Refraktomoter justieren

  • Hallo Günter,


    ich will ja jetzt echt keine Korinthen kacken, aber ...


    150 g von 250 g sind nach meiner Rechnung nicht 63 Gewicht-% sondern 60 Gewicht-%.


    Du hast bei Deiner Berechnung Gewicht mit Volumen verglichen und nicht Gewicht mit Gewicht oder Volumen mit Volumen und kommst somit auf 63 % von was auch immer.


    Also entweder gehen die teuren Refraktometer der Bienenzucht in Triesdorf (Landwirtschaftliche Lehranstalt / FH) falsch und damit dann auch Deines oder ich habe einen Denkfehler :confused:


    Grüße von Herrn Rübengrün

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.


  • Sorry, ich meine natürlich nicht Heese, sondern Ludger Merkens!


    Viele Grüße
    bhw

  • Hallo Zusammen,


    der bestellte Kalibrierblock ist nun eingetroffen. Daher hier meine Rückinfo:


    Mein "Billig-"Refraktometer hat in der Skala nahe 78 Brix einen Kalibrierstrich.


    Nachdem ich ja schon aus der Apotheke ein Fläschchen Nelkenöl gekauft hatte, habe ich davon ein Tropfen auf die zu benetzende Fläche am Refraktometer gegeben und den kleinen Glasblock darauf gelegt (man sollte ihn mit der beweglichen und absenkbaren Platte fixieren, da er sonst herunterfließt).


    Die Trennlinie ist nicht sehr gut zu erkennen.


    Das Refraktometer war als "ab Werk bereits kalibriert" verkauft. Der voreingestellte Wert musste noch um einen gangen Prozent-Punkt korrigiert werden (Wassergehalt zu hoch angezeigt).


    Ich denke, die insgesamt nochmal rund 12 EUR sind gut angelegt.


    Viele Grüße
    bhw

  • Hallo Ihr Techniker, Physiker und Bastler:-D


    mein Mann hat mir testweise ein Refraktometer aus dem Automobilzubehör mitgebracht. :D


    Nun ist es so, dass die 3 Skalen darin dazu gedacht sind Kühlflüssigkeit, Batteriesäure und Frostschutz zu messen.
    Als Kalibrierflüssigkeit ist destilliertes Wasser dabei.
    Eigentlich reicht es ja, wenn man weiß, wo die 18% sind, egal auf welcher Skala...


    Ich habe probeweise meinen -wunderbar cremigen - Rapshonig:cool: von dem ich wusste wieviel % er hat, aufgetragen.
    So viel ich auch an der Stellschraube drehte, es kam nie ein Trennstrich. Alles blieb weiß.


    Warum geht das nicht?


    Wie schon einer hier schrieb, es geht um den Brechungsindex, also müsste es doch prinzipiell damit gehen?


    Soll ich flüssigen Honig nehmen?


    Danke schon Mal!
    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Refraktometer aus dem Automobilzubehör mitgebracht.


    Warum geht das nicht?


    damit kannste Wassergehalt von 80% bis 100% messen.
    Aber Du willst nen Wassergehalt von 10% bis 30% messen.


    -> falscher Messbereich.


    (Honig mit 100% Wassergehalt benutze ich zum Bügeln und Blumengießen :lol: )


    LG
    Heese

    .. und es gibt doch ein Leben vor dem Tod! (Prediger 3,22)

  • Aha! So einfach kann die Antwort sein!
    Vielen Dank!


    Ich hab inzwischen gesehen, dass es Refraktometer für die verschiedensten Dinge gibt: für Aquarien, und sogar Marmelade, ... dass Winzer sowas auch benutzen wusste ich ja, aber Autowerkstätten waren mir bis gestern auch neu...


    Wieder was gelernt :D
    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Jule,
    ein kleiner Nachtrag meinerseits: Honig der mit einem Refaktometer (das für Honig geeignet sein muss) gemessen werden soll muss flüssig sein; keine Kristalle.
    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • kleine Story und Fragen...


    Vor kurzem bekam ich günstig ein Refraktometer mit passendem Messbereich. Dabei ein Kalibrierblock und ein Rest einer braunen Brühe im Gläschen.
    Ihgitt, dachte ich, die Referenz- bzw. Prüfflüssigkeit ist aber hinüber und wunderte mich über den kleinen schnuckelige Block.


    Unser Vereinsrefraktometer (Atego?) hat kein Kalibrierblock in der Box, aber dafür ein Fläschchen Prüfflüssigkeit "Standart Liquid LB" unbekannten Alters, auf dem eine kleine Tabelle mit Werten klebt.


    z.B.


    20° = 1.4899 nD = 79,7 Brix = 18,6 % Water.
    25° = 1.4880 nD = 79,0 Brix = 19,4 % Water.



    Hier fällt mir sofort auf, dass die Temperatur einen deutlichen Einfluss auf das Messergebnis hat!


    Wie bekomme ich raus, ob (m)ein Refraktometer eine Temperaturkompensation hat? Der Vereinsrefra hat unten am Gerät ein Thermometer eingelassen, meiner nicht.
    Ich finde auch keine Bezeichnung des Typs auf dem Gerät selber, in der Bedienungsanleitung ist die Rede von mehreren versch. Refras, z.B. RHB 90 und RHB 90 ATC.


    ATC steht wohl für Automatic Temperature Compersation.


    In meinem Refra finden sich drei Skalen:


    °Be´ 38 bis 43
    58 - 90 % (ich nehme an Brix) und
    Water 12 - 27 %.


    In der Mitte der Brix - Scala ist auch bei meinem Refra ein etwas seitlich angeordneter Eichstrich bei 78,8


    Spielt die Art des Lichtes eine Rolle beim Ablesen? Also Tages- oder Kunstlicht?


    In der Bedienungsanleitung steht ausserdem sinngemäß: um den Block mit der glatten (!) Seite auf das Prisma zu legen einen Tropfen Eichflüssigkeit (?) auftragen und festdrücken.


    Der Block heisst also Kalibrierblock (nicht Prisma, wie ich erst dachte)
    Und die "schräge Glasfläche" am Gerät selbst heisst Prisma oder Hauptprisma.



    Wir haben dann versch. Refraktometer getestet und verglichen, hin und her, mit Block, Eichflüssigkeit und Honigen und irgendwie war jedesmal kaum Unterschiede (zwischen den Refras) erkennbar.


    Das war mir zu unbefriedigend. Ausserdem war mir die Anwendung des Prisma nicht klar. Und ich vertraute der Eichflüssigkeit nicht wirklich, wegen des Alters?!


    Ich kontaktierte das Eichamt, habe aber noch keine Antwort erhalten.


    Irgendwann reinigte ich dann das Fläschchen mit der "umgekippten" Eichflüssigkeit ... und merkte, das war Nelkenöl!


    So dachte ich der Imker hat das irgendwie als Rauchersatz verwendet und halt im refra gelagert.


    Jetzt las ich hier, dass man zu dem Block das Nelkenöl braucht.


    Nun, warum gerade Nelkenöl? hat das einen sehr stabilen und immer genau definierten Wassergehalt? Aber in Verwendung mit dem Block, dessen Brechungsindex ja fest steht, hat es doch eigentlich nur die Funktion, den Block zu fixieren und das Licht weiterzuleiten???


    Mir fehlt da der Durchblick.


    Am einfachsten wäre es, frisches Nelkenöl zu besorgen und dann das refra zu prüfen / kalibrieren mit dem Block. am Besten vor dem Test bei definierten Temperaturen alles zusammen lagern?!


    Danke für eure Überlegungen / Erfahrungen!

  • kleiner Nachtrag zum Thema Nelkenöl als KONTAKT-Flüssigkeit. (Nicht als Kalibrierflüssigkeit!).


    Kontaktflüssigkeit braucht man, um den Block aufm Prisma zu verwenden.


    hier Posts 23 + 24:


    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=12650&p=133298#post133298


    Die Kontaktflüssigkeit muss also einen höheren Brechungswert als der Block haben - der genaue Wert ist unwichtig.
    Der Block bei Honig-Refraks hat 78,8.
    Die Frage, wie ich eine vorhandene oder fehlende ATC erkenne, ist noch offen.


  • Hallo zusammen,


    ich habe hier gelernt, dass bei der Kalibrierung eines Refraktometers mit einem Kalibrierstein die Kontaktflüssigkeit einen Brechungsindex haben muss, der größer ist als der des Glasstandards (Referenzglas), der genaue Wert muss hingegen nicht bekannt sein. Es wird hierfür allgemein Nelkenöl als Kontaktflüssigkeit empfohlen.


    Ich frage mich, ob man wohl auch z.B. Sonnenblumenöl verwenden könnte. Hat jemand von Euch Erfahrung damit? Oder könnte jemand einfach mal den Versuch mit Kalibrierflüssigkeit vs. Nelkenöl vs. Sonnenblumenöl machen?


    Das wäre allerliebst. Danke. :wink:

  • Hallo!


    Bevor ich nen weiteren Thread eröffne, hänge ich mir mal kurz mit rein.


    Ich will meinem Imkerpaten helfen, sein Refraktometer Atago N3 zu kalibrieren. Wenn ich das hier http://www.llh.hessen.de/downl…tsbestimmung%20100924.pdf richtig deute, hat das N3 von Atago kein ATC. Somit ist lt. dem pdf ja ne Tabelle für die Temperaturkorrektur erforderlich. Hat jemand so eine?


    Ich habe mir das Teil von Müller zugelegt, das Melanie auf ihrer Hompage bewertet. (Kleiner Tipp am Rande: Beim Kalibrieren habe ich die Schraube der Prismenabdeckung gelöst und diese nach unten gedreht; dann muss man die nicht auch noch gleichzeitig festhalten :-D) Da war ein Eichblock bei, der bei 20°C 19,6% Wassergehalt anzeigt. Den könnte ich doch für die Kalibrierung des Atago nutzen, oder? Mir fehlt halt nur die Tabelle. Kann hier jemand aushelfen? :confused:


    Hatte auch Atago schon angeschrieben; da rührt sich nur niemand.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • ... Nelkenöl vs. Sonnenblumenöl ...


    Interessante Idee! Noch interessanter wäre, wie, warum und wer überhaupt auf Nelkenöl kommt / kam ?!


    Wir testeten mal unterschiedliche Honige (mit unterschiedlichen Wassergehalten) mit unterschiedlichen Refraktometern - die Ergebnisse lagen so eng beieinander, dass wir uns seitdem keine Gedanken mehr bezüglich kalibrierung, ATC usw ... machen.
    Da ich derzeit keine Bienen mehr habe, hab ich auch kein Wasser mehr im Honig ;) ...


    Nichtsdestotrotz bin ich auch auf weitere Posts hier gespannt.
    Gruß und Dank
    Frank


  • ....Nichtsdestotrotz bin ich auch auf weitere Posts hier gespannt.
    Gruß und Dank
    Frank



    Hallo zusammen


    Die simelste Methode ist für mich einmal das Binenfutter testen.
    Da ist ja immer der Wassergehalt angegeben.
    Ich glaube nicht dass der Hersteller mehr Zucker reingibt als angegeben ,
    auch weiß der Hersteller dass die meisten Imker ein Refra. haben also ein
    zuviel an Wasser würde auch sofort auffallen.