Bienen füttern - Styropor oder Kork?

  • Hallo,


    ich habe vor drei Tagen zum ersten Mal meine Bienen füttern müssen. Da ich keine Korken und auch kein Futtergeschirr habe, wurde mir geraten, ich soll Styropor in das Zuckerwasser hinein geben. Jetzt habe ich gerade festgestellt (wie hier schon mal geschrieben), Bienen haben das Styropor zerkleinert.
    Ist dies bei Korken nicht der Fall? Oder hab ich den Eimer zu lange stehen lassen? Nach dem Motto: Zuckerwasser weg, jetzt packen wir den Styropor???


    Gruß
    carnica18

  • Hallo Bienenfreunde!


    In einer Golz-Schrift habe ich über eine interessante Fütterungsmethode gelesen. Wenn ich das richtig interpretiert habe, dann nimmt er ein größeres Elektrikerrohr und führt dieses durch den Deckel durch. Dadurch können die Bienen bis zur Futteroberfläche und können das Futter aufnehmen. Angeblich ist kein Schwimmmaterial notwendig. Dadurch, dass das Rohr sowohl beim Deckel, sowie am Boden bienendicht abschließt, können die Bienen nicht in den Futtereimer. Sicherheitshalber könnte man das Elektrikerrohr bewachsen, dann wäre es auf alle Fälle klettersicher für die Bienen. Bei nächster Gelegenheit werde ich dies ausprobieren.


    Wenn das System funktioniert, hätte es folgende Vorteile:
    1. Mann kann den Futtereimer ohne Schwierigkeiten nachfüllen.
    2. Es wird kein Schwimmmaterial benötigt, benagt oder schimmlig
    3. Vermutlich wird sich auch bei kaltem Wetter keine Bienentraube oberhalb des Eimers bilden. Das kommt bei Futtereimern mit Schwimmmaterial immer wieder vor und die absterbenden Bienen fallen in den Eimer.
    4. Vorteil gegenüber gestürzten Eimern; Keine Kleckserei usw.


    Hat jemand ein solches Fütterungssystem?


    MfG
    Honigmaul

  • Stroh :) Supergünstig, natürlich und ebenfalls kein Hindernis beim Nachfüllen - ich hab letztes Jahr immer mit 2 ausgeschnittenen Tetrapaks gefüttert ;)

  • Danke Marion,


    ich überlegte gerade, ob ich es nochmal schreiben sollte. - Du hast den besseren Weg gewählt.


    Wolfgang

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Ich habe vorgestern folgende Futtertasche geliefert bekommen:


    Bildquelle: http://www.imkereibedarf-biene…e/artikelbilder/06210.jpg


    Sie ist breit wie ein normales Rähmchen und hat ein Plastikgitter als Aufstiegshilfe mit dabei. (Auf dem Foto wurde es etwas herausgezogen damit man es sieht). Dieses legt sich stellenweise jedoch an eine Seitenwand an, so daß es Flächen gibt, auf denen kein Schwimmer/Gitter ist.


    Denkt ihr ich sollte zusätzlich noch Schwimmer rein tun oder reicht dieses Gitter?
    Hat von Euch evtl. einer diese oder eine ähnliche Tasche im Einsatz und kann seine Erfahrungen berichten?
    Mir gehen nämlich die Legosteine als Schwimmer aus....


    Bei Gras verfärbt sich das Wasser grün - macht das was?



    Danke,


    Alex

  • Futterzarge drauf! Futter rein! Fertig!


    Daß sich so viele die Matzerei mit den Eimern und Korken, den Leerzargen und das Gedröppel noch antun, kann ich echt nicht verstehen. Zumal das ja oft nicht Imker sind, die für ihren Bestand nun gleich 300 FZ kaufen müßten, ham' die doch bloß so 6 Völker. :roll:


    Alleine, wenn ich schon sehe, daß Imker in der Verwandschaft Korken sammeln und dann allenernstes durchschneiden, damit es mehr werden und nach der Fütterung in Raschelsäcken durch die Waschmaschine ... Nee, manchmal ist Geiz wirklich geil. Zumindest geil anzuschaun.


    Für Ablegