Gewitter und natürlicher Totenfall Varroamilben

  • Im Moment liegt hier der natürliche Totenfall an Varroamilben bei 0-2 Milben am Tag. Ich zähle bei meinen Beobachtungsstöcken täglich und dabei ist mir aufgefallen, daß nach einem schweren Gewitter der Totenfall auf 5-12 Milben innerhalb 24 Stunden gestiegen ist. In den Folgetagen war der Totenfall wieder bei 0-1 Milbe/Tag.


    Hat jemand das auch schon mal beobachtet? Das "Gewitterphänomen"?


    Viele Grüße
    Bernhard

  • Ich habe nicht die geringste Ahnung, es war nur eine Einzelbeobachtung. Mich würde interessieren, ob Andere das auch schon mal beobachtet haben.


    Mögliche Ursachen gibt es viele: Luftdruck, Ionisierung der Luft, Magnetstürme im Bienenstock, Erdstrahlen, Blitzschlag in den Bienenstock :wink:


    Ich werde jedenfalls jetzt vermehrt darauf achten, ob Gewitter und Spitzen im Varroafall nebeneinander auftreten. Wäre nett, wenn ihr ebenfalls mal ein Auge darauf werft. Danke!


    Gruß
    Bernhard

  • Die Frage ist aber, ob da wirklich mehr Milben als sonst fallen, oder ob es nur den Anschein hat...
    Könnte ja auch so sein:
    Regen -> kein Flugwetter -> mehr Bienen zu hause -> es wird mehr geputzt -> mehr (bereits tote) Milben fallen aus den Zellen aufs Gitter

  • Hmm, das ist möglich.


    Meistens geht dem Gewitter jedoch sonniges Wetter oder zumindest heiß-schwüles Wetter voraus. Flugwetter. Und dann müßte so eine Spitze auch sonst bei Regenwetter zu beobachten sein, wenn die Bienen alle zuhause sind. Richtig ist, daß solche Beobachtungen leicht zu falschen Schlüssen führen. :wink:


    Viele Grüße
    Bernhard

  • Heute abend Gewitter bei uns im Westen! Alle Blicke bitte auf die Varroawindeln!


    Danke!
    Bernhard

  • denkst du dabei an Ozon als möglichen Auslöser ?


    In Brasilien und Italien wird zurzeit mit Ozon experimentiert. Siehe Ozon: https://de.wikipedia.org/wiki/Ozon


    Die Bienen werden 20 Minuten damit behandelt. Ersten Experimenten nach, fallen wochenlang die Milben tot runter.


    Nachtrag: Es besteht Gefahr für die Bienen, also bitte keine eigenen Experimente.

  • Vielleicht brausen die Bienen immer kurz auf, wenn es kracht und werfen so die Milben ab. :eek:


    das hatten wir doch schon mal, ich erinnere mich genau!
    Irgend jemand schlug dann vor, die Milbenzahl durch tägliches gegen die Beute treten zu reduzieren :lol:

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Den Luftdruck kann man vermutlich streichen. Der fällt zwar bei einer annähernden Gewitterfront rapide ab und hält während des Frontdurchgangs, aber direkt mit der Rückseite steigt er auch schnell wieder. Das ist aber auch bei jeder anderen Warmfront (stetig fallender Druck) oder im Winter bei einem normalen Sturm- oder Orkantief (schnell sinkender Druck) bei wesentlich niedrigeren Temperaturen ohne Gewitter der Fall.
    Die Beobachtung müsste man bei einem lokalen Wärmegewitter vergleichen, da fällt der Luftdruck kaum bis gar nicht, weil es nur eine räumlich begrenzte Gewitterzelle ist.


    Gruß Andreas