Hyposensibilisierung: juhu, es funktioniert!

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    Nach jahrelanger Hyposensibilisierung wurde vor einigen Wochen ein Bluttest bei mir durchgeführt. Leider immer noch "3. Grad" - wobei ich die Skala nicht kenne. Jedenfalls darf ich weiter machen. Die Ärztin meinte, vielleicht sogar ein Leben lang ...

  • Ich kann mir gut vorstellen, was für eine Enttäuschung das ist. Man steckt ja auch viel Zeit rein, alles für die Katz. So ein Mist!
    Ich wünsche dir, dass es trotzdem noch klappt,
    Gabriele

  • Nach jahrelanger Hyposensibilisierung wurde vor einigen Wochen ein Bluttest bei mir durchgeführt. Leider immer noch "3. Grad" - wobei ich die Skala nicht kenne.


    Das wird auch nie abnehmen.


    Ich kann mir gut vorstellen, was für eine Enttäuschung das ist. Man steckt ja auch viel Zeit rein, alles für die Katz. So ein Mist!


    Das ist nicht für die Katz.


    Der Wert besagt lediglich, dass das Immunsystem das Allergen kennt. Er besagt nicht, ob es auf das Allergen überreagiert.


    Hast Du noch nie einen Stich gehabt, wirst Du Grad 0 haben.


    Beim ersten Stich lernt das Immunsystem erst einmal, dass es sowas wie Bienengift gibt, und richtet sich darauf ein. Jetzt gehen Deine Grade nach oben. Beim allerersten Stich im Leben kann es folglich auch nicht zu einer Überreaktion kommen, da das Immunsystem noch garnicht in der Lage ist, das Gift zu erkennen.


    Hat das Immunsystem erst einmal gelernt, das Bienengift zu erkennen, so wird es diese Fähigkeit auch bis zum Lebensende beibehalten. Dein Grad wird also auch nicht sinken.


    Die entscheidende Frage ist, ob das Immunsystem <b>überreagiert</b>. Das kann man <B>nicht</B> am Grad ablesen. Das kann man lediglich mittels Stichexposition mittels "lebendem Objekt" feststellen. Es Arzt muss dabei anwesend sein, falls es doch zu einer Überreaktion kommt.


    Groteskerweise kann man durch die Stichexposition lediglich das Vorhandensein einer Allergie nachweisen, nicht jedoch die Abwesenheit. Damit ist der Nutzwert IMHO sehr eingeschränkt.


    So hat man mir das in der Hautklink erklärt. All das habe ich eigentlich auch weiter oben im Thread geschrieben.


    BTW: üblich ist eigentlich der Begriff "Rastklasse".


    PS: irgendwie scheinen die Formatierungen (Fettschrift) kaputt zu sein. Hat das mit dem gestrigen Update zu tun?

  • Hallo,


    Bitte keine Halbwahrheiten als Tatsachen verkaufen!


    RAST ist früher, CAP ist heute. Bei erfolgreicher Desensibilisierung gehen die Vergleichszahlen schon runter als EIN Hinweis. Zur Beurteilung kommt die kontrollierte Stichprovokation ggf dazu.


    Die Beschreibung paßt auf allgemeine Antikörperbildungen.
    Wenn sie korrekt wäre bei Insektengiften, dann hätte jeder Imker wegen kräftiger Auffrischungen' regulär erhöhte Werte.
    Dem ist aber nicht so.
    Gerade WEGEN der Therapie hätte man sie gern runter.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • RAST ist früher, CAP ist heute. Bei erfolgreicher Desensibilisierung gehen die Vergleichszahlen schon runter als EIN Hinweis. Zur Beurteilung kommt die kontrollierte Stichprovokation ggf dazu.

    Hast Du vielleicht eine Quellenangabe dazu? Würde das gerne diesem Prof. Dr. Kittelträger vorlegen.PS: Gibt es die erweiterte Ansicht beim Verfassen eines Artikels nicht mehr?PPS: Hilfäää, mir werden die Zeilenumbrüche geklaut, wenn ich auf "Vorschau" drücke. hoffentlich kommt das beim eigentlichen Abschicken richtig an...

  • Hallo,


    der freut sich bestimmt über Vorlagen :roll:
    das schaff ich heut nicht mehr, zu spät gelesen,
    findet sich aber im Netz => Leitlinie spezifische Immuntherapie, bei den Hymenophteren gucken, da müßte was stehen.
    Man nimmt zum Hinweis bei noch laufender Hypo einen Relationswert wobei der Gesamt IgE eine Rolle spielt, der runter gehen sollte.
    Jedoch: außer der Stichprovokation gibt es derzeit keine allgemeingültig anerkannten Parameter, die die Erfolgskontrolle sicher überprüfen.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo,
    leider hat sich herausgestellt, dass ich im laufe der letzten Jahre, immer heftiger auf Stiche reagiere.
    Das letzte mal, war nach einer viertel Stunde der Hals so zu, dass ich beim sprechen, Buchstaben nicht mehr korrekt aussprechen konnte.
    Ich mußte zum Notdienst der mir Cortison verabreichte, natürlich am Wochenende.
    Gibt es eigentlich eine Alternative zur herkömmlichen Desensibilisierung? Heilpraktiker?


