Hyposensibilisierung: juhu, es funktioniert!

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    Bei mehr als 100 Stichen im Jahr hast du die Hypnosensibilierung selbst übernommen. ;)


    Die Gegenprobe mit Insekt wird tatsächlich nicht gemacht. Vermutlich deshalb, weil es keine "Normbiene" oder "Normwespe" gibt und heutzutage kein Arzt mehr eine Gewähr für die Wirksamkeit der Thearpie übernehmen kann, ohne danach verklagt zu werden.


    Theoretisch sollte lt. dem Arzt nun mit 85%iger Sicherheit nichts weiter passieren, wenn ich gestochen werde. Wenn's nach den Ärzten geht sollte ich mit den Bienen aber auch ganz abschliessen. Das ist für mich aber keine Option.

    Ich habe schon seit vorletztem Jahr nur mit Jacke und Handschuhen gearbeitet. Wurde 2016 auch nur 2 mal gestochen. Einmal, weil ich beim Vereinsausflug keine Jacke getragen hatte (ohne Reaktion) und dann eben durch die Socke in den Knöchel... Danach habe ich mir angewöhnt die Hose in die Socken zu stecken und nochmals ein 2tes Paar dickere längere Socken drüber zu ziehen.

    Ausserdem gehe ich nichtmehr allein. Trotzdem bleibt bei jedem Gang an den Stand ein etwas mulmiges Gefühl.


    Ich werde mich bei Gelegenheit mal kontrolliert einem Stich aussetzten und sehen was passiert.


    Theoretisch sollte nach insgesamt 3 Jahren Giftspritzen keine Gefahr mehr bestehen, vorausgesetzt es hat jetzt schon geholfen... Ob die Praxis das auch hält? :/

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • Hallo,


    bei mir wurde nach vier Jahren Hyposensibilisierung ein echter Bienenstichtest in der Klinik vorgenommen!

    War ne coole Aktion als die Schwester mit der Biene im Kescher ins Zimmer kam und meine Bettnachbarin fast in Panik ausbrach als die Biene entwischte.

    Die Schwester fing die Biene wieder ein und sie durfte mich in den Arm stechen. War alles ok!


    Bei mir war/ist es ein Unterschied, ob mich eine Biene sticht oder ob ich meine Dosis verabreicht bekomme.

    Die Reaktion auf einen Bienenstich ist immer stärker!


    Trotz größter Vorsicht und "Astronautenanzug" werde ich auch so 2-3 mal im Jahr gestochen. Aber auch das ist jetzt nach 5 Jahren ok!


    Baarimker: ich wünsch dir viel Erfolg und finde es gut, dass du das so gut überstanden hast und uns teilhaben lässt. Das macht vielleicht anderen Allergikern Mut!

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • BaarImker


    Von mir auch weiterhin alles Gute bei den Nadelstichen. Bei mir der Ablauf bei der Pollen-Hypersens.... ähnlich: anfangs öfters, dann nur noch alle paar Wochen. Jetzt bin ich fast beschwerdefrei, nur noch 3-4 Tage Heuschnupfen, statt früher wochenlang


    Grüsse, Robert

  • Es ist für mich im dritten Jahr immer noch ein deutlicher Unterschied zwischen medizinischem* und natürlichem Bienengift spürbar, aber die Wirkung der echten Stiche hat an vergleichbaren Stellen ebenso spürbar nachgelassen. Aber ich nehme an, dass die Wirkung je nach Position trotzdem noch unterschiedlich sein wird. Ein Treffer am Ohr neulich war anders, als im Nacken oder am Arm.


    * ist laut Internetquellen auch natürliches Gift, aber abgeschwächt und gereinigt.


    Gruß Andreas

  • Hallo Hornet,


    Du hast glaube ich, den Thread nicht von Anfang an gelesen, und auch nicht gelesen, was über die Ultra-Rush-Hyposensibilisierung geschrieben wurde.


    Diese Methode der Hyposensibilisierung wird bevorzugt bei Insektengiftallergien angewendet, stellt eine Stoß-Therapie/Schnellform dar, die im Gegensatz zu anderen Methoden eine schnelle Dosisteigerung und somit Gewöhnung an das Allergen bewirken soll. Das funktioniert nicht bei allen Allergieformen.


    Ein sogenannter "Feldstich" ist nun mal ein Original-Bienenstich oder eben Wespenstich und somit keine Form der abgemessenen Intervall-Dosissteigerung. Man muss da ganz langsam beginnen und hochgehen ohne Reaktion des Patienten, sonst wird das nix.

    Der Stich enthält "die volle Dröhnung".

    Hätte der Insektengiftallergiker nicht gerade damit ein lebensgefährliches Problem und würde da nicht jedesmal zünden, dann wäre er wohl nicht in der Klinik.

    Soll heißen: im unbehandelten Stadium der bekannten Vollallergie ist nun mal jeder Stich ein Startschuss, wieder so heftig zu reagieren, jedesmal mit Risiko Kreislaufreaktion etc. bis hin zum allergischen Schock. Der ist zwar medizinisch anzugehen, beherrschbar - aber leider eben nicht garantiert immer. So was macht man also nicht. Jedesal Allergie-Reaktion Startknopf macht die Sache nicht besser.

    Der "Trick" ist die Mini-Dosis, die den Körper eben nicht reagieren lässt, sondern eine neue Akzeptanz wieder aufbauen kann.


    Restrisiko ist da, deshalb macht man das auch nicht zu Hause, klar. Klappt ja auch nicht immer.


    Und zum Schluß noch:

    Die 4 wöchige Wiederholung einer Erhaltungsdosis wird für 3 Jahre lang mindestens weiter gegeben.

    Und dann wird sehr wohl noch immer auch unter Beobachtungsbedingungen ein Originalstich in der Klinik durchgeführt (sollte es diesen nicht mittlerweile als "Feldstich" gegeben haben gesichert ohne Reaktion) - öfter einmal werden diese Termine bzgl Wespen-Test abgesagt, weil es passend keine Insekten zu bekommen gab, wetterbedingt oder weil sich keine fangen ließen.


    Es soll Chefs der Allergologieabteilungen geben, die freuen sich über Wespennester und fahren da selbst mal vorbei...


    Fertig mit Klugscheißen


    Gruß


    Marion


    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich werde mich bei Gelegenheit mal kontrolliert einem Stich aussetzten und sehen was passiert.


    Neee, das solltest Du "bei Gelegenehit"mal noch besser vermeiden.


    Je länger und öfter diese 4 wöchigen weiteren Erhaltungsinjektionen gemacht wurden, desto gefestigter ist das in der Ultra-Rush-Methode gestartete Ergebnis.


    Wobei Du ohne Reaktion dort bereits eine gewisse Sicherheit an der Hand hast, sagtest Du ja bereits.

    Wenn schon ein "Feldunfall", dann vielleicht bei der Einwinterung? 8o


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • beetic :


    doch und ich habe zwischenzeitlich festgestellt, dass ich vor 4 Jahren sogar schon mal in diesem Thread geschrieben habe :eek:


    Aber du hast recht, meine jüngste Antwort war nur spontan und nur auf das letzte Posting bezogen, ohne Kenntnis und Erinnerung an das Vorherige.

    Zu meinen großen Glück bin ich ja kein Insektenstich-Allergiker, zumindest ICH würde dann nämlich nicht mehr weiter imkern. Risiko und Aufwand dieses zu minimieren würden mir den Spaß gründlich verderben.


    Da ich im 1. Jahr deutliche, aber völlig normale Lokalreaktionen wie schon in meinem übrigen Leben vor der Imkerei hatte, sprich kleine Schwellung bis zu 3 Tage mit Wärmegefühl und Juckreiz, danach aber durch immer häufigere und regelmäßigere Stiche (immer mehr Bienen halt :-) ) eine rapide Verbesserung der Symptomatik erlebt habe und seit dem 3. Imkerjahr eigentlich den Stand von heute beibehalten habe (Stiche sind quasi nur noch Mückenstiche), hätte es ja sein können, dass auch Allergiepatienten, die desensibilisiert sind, sich selbst durch Naturstiche wenigstens auf einem gleichem Niveau halten können.


