Bienen bauen unter der Beute

  • Gestern habe ich die letzten vier armen Völker, welchen in Uraltbeuten sitzen mussten, in schöne neue Magazinbeuten umgesetzt. Diese uralten Hinterbehandlungsbeuten standen auf Paletten. Als ich nun die Beute des letzten Volkes anhob, die dort wie die anderen nun seit einem Jahr stand, bemerkte ich einigen Wabenbau direkt unter der Beute. In der Annahme, die Bienen hätten diesen Raum eben als weiteren Platz zum Bauen entdeckt, da die Beute voll mit Rähmchen war und ich keine weiteren Rähmchen hinzu geben konnte, fegte ich diese Bienen mit in die neue Beute. Um den Wabenbau zu erneuern habe ich dabei gleich den überwigenden Teil des Brutraums über das Absperrgitter gesetzt und den Platz mit Mittelwänden aufgefüllt.
    Beim Abfegen dieser entdeckte ich also die Königin auf einer der Wilbauwaben. Dies machte mich etwas stutzig, doch schob ich sie nun gleich zum Flugloch hinein, da sie ja nicht mit in den Honigraum gelangen sollte. Ich beobachtete das noch eine Weile, doch sie blieb offensichtlich darin.
    Der Wildwabenbau bestand hauptsächlich aus Brut nur wenig aus Futter. Alle Waben waren voll besetzt.
    Heute morgen habe ich den Stand wieder kontrolliert. Soweit sind alle Bienen in ihren neuen Beuten eingekehrt. Jedoch entstand nun erneut eine Traube unter der Beute, obgleich Beute und Palette ausgetauscht sind und nun auch erheblich mehr Platz vorhanden ist.


    Nun habe ich aber weiter darüber nachgedacht und finde das etwas merkwürdig. Eine Überlegung ist, dass dies einfach nur jene Flugbienen sind, die eben dort unten geschlüpft sind und die Spalte der Palette unter dem Flugloch der Beute als Flugloch gelernt haben. Die Königin könnte mir einmal unbemerkt herausgefallen sein, nicht wieder in den Stock gefunden haben und mit ein paar Bienen, die sich sie zu beschützen mit ihr aus der Beute begaben, unter die Beute gesetzt haben. Die Bienen hätten dort eben den Wabenbau für ihre Königin errichtet. Dieses Volk war vor einigen Wochen ohne verdeckelte Brut und auch die offene Brut, die ich gesehen haben will, ist, wenn ich mich recht erinnere, in den schwarzen Waben doch fraglich. Da nun aber wieder Brut im Kasten ist, würde das bedeuten, dass die Königin nun doch wieder den Weg ins Flugloch und demnach dann auch wieder zurück gefunden hat und nun diesen etwas voneinander getrennten Bruträume bestiftete.
    Eine andere Überlegung ist, dass mir eben jene Königin herausfiel und sich ansiedelte, während irgendwo, vielleicht gar auf der Wabe versteckt, welche ich dem Volk als Weiselprobe gab, in den daruffolgenden Tagen eine Schwarmkönigin schlüpfte und nun aber gar keine Konkurrentin hatte. Jedenfalls waren auf den Waben 14 Tage nach der Weiselprobe keine Schwarmzellen zu finden. Nun hätten sich das "neue" Volk mit der alten Königin also nur wieder unter der Palette am alten Platz gesammelt.
    Die letzte Idee ist, dass dieses Verhältnis von diesen möglicherweise zwei Völkern tatsächlich dadurch zustande kommt, dass ein Schwarm ausgezogen ist. Hier wäre nur die Frage, ob sich ein Schwarm auch einfach direkt unter dem Altvolk ansiedelt.


    Das stelle ich jetzt einfach mal so zur Diskussion.
    Ich habe nun vor, die Bienen, welche nun wieder unter der Beute sitzen, durch ein Absperrgitter in eine andere Beute zu kehren. Sollte sich dort wieder eine Königin darunter befinden, bekommt sie mit ihrem neuen Volk eine neue Beute. Sollte sich keine Königin darunter befinden, werden diese Bienen, je nach Anzahl, in die Beute gekehrt oder bekommen eine neue Königin und eine neue Beute an einem anderen Standort und werden ein Kunstschwarm.


    Freundliche Grüße
    Friedrich

  • Sieht ganz nach 2 verschiedene Völkern aus: Eins in der Beute und eins darunter.


    Ja, Bienen zieht es zu Bienen, ganz im Gegensatz zur Öko-Lehrmeinung, dass Massentierhaltung "unnatürlich" wäre ...... :roll:

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Kann natürlich auch sein, dass ein Schwarm mit flugbehinderter Königin abgegangen ist und sich dazu entschlossen hat unter der Beute sein neues Zuhause zu basteln. Dass Kontakt zu den Bienen in der Beute bedtand , glaube ich weniger.
    lg
    Andress

  • Hallo Hardy2 . Das hat nichts mit Ahnung zu tun . Du brauchst nur zig Artikel schreiben .


    Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 Mal editiert, zuletzt von Werner Egger () aus folgendem Grund: Wie immer

  • Auf alle Fälle ist eine Königin unter der Beute.


    Jetzt nicht mehr!
    Die ist dann wohl, wenn sie dort war, bei meinem unüberlegten Handeln drauf gegangen. Aus Fehlern lernt man ...
    Am 5.Juli war die Traube unter der Beute weg und eine etwas kleinere unter der Nachbarbeute. Warum die sich dort hinüber begeben haben, weiß ich nicht. Schließlich Waren sie am 6., als ich dann alles dabei hatte zum Einschlagen, schon verschwunden. Ich vermute, dass sie sich ohne Königin in die anderen Völker eingebettelt haben.
    Passiert mir jedenfalls nicht wieder, dass ich eine gute Königin so verliere. Eine Möglichkeit wäre noch, das werde ich bei der nächsten Kontrolle überprüfen, dass die alte Königin iun der neuen Beute sich noch im Honigraum befand und die andere Königin sich nun im Brutraum ansiedeln konnte, vorausgesetzt sie wurde von genügend vielen ihrer Arbeiterinnen begleitet. Ist zwar eher unwahrscheinlich, aber möglich.


    Und zu dir Hardy2: Ich werde hier im Imkerforum als Erfahrener Nutzer angezeigt, weil ich in der Zwischenzeit über 600 Beiträge geschrieben habe ... der Großteil davon waren Fragen! Das heißt also, dass ich eben erfahren in der Nutzung des Imkerforums bin! Ich bin aber noch keineswegs ein erfahrener Imker. Ich habe gerade einmal seit zwei Jahren Bienen und habe meine Bienen gerade einmal erfolgreich über einen Winter gebracht, im ersten Winter waren meine Verluste sehr hoch. Ich muss noch viel lernen! Nicht umsonst muss man, um sich beispielsweise zur Prüfung als Imkermeister anzumelden, nachweisen, dass man seit mindestens 6 Jahren Bienen hält und betreut.


    Freundliche Grüße
    Friedrich