Bewohnte Beuten Ölen?

  • Hallo zusammen,


    ich habe die neuen Unterböden die ich mir zu den geschenkten Beuten gekauft habe mit Leinölfirnis eingeölt. Farbanstriche find ich alle nicht so toll und ein gut geöltes Holz hält ja eigentlich auch ganz gut bei Feuchtigkeit.


    Nun hatte ich das Öl aber erst zur Hand als ich die beiden Völker schon im Garten hatte.
    Kann ich die Holzbeute von außen Ölen während Sie bewohnt ist oder ist das nicht so gut für die Bienen?


    Habe momentan leider keine Ausweichbeute zur Hand die ich als Erstazbehausung nutzen könnte bis alles eingezoge ist.

  • Hallo


    Ich weiss auch nicht, was die Erfahrenen hier dazu meinen. Aber ich denke, das sollte schon gehen. Wetterprognose anschauen und am Abend nach dem Bienenflug streichen. Hab keine Erfahrung mit Leinölfirnis, aber das trocknet doch sicher in einer warmen Nacht. Vielleicht Flugloch bis zum nächsten Morgen verschliessen. Das an keiner Stelle etwas reinlaufen sollte, ist selbstverständlich. Also, wenn deine Zargen nicht schön aufeinanderliegen, würde ich mir das nochmals überlegen. Aber es wird sich sicher noch ein Profi hier melden. Riecht das stark?


    Gruss
    David

    "There must be some kind of way out of here," said the joker to the thief. "There's too much confusion, I can't get no relief. Businessmen they drink my wine, plowmen dig my earth. None of them along the line know what any of it is worth." Bob Dylan

  • Hallo Patrick,


    mit Leinöl habe ich das schon gemacht, mit Leinölfirnis noch nicht.


    Probier es doch einfach ganz vorsichtig aus. Böden sind ja nur an den Berührungstellen zum Beutenbock (o.ä.) und an der den Aussenseiten empfindlich. Hast Du 2er- oder Reihenaufstellung?


    Gruß Jörg


    Die "Hinweise" der Holtermann+Co kannst Du vergessen! Die wollen sich nur gegen Reklamationen absichern, kein vernünftiger Mensch streicht Beuten von innen!

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  • Hallo Patrick,


    ich habe meine ersten Beuten mit Leinölfirnis behandelt. Das hat über eine Woche gedauert, bis die so weit aufgetrocknet waren, dass man keine Ölfinger zurückbehalten hat. Ich hatte allerdings den Hinweis bekommen, den Firnis mit dem Lappen aufzutragen und relativ viel Material zu nehmen. Über Nacht trocknen halte ich für illusorisch. Riechen tut der Firnis nur wenig. Wenn du Firnis nimmst, solltest du auch auf die eingesetzten Trocknungsmittel (Sikkative) achten. Dort sind oft Schwermetallsalze (oft Bleiverbindungen) im Einsatz, die oft giftig sind.


    Gruß
    Ludger

  • bewohnte Beuten streichen geht ganz gut, aber nicht jetzt!!!


    Firnis braucht wirklich länger zum trocknen und da kleben die Bienen fest. Ich streiche (wenn nötig) meine Magazine im Winter, bei leichten Plusgraden ohne zu erwartenden Bienenflug. Der Pinsel macht auch keine Geräusche oder Erschütterungen. Wenn du aber vorher anschleifen willst, dann schleif im Herbst und streiche im Winter.


    (ich freue mich immer über Ratschläge von Leuten, die im gleichen Beitrag schreiben, das sie ja gar keine Erfahrung haben...)

  • Also der Boden den ich geölt habe ist nach knapp 2 Tagen "trocken" geworden.
    Es geht auch eigentlich nur um die drei Zargen von außen. Also weniger die Fläche an der Bienen kleben bleiben könnten.


    Mir gings vorrangig um die Reaktion des Volks auf den plötzlichen Geruch (ich weis nicht genau, wie Bienen Gerüche wahrnehmen)


    Eine Beute hat noch einen gut intakten roten Schutzantrich, es ist daher nur eine betroffen.

  • Also der Boden den ich geölt habe ist nach knapp 2 Tagen "trocken" geworden.
    Es geht auch eigentlich nur um die drei Zargen von außen. Also weniger die Fläche an der Bienen kleben bleiben könnten.


    patrick .Eine vernünftige Abdeckung drauf die nach allen Seiten übersteht und gut is .


    Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

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  • Leinöl und auch Leinölfirnis sollen immer abgewischt werden um sinnvolle gleichmäßige Schichtdicken auch auf unterschiedlich stark saugenden Untergründen zu erhalten. Abgewischte Flächen bliden auch gleichmäßigere und besser geschlossene Oberflächen. Beim Abwischen werden stark saugende Stellen zusätzlich versorgt und nicht saugende "entlastet". Leinöl und die Firnisschichten sind biologisch gut abbaubar. Bedenkt das bitte bei der Behandlung von Böden. Darunter gehört ein Opferholz, sonst wird der Boden zu einem solchen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Also reinlaufen sollte nix ausmachen, da Holtermann empfiehlt die Beuten auch innen mit einer Schickt zu versiegeln.


    Davids Hinweis bezog sich ja vermutlich auch mehr darauf, daß die Bienen sonst im Inneren in Kontakt mir dem Zeug kommen?


    Landen die Bienen nicht auch auf der Vorderseite der ersten Zarge und krabbeln dann runter zum Flugloch? Wenn da klebriges Öl dran ist - stelle ich mir ungut vor...

  • Ok werde das berücksichtigen.
    Meine Ableger sind von der Masse an Flugbienen wohl noch nicht so stark, dass Sie die Zargenwans als Flugbrett/Sitz mitnitzen.
    Werde bei warmer/trockener Witterung mal zumindest die Seiten/Rückseite versorgen und die Front dann Abends leicht einreiben.
    Bezüglich der Abdeckung bin ich noch in der Denkphase.
    Auf der Heroldbeute habe ich einen Flachen Holzdeckel mit Blechbeschlag... Schimmelmagnet.
    Die andere Beute (Undefinierbares Maß) hat von mir versehentlich einen Blechdeckel für Heroldbeuten bekommen. Sitzt nicht so schön wie der andere, hat aber 2 große Schlitze unten drunter und daher Null Schimmel.
    Ein Zwischending der beiden mit ausreichender Abdeckung wäre genau richtig!