    Gruß Ralf

  • Da gibt´s leider keine Alternative zur Hyposensibilisierung. Du musst jetzt auf jeden Fall 6 Wochen warten, bevor man einen aussagekräftigen Allergietest machen kann, wegen des Cortisons, das du erhalten hast. Lass dir ein Notfallset verschreiben. Gestochen werden kannst du um die Jahreszeit ja überall, nicht nur bei deinen Bienen!
    Ich kann dich nur ermutigen, die Hyposensibilisierung zu machen.
    Viele Grüße von Gabriele

  • Mir wurde in der UNI Klinik von einer Hyposensibilisierung abgeraten!
    Trotz RAST Test: Biene 6 Wespe 3 und Latex 1
    Beim Ritz und Spritztest zeigte ich zwar eine lokale Reaktion aber keine allergiesche.
    Der Prof. sagte es kann sein dass mein Immunsystem nicht allergisch reagiert oder gar durch ander Falktoren sensibilisiert sei.
    Kommt zwar selten vor ist aber möglich.
    Sollte nur mein Notfallset dabei haben und wenn wirklich mal was auftreten sollte, so soll ich noch mal vorsprechen.


    Habe vor 3 Tagen eine Stich unterhalb des Ohres gehabt, hatte ich auch erst gar nicht mitbekommen.
    Nach einer weile habe ich ein leichtes Jucken für 5 Minuten gemerkt.
    Das war schon alles.


    Ich weiss bald auch nicht was ich glauben soll und kann....


    Bluttest sagt dass eine und mein Körper sagt gar nicht :-)


  • Ich kann dich nur ermutigen, die Hyposensibilisierung zu machen.
    Viele Grüße von Gabriele


    Hallo Gabriele. Meine Hyposensibilisierung ( 3 Jahre) hat nur 1 Jahr gehalten. Jetzt ist wieder alles beim alten und ich bin wieder mit Notfallset unterwegs.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Josef!
    So ein Pech!
    In der Tübinger Uniklinik sagen sie, dass man die Hyposensibilisierung 5 Jahre lang machen soll, wobei die Injektionen im letzten Jahr nur noch alle 6 Wochen sein sollen. Aber ob das ausschlaggebend ist? Keine Ahnung, ich bin kein Mediziner. Eine Garantie für den Erfolg gibt´s ja nicht. Na ja, ich muss jetzt noch bis Ende 2015 weitermachen, und hoffe, dass der Erfolg von Dauer ist....
    Mitfühlende Grüße von Gabriele

  • Meine Ärztin sagte mir letztens, dass gemäß den aktuellen Empfehlungen/Richtlinien Personen, die besonders gefährdet sind ( Imker, Gärtner, ...) lebenslang bzw. solange sie dieser Gefahr unterliegen, gespritzt werden sollen.

  • Rene,
    der RAST alleine sagt nun mal nichts aus und reicht auch gar nicht zur Diagnosestellung,
    es finden sich sogar bei der Normalbevölkerung in bis zu 25% spezifische IgE-Antikörper (die beim RAST ja nachgewiesen werden).


    Wenn die Reaktion so war, wie Du sie oben beschreibst, dann war es schließlich auch keine Allergie, sondern eine übliche Lokalreaktion,
    Laborwerte werden nun mal nicht behandelt,
    nur echte Erkrankungen.
    Also völlig korrekt so.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Josef,


    das Rezidivrisiko nach erfolgreicher Hyposensibilisierung beträgt 10-20%, wenn die Behandlung abgesetzt wird.


    Sicherer Schutz nur durch lebenslage Fortsetzung der Therapie!
    Es wird schon mal nach 3 bis 5 Jahren aufgehört, wenn Feldstich oder Teststich ohne Effekt blieben. Meist sollte dan aber eine regelmäßige Kontrolle stattfinden. Diese wird aber recht regelmäßig verbummelt...


    Allgemein wird empfohlen, die Therapie bei neuer Allergie wieder zu beginnen. Informier Dich doch nochmal.


    Bei Versagen der Therapie (laufend), also bei einer anaphylaktischen Reaktion nach Feldstich oder auf Provokationsstich, wird die Erhaltungsdosis erhöht und dann nochmal geschaut.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper