Bitterer Honig?

  • Hallo zusammen,


    ich habe gerade meine Völker durchschaut und meiner Frau eine Wabe zum ausnaschen gegeben. Sie kam ganz aufgeregt mit einem Löffel an und ließ mich probieren.
    Der Honig schmeckte irgendwie bitter. Was kann das sein? Ich habe das Volk vor einem Monat geerntet, der Honig ist definitiv aus diesem Monat.


    Bin auf die Antworten der Honigexperten gespannt.

  • Neee, neee. Haben wir beides nicht hier in der Gegend, schon gar nicht in solchen Massen. Den Götterbaum kenne ich gar nicht, und meine 2 Edelkastanien sind keine 5 Jahre alt, die sind nicht mal für einen Löffel Honig gut.


    Meine Frau meinte gerade sie vermutet das ist die Linde, da haben wir einen Kilometer Allee von ganz in der Nähe (50-100 Bäume könnten das sein). Für mich schmeckt der (Linden?)Honig wie Medizin, der stark von Lavendel (ein Gartenmarkt hat sich um die Straßenbegrünung gekümmert :daumen:) beeinflusste Honig vor einem Monat war deutlich besser...

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    Einlagern!
    a) findet sich für jeden Honig ein Käufer.
    b) verschneide Ihn mit einer anderen Sorte
    c) Honig verändert sich im laufe der Zeit in der Konsistenz und auch in den Aromata. Der könnte richtig gut werden.
    Beste Grüße aus dem Norden
    Gandalf

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)


  • Einlagern!
    a) findet sich für jeden Honig ein Käufer.


    :daumen:, wer auf Oliven und pupstrockenen Roten steht, kann Gefallen finden an Bitteren Honigen und ausserdem steht nicht Jede auf die massenkompatiblen Kinderpampen von Raps oder Robinie.
    Habe so mal ´ne Tagesmutter mit Castanea als Honigkundin gewonnen, die mir erst erklärte Honig isst sie überhaupt nicht, da ihr Süsses zuwider ist...


    Gruß Molle


    P.S.: So richtig HardcoreLinde ist auch was lecker...oder erst Buchweizen - an den habe ich mich selber erst nach einem Jahr getraut:roll:

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hallo,
    wie sieht der Honig aus, wie riecht er??
    Dunkel wie Teer, stinkt wie Misthaufen- Buchweizen!
    Such das Kraut!
    Götterbaum oder Essigbaum, blüht grün, die reifen Dolden sind rotbraun, der Honig knallt auch rein.
    DELIKATESSE= Sondersuperpreis.
    Achso Buchweizen - für die Wessis unter uns, ist für Grützwurst die echte Zutat.
    Den Honig kann man nur lieben oder hassen, dazwischen ist nichts. Für den Tee, denkbar ungeeignet.
    Grüße
    Knäcke (mit 4 Völkern im Buchweizen)

  • kurzer Zwischeneinwurf: Götterbaum (Ailanthus) und Essigbaum (Rhus) sind aber zwei verschiedene Bäume.
    Guck Dich mal nach Götterbäumen um, die sind trotz ihrer Größe etwas unscheinbar.


    Grüße, Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Habe einen recht heimtückischen Honig geerntet. Zuerst schmeckt er harmlos süss und ohne weiteres Aroma. Aber dann kommt eine Bitterkeit zum Vorschein, die mit dem Abgang erst beginnt und lange darüber hinaus trägt. Es zieht sich einem wirklich alles zusammen, und ich habe keine Idee, was das hier mitten in der Grossstadt für eine Tracht sein könnte. Der Honig (38kg) selbst war in den Waben so transparent, dass das Refraktometer Probleme bekam. Doch ausgeschleudert ist er mittelbraun und hat 16,8%.


    Viele Grüsse von Benjabien