder auseinander ;-)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Honigmaul,


    vielen Dank für deine Antwort.
    Dann werde ich nachher die Drohnenrähmchen mit Mittelwänden austauschen.
    Ein übermäßiges Füttern habe ich (jedenfalls nach meinem Jungimkersachverstand) unterlassen. Zuletzt vor 4 Tagen je Volk 2 Liter Zuckerwasser (3:2).
    Mit dem "Schiefstand" des Futter-Brut Verhältnisses hast Du Recht. Wie/ Woran kann ich eine Futterwabe erkennen? Ja ich weiß, eine äußerst blöde Frage.
    Aber ich Frage deswegen, da ich schon mehrmals eine "vermeintliche" Futterwabe in den Händen hielt und vom eingelagerten Nektar kosten wollte und erschrak, als ich verdeckelte Brut öffnete.
    Ja, ein Jungimker hat es nicht leicht.


    Vielen Dank für Deine Hilfe.


    Gruß,
    Fabian

  • Einfach mal googeln nach "Futterwabe Bild" und gucken ;-))

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo beetic,


    vielen Dank für Deine Hilfe.
    Ich denke ich werde die Puderzucker-Variante anwenden. Von meinem Imkerkurs habe ich dazu Unterlagen erhalten.
    Und das 13. Rähmchen habe ich nicht hinein gequetscht. Ich war selber baff, dass das funktioniert hat.


    Gruß,


    Fabian


  • ok, Fabian jetzt versteh ich das.
    Wenn das für Dich schlecht zu erkennen ist, was Brut und was Honig/Futterwaben sind, dann hoffe ich dass Du Drohnenbrut von normaler Brut unterscheiden kannst. Bei uns wurden jetzt die Drohnenrahmen (falls noch welche drin waren) meistens schon mit normaler Arbeitsbrut belegt, drum hab ich kaum noch irgendwo welche in den Kästen.
    Also guck Dir die Zellengröße an, die die Bienen dort bauen und miss mal mit einem Meterstab oder so. wenn es bei 10 zellen 5,4 cm sind, dann ist es Arbeiterinnenbrut. Dann häng diese Brut an den Rand, dass die Brut ausläuft und max. noch mit Futter belegt wird, das Futter kannst du dann notfalls zum austragen hinters Schied hängen, denn Arbeitsbrut wirst Du ja nicht ausschneiden wollen.
    Grüßle Adelheid

    Adelheid (Bioimkerin aus Leidenschaft) - „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt.“ Dante Alighieri