Hornissen, wer macht die weg?

  • Hallo,


    ich hab gerade einen Anruf von einem Bekannten bekommen.
    Sie haben ein Hornissennest und wollen diesen unbedingt entfernt haben.
    Gutes Zureden und Aufklären über die Nützlichkeit der Tier helfen da nichts. Seine Frau hat nahezu panische Angst vor den Tieren. Und da das Nest in Terassennähe ist, MUSS es weg.
    Die Frage nur, wer macht es weg? Wen kann man denn da kontaktieren. Oder können die einfach umgesiedelt werden?


    Beste Grüße
    Katrin

  • Sie haben ein Hornissennest und wollen diesen unbedingt entfernt haben.

    Ich habe Schulden auf der Bank und will diese unbedingt entfernt haben.:roll:

    da das Nest in Terassennähe ist, MUSS es weg.

    Nö MUSS es nicht. Angst ist kein Grund, der Naturschutzinteressen pauschal überwöge. Ich hab' Angst vorm Wolf. Darf ich den deshalb beseitigen oder umsiedeln?

    Die Frage nur, wer macht es weg?

    Hoffentlich keiner!

    Wen kann man denn da kontaktieren.

    Das Umweltamt, Bereich Artenschutz. Die kommen dann und machen einen Tagesausflug und bescheiden kostenpflichtig, daß das Nest da bleibt wo es ist und im Herbst kommen die nochmal nachsehen, ob es da auch wirklich noch vorhanden ist. Hier bei mir kostet das 75 Euro und bringt exakt nichts (... außer dem Wandertag für den Beamten)

    Oder können die einfach umgesiedelt werden?

    Einfach in aller Regel nicht. Es gibt Umsiedler, die das können und es gibt welche die das können und auch dürfen. In aller Regel wollen die Geld für so einen Aktion. Und es ist wirklich aufwändig und findet nicht in normaler Arbeitszeit und mal eben so statt.


    Ich würde also so ein Thema ganz ganz tief hängen und mal mit Hymenoptera pm-en.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

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  • Henry :daumen:


    PS.: Ich nehme gern das Hornissennest, hab sogar ein neu gebauten Hornissenkasten neben meinem Bienenhaus. (leider noch leer) Umsiedeln darf ich die natürlich nicht, ich biete hier nur die Behausung an!


    LG Frank

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Hallo Henry,


    dein Sarkasmus hilft mir in diesem Fall leider nicht weiter. :wink:
    wir haben auch ein Hornissennest. Alle Jahre wieder. Und mich stören sie nicht im geringsten.
    Bei besagtem Bekannten befindet sich das Nest im Mauerwerk einer Gaube. Direkt über dem Schlafzimmerfenster und neben der Terrasse.


    Aussage: "Ich hab da vor ein paar Wochen schonmal ein Loch zugemacht. Aber die sind dann wohl einfach ins nächste Loch gegangen. So sind sie ja ganz brav und überhaupt nicht agressiv. Nur wenn ich mit der Leiter zum Gucken hinkomme, werden sie nervös. Und nun ist es auch eine ganze Horde!":roll:
    Ich hab ihn schon drauf hingewiesen, nicht mit der Leiter oder sonstwas dorthin zu gehen und sie einfach in Ruhe zu lassen. Schließlich verschwinden die im Herbst wieder und er könnte anschließend die Löcher im Mauerwerk sanieren. Auch das sie lästige Insekten vertilgen, hat ihn nicht sonderlich beeindruckt. Ich befürchte nun, dass er selbst Hand anlegt und versucht das Nest zu zerstören.


    Beste Grüße
    Katrin

  • Die Frage nur, wer macht es weg?


    Der Guido.
    Nur leider ist der zu weit von Dir weg, aber der ist "offizieller Hornissenumsiedler" (wie das genau heißt weiß ich nicht), aber er müsste das wissen.


    Viel Glück!
    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Alles was dem Mensch nicht passt, muss Weg :-(


    Deine Bekannten sollen halt bis zum Herbst die Terrasse meiden, können in den Park zum Picknicken und das Schlafzimmerfenster können Sie tagsüber auch geschlossen halten. Hoffe, die werden doch noch helle im Kopf und dulden die Hornissen.


    Gruß Markus

  • Es ist doch müsig zu Argumentieren. Wenn Menschen das Nest nicht wollen und keine Hilfge finden werden sie selbst dafür sorgen daß es weg kommt. Das ist dann die schlechteste Metode.

    Wo kämen wir den hin wenn jeder fragt wo kämen wir den hin und keiner geht um nachzusehen wo wir hinkämen

  • Und paar Stiche noch obendrauf!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo !


    Hallo,


    Sie haben ein Hornissennest und wollen diesen unbedingt entfernt haben.


    Die Frage nur, wer macht es weg? Wen kann man denn da kontaktieren. Oder können die einfach umgesiedelt werden?


    Hier wüßte ich wer und wo ...
    ... wenn man in Hessen ganz unbedarf ist,
    dann wendet man sich an die "untere Naturschutzbehörde".


    Es gibt in manchen Gegenden Deutschlands auch "Wespen- und Hornissenberater" Netzwerke !


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • ...hab sogar ein neu gebauten Hornissenkasten neben meinem Bienenhaus.


    Tag Frank,


    Gibt es Bauzeichnungen von den Hornissenkasten?


    Gruß, Wilfried.

    ...und der Blick auf die Biene wird der Blick auf die Landschaft sein (Bernhard Heuvel, 08.11.2013)

  • Hallo,


    ich selbst habe viele Jahre Hummeln, Wespen und Hornissen, für die untere Naturschutzbehörde im Lk Osnabrück umgesiedelt.


    Sofern sich das Nest im Mauerwerk befindet und man keinen anderen Zugang hat außer das Mauerwerk aufzupicken wirds schwierig, da man eine entsprechend große Öffnung machen müsste.
    Dieser Fall ist einer der wenigen der Probleme schaffen könnte, hängt aber stark von den Örtlichkeiten ab.


    Ein Hornissenvolk kotet zum Höhepunkt der Volkentwicklung extrem viel und stark und dies stinkt wie im Schweinestall. Ist dahinter eine Hohlschicht ist alles gut und die Geruchsbelästigung hält sich in Grenzen da der Kot entsprechend abtrocknen kann. Befindet sich dahinter Glaswolle o.ä. wird diese getränkt und man erhält einen wundervollen Duftdispenser, ist dahinter Vertäfelung auf die die Tiere vertikal koten können, also nicht an einer Seitenwand, wird man diese hinterher ernenern müssen, ähnlich bei Jallousienkasten. Da dieser noch ein Jahr später nach Gülle stinkt.
    Zudem sollte das Fenster in der Gabube mit Fliegengitter verschlossen werden, da Hornissen auch Nachts fliegen und nach dem Mond navigieren, also ins beleuchtete Zimmer fliegen werden.
    Der Idealfall wäre, wenn das Nest micht zugänglich ist, dass der Hohlraum zu klein wird und die Tiere gezwungen werden eine Filliale zu bilden - also umzuziehen.


    Ein erfahrener Berater - die Feuerwehren und unteren Naturschutzbehörden haben Listen mit Kontaktpersonen - wird die Örtlichkeiten einschätzen und eine Lösung finden können.
    Die reichen von einer Umsiedlung, über Flugbahnumleitung, Fliegengitterschutz, evtl. Käfigung des Volkes zu Stichschutz bis hin zur Beantragung einer Sondergenehmigung zum Abtöten des Volkes bei Gefahr für Leib und Leben.


    Im Normalfall ( doppelwandiges Mauerwerk ohne Mineralwolle ) ist es aber ausreichend die nächsten 4 Monate einfach Fliegengitter vors Fenster zu machen und abzuwarten bis das Nest abgestorben ist.