    Denn ich glaube doch, dass so eine Desensibilisierung nach einiger Zeit ohne "Training" wieder nachlassen kann, oder?


    Bernhard hat ja öfter gesagt, dass er sich absichtlich 1x pro Woche einen Stich setzt, um im Training zu bleiben. Soweit würde ich nach wie vor nicht gehen, aber inzwischen weiß ich, dass es funktioniert, wenn man noch keine Allergie hat, aber mir reichen die ungewollten Stiche im Imkeralltag vollkommen aus, die kurze Pause im Winter scheint nicht zu schaden.


    Ich wäre ehrlich gesagt auch viel zu feige, mir absichtlich so oft und bewusst eine Biene auf den Arm zu setzen und zu drücken. Bei ungewollten Naturstichen ist es viel "angenehmer", sich davon überraschen zu lassen und es dann schon "hinter sich" zu haben. :lol:


    Gruß

    hornet

  • Och, bei so richtig Passion zu den Immen und diesem Problem werden doch viele plötzlich sehr engagiert!8)


    Und der Wespenstichallergiker macht`s ja auch sogar ganz ohne Hobbywespen. Stiche können nun mal überall vorkommen, und bei nachweislichem Erfolg kann ja ohne weiteres das Imkern fortgesetzt werden. bis dahin ist Stichschutz halt das oberste Gebot oder Pause.


    Bei etlichen weiß ich von gutem Erfolg und auch somit weiterem Imkern, ein Anfänger z.B. hat sofort alles gegeben, der war so angefixt und imkert nun mit Elan und Erfolg weiter.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • BaarImker wo hast Du denn deine Hypo gestartet? Weil bei uns im Krankenhaua musdt Du 5 bis 7 Tage stationär bleiben.

    2 Tage wäre ja klasse..bei mir würde der Hausarzt nämlich die weiteren Spritzen übernehmen nur halt das Einleiten nicht.


    Gruss Markus

  • Guten Morgen!


    Ich hab das alles auch schon hinter mir,

    bin jetzt im 3. Jahr beim Spritzen und es ist schon mehr als deutlich besser geworden!

    Ich würde JEDEM raten sich bei einer Insektenstich Allergie Sensibilisieren zu lassen, denn es fliegen ja überall welche rum! Nicht nur beim Imkern!

    Oder habt ihr IMMER euer Notfallset mit? Beim Schwimmen, Wandern, in der Stadt beim Bummeln.....IMMER?

    Ich kenne viele Allergiker, die haben eben meistens nix mit, das find ich dann viel gefährlicher, als bei mir am Bienenstand denn ich hab immer was mit!

    Achja und aufhören ist für mich keine option, dann lieber im Vollschutz imkern, habe immerhin über 60 Völker😁


    LG Hannelore

  • BaarImker wo hast Du denn deine Hypo gestartet? Weil bei uns im Krankenhaua musdt Du 5 bis 7 Tage stationär bleiben.

    2 Tage wäre ja klasse..bei mir würde der Hausarzt nämlich die weiteren Spritzen übernehmen nur halt das Einleiten nicht.


    Gruss Markus

    Der ein oder andere wird die Stadt mit Sicherheit irgendwoher kennen... ;)

    Im Klinikum in Donaueschingen.

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  • eigentl

    Weil bei uns im Krankenhaua musdt Du 5 bis 7 Tage stationär bleiben.

    2 Tage wäre ja klasse..bei mir würde der Hausarzt nämlich die weiteren Spritzen übernehmen nur halt das Einleiten nicht

    Hallo Markus,


    das ist dann die normal übliche Dosissteigerung und eben nicht die Ultra-Rush-Methode,

    danach geht es immer monatlich weiter.


    Du solltest also eine allergologische Abteilung finden, die dies durchführt.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper