Der bien als Zusammenschluss von einzelnen Zellen

  • Zitat

    Der Organismus Bien ist am klarsten, wachesten, konzentriertesten an Weihnachten, im Sommer ist er verstreut, in die Umgebung aus gebreitet, deswegen sind zu dieser Zeit die Sinnen-Nervenzellen, die Drohnen, notwendig um das Licht ins Dunkel zu bringen


    an anderer Stelle schrieb dies der Drohn. Dort in den Fred passt mein Kommentar nun so gar nicht hinein und zudem ist der Laden geschlossen. Deshalb hier neu und unbeschwert:


    Ich finde diese Betrachtungsweise sehr gelungen und frage mich immer mehr, wie wir uns in dieses Gefüge einmischen dürfen / können / sollen oder eben auch nicht. Der Tautz spricht dabei einfach von einem Superorganismus, den mehr ausmacht, als die Summe seiner Teile. Betrachtet wird dennoch oft nur das einzelne Insekt.


    Bei Ameisen wird zum Teil auch beobachtet, dass sich ganze Kolonien wiederum zu Super-Kolonien zusammenschließen. Die größte Ausbreitung dieser Ansammlung von Ameisen geht über 6000 km Distanz. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-22151068.html Vor allem spannend, wie schnell dieser Prozess ablief.


    Vermutlich denken wir alle viel zu kurz im Hinblick auf die Gattung der Bienen... bloß: wie will ich in gedankliche Ebenen vordringen, wenn ich die vorhandenen Dimensionen gar nicht erfassen kann? Das ist wie die Überlegung, sich eine fünfte, sechste usw. Dimension vorzustellen. Oder die Räume hinter dem Universum...

  • scout, wir denken immer zu kurz.


    St. Mandl schreibt, dass sich Ameisen auch von Bienen ernähren.


    Andrerseits fressen Ameisen Schadinsekten.


    So kann man schlußfolgern: Sterben die Bienen, sterben die Ameisen, vermehren sich Schadinsekten, müssen wir mehr Chemie einsetzen....


    Cool, gell!?


    Wie sagt man so schön? Ein Schelm.........




    Die Bauernhöfe sterben wie die Bienenvölker, prozentual, fast identisch.


    Und?


    Geht da ein Licht auf?


    Weniger Bienen, mehr Spritzmittel!


    Weniger Bauernhöfe, mehr Agrarindustrie, ergo mehr Spritzmittel.


    S´ist doch eine schöne Welt - oder?



    Ich versuch mich, zu wehren, so gut es geht.


    schöne Grüße
    Simmerl

  • ... bloß: wie will ich in gedankliche Ebenen vordringen, wenn ich die vorhandenen Dimensionen gar nicht erfassen kann?


    Hallo scout,


    am besten ist es wohl, die Dinge, die man durchdenken will, nicht scharf zu fokussieren, sondern "unscharf zu versuchen die Peripherie zu erfassen". Ein bisschen, wie bei den 3d-Bildern, die mal so angesagt waren, und wo man ein bisschen drauf schielen musste, um dann das Bild zu erkennen.


    Also mit dem ganz Großen anfangen, im Kleinen ist dann alles ganz ähnlich und umgekehrt. Wie bei den Fraktalen.


    Es schielt in die Welt,
    Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Leider kann man das nicht diskutieren, wissenergänzen oder anlalysieren.


    Ich finde, genau diese zitierte Stelle muß man lesen, nochmal lesen und dann langsam sich setzen und wirken lassen. Dann kommt diese Ahnung dahinter. Vielleicht genau diese Dimension, die Du ansprichst. Oder das, was Henrike beschreibt.
    Da wir sie nicht sinnesmäßig konkret erfassen, muß es manchmal eben so diffus aber doch irgendwie intensiv wirken wie bei diesen äußerst gelungenen Formulierungen.
    Ich hab das auch als Besonderheit empfunden. Es ist oft mehr ein Bauchgefühl als ein konkretes Verstehen von Zusammenhängen, was da entsteht.
    Leider wurden und werden solche Formulierungsweisen immer wieder zu heftig an der Oberfläche kritisiert. Ich finde für diese aufblitzenden Diamanten muß man sich eben durch manchen Dschungel lesen.
    Wer diese umgreifende gefühlsmäßige Erfassung gepaart mit Erfahrung und Hintergrundwissen inne hat, der hat was.... muß man suchen. Lange.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von beetic () aus folgendem Grund: rs

  • Hallo Simmerl,
    ich kenne zwar keinen Sankt Mandl, gehöre zum anderen Verein, aber:
    "...das sich Ameisen auch von Bienen ernähren" ist vollkommen richtig.
    Denk mal darüber nach, wieviel "Biomasse" so ein Bienenvolk in der Natur verteilt.
    Weil die Bienen nicht mehr im Wald stehen und nicht mehr in Naturschutzgebiete sollen,
    fehlen den Waldameisen diese Massen als Nahrung, gerade im Frühjahr, wenn sie nichts anderes finden und die Bienen ihre Wohnungen vom Totenfall räumen.
    Als die Zeidelei aufhörte, begann auch das Sterben der Waldameisen, bis sie 1792 in Preußen unter Schutz gestellt wurden.
    Damals wegen der Kiefernnonne, als man feststellte, das wo Ameisen waren, weniger Schädlinge vorkamen.
    Zusätzlich wurden die Ameisen noch wegen "Puppenräuberei" bedroht.
    Auffällig ist dieser Zusammenhang schon.
    Vielleicht sollten diejenigen, die von der Nationalparkverwaltung eine Absage zum Aufstellen ihrer Völker bekommenhaben, mal darauf hinweisen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Sorry Lothar,


    der Simmerl hat wieder abgekürzt. Es ist auch nicht der heilige Mandl, sondern der Stephan, zwar auch heilig, aber tätig an der Uni Wien für Bodenkultur,
    der eine schöne Arbeit zur Bestäubung der HoBi zusammenstellte.


    Die Ameisen ernähren sich nat. zum großen Teil von den toten Bienen, so wärs richtig!


    Ums Licht ins Dunkle zu bringen, muß auch das Verborgene gezeigt werden.


    Die Bienen sterben! Mancherorts schleichend - mal offensichtlich, schnell.


    Es wird oft müssig, sich über Betriebsweisen oder Anschauungspunkte zu unterhalten, wenn wir nicht mal fähig sind, ihr Überleben zu sichern.


    Gruß Simon

  • Scout,
    ich würde sagen, der Effekt ist grad durch OT ziemlich verpufft, oder ?

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Effekt ... verpufft, oder ?


    hmmm... gute Frage. Bei der Imkerei kommen wir natürlich immer schnell auf die äußeren Faktoren, die dem Bien das Leben schwer machen... eher stell ich mir die Frage, ob es denn der Imker ist, der hier am meisten Einfluss hat, im Guten wie im Schlechten. Und ob wir nicht zuerst unsere eigene Wahrnehmung überprüfen müssen.

  • Dazu gehört aber auch die Einsicht, sich eingestehen zu dürfen, daß auch dem eigenen Verstehen bzw. ganzheitlichen Erfassen als Mensch an sich, Grenzen gesetzt sind.
    Hier erreichen wir dann einen Punkt, wo rationales Denken versagt, da es sich um eine andere Dimension handelt.
    Hier wird es mystisch, was heutzutage mehr als unakzeptabel ist, da es sich dem Ratio entzieht.
    Schwieriges Thema, Elk

  • was heutzutage mehr als unakzeptabel ist


    Schaust du dir die aktuelle Forschungen zum Thema Raum und Zeit an, mit all den Vermutungen, was sich hinter den Universen verbirgt, dann ist dass in den Augen der Mehrheit auch nur unverständliches Mystik und dennoch akzeptierte "exakte Wissenschaft" (wobei ich eher von möglichen Theorien sprechen würde).

  • Festzustellen ist aber:
    Eine Person, die Zugang zu einer anderen Dimension hat, befindet sich in einem Dillemma.
    Denn er kann seine Postion kaum vermitteln, somit nicht der Beweispflicht nachkommen und somit den Vorwurf von Lug und Trug nicht wiederlegen.
    In unserem Kulturkreis nennt man solchen dann Scharlatan.
    Letztlich entscheidet das Bauchgefühl, Elk


  • In unserem Kulturkreis nennt man solchen dann Scharlatan...


    Scharlatane gibt es in jedem Kulturkreis.
    Sie können leicht daran erkannt werden dass sie Geld für geistige Arbeit verlangen.
    Wahre Meister benötigen kein Geld.


    Der Teufel aber sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich zu dem Stein, daß er Brot werde.
    Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es steht geschrieben: "Der Mensch lebt nicht vom Brot
    alleine, sondern aus Gottes Wort ." oder so irgendwie ;-)


    Steine oder Scheiben sind das Synonym für Geld oder Kreditkarten.


    Der
    Drohn