Komischer Schaum auf Honig

  • Wir haben letzte Woche den letzten Honig des Vorjahres verflüssigt und gerührt (ist uns damals festgeworden da wir mit dem Rühren nicht hinterher kamen)


    Farbe geht schon Fast in Richtung Cappucino.


    2 Dinge waren komisch.
    Zum einen war der honig wunderbar cremig, aber dann ab und an war ein gröberes Stück dabei.
    Wir haben Ihn X fach gerührt, und dachten wir hätten es weggekriegt.
    Später merkten wir dem war nicht so.
    Das war leider erst unten im Eimer so, und als ich das merkte war quasi schon alles Abgefüllt.


    Naja, so kann ich ihn schlecht verkaufen, aber was solls, selber essen (kennt man ja, das beste verkaufen und die B ware selber essen ;) )



    Dann jetzt aber nach ein paar Tagen oben auf dem Honig eine recht dicke (7-10mm) Schaumschicht.
    Es ist weder Gärung, und abgeschöpft wurde der Honig auch zur Genüge.


    Was ist das Also?
    Ausblühen kann es ja nicht sein denke ich, da das ja keinen Schaum gibt sondern einfach eine weise Oberfläche, oder?

  • Wir haben Ihn X fach gerührt, und dachten wir hätten es weggekriegt.
    Dann jetzt aber nach ein paar Tagen oben auf dem Honig eine recht dicke (7-10mm) Schaumschicht.
    Es ist weder Gärung, und abgeschöpft wurde der Honig auch zur Genüge.
    Was ist das Also?
    da das ja keinen Schaum gibt sondern einfach eine weise Oberfläche,


    Matthias , es ist Schaum .Du hast den Honig schaumig gerührt . Oder den Rührer in die falsche Richtung laufen lassen so das Luft in den Honig eingesogen wurde, aber bei 7-10 mm Schaum natürlich nicht Verkaufsfähig.


    Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

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  • Da spricht alles für Gärung! Auch grobe Brocken und Schuppen im Eimer rufen danach. Wenn man solchen angegörenen Honig rührt und damit gärfähige Konzentrationen in der gesamten Honigmasse verteilt, geht das erst richtig los. Luft und damit Luftfeuchte befeuern die CO2- und H2O-Produktion der Hefen erst richtig. Das Wasser verdünnt dann die Zuckerkonzentration auf ein für die verdaubares Maß und das CO2 macht die schönen Blasen. Im Glase entsteht kein Zentimeter Schaum aus bloß eingerührten Bläschen. Da ist Gärung im Spiel. Bestimmt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Also das ganze ist immer noch unverändert,
    schmeckt auch nicht irgendwie gärig und auch der honig schmeckt top.


    Auch der Geruch ist völlig normal.


    Könnte das rühren in die falsche Richtung tatsächlich solch einen Effekt haben wie jemand hier schon vermutete?


  • Könnte das rühren in die falsche Richtung tatsächlich solch einen Effekt haben wie jemand hier schon vermutete?


    Mit Sicherheit nicht! Ich lasse meinen Rührer grundsätzlich rückwärts laufen, hatte noch nie Probleme mit Luftblasen oder gar Schaum. Im Gegenteil, durch den Rückwärtslauf wird die gesamte Masse nur in leichte Rotation versetzt, ganz schonend, fast wie handgerührt. mfg

    Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? ( Vincent van Gogh )

  • Falls es wirklich keine Gärung ist: Man sieht ähnliches manchmal beim Blütenhonig, wenn der (zu lange) aufgetaut wird (nicht komplett, aber eben doch teilweise recht flüssig). Das sind dann aber nur deine 7-10 mm Schaum pro kg Eimer, nicht pro Glas! Der Schaum besteht aus vielen Kristallen. Da hilft nur lange genug nach dem Auftauen stehen lassen und dann gut abschäumen, präventiv den Honig nur bis man ihn gerade rühren kann verflüssigen und nicht noch länger. Habe mal die Theorie gehört, dass sich bei ungerührten Honig einige Zuckerarten eher oben als weiße aber feste Schicht absetzen. Ggf. könnte auch Rühren während der Kandierung helfen. Hast du die verschiedene Konsistenz schon vor dem Auftauen gesehen? War der Honig vor dem Auftauen schon an manchen Stellen "cremig" das würde eher für Gärung sprechen.

  • Ich habe letztes Jahr einen Rest Honig kurzerhand mit dem Mixer gerührt (Asche auf mein Haupt). Der hat dann nach dem Abfüllen Tage später einen recht stabilen, schmutzig-weißen Honigschaum in den Gläsern abgesetzt. Dachte auch erst an Gärung, der Honig schmeckte aber ganz normal und gut. Der Schaum ließ sich mit dem Löffel oben sauber von der Honigoberfläche abkratzen/trennen.
    Insofern denke ich auch, dass Du irgendwie zu viel Luft eingerührt hast. Auch die "Cappuccino-Farbe" erinnert mich an das Küchenmixer-Experiment...


    Gruß, Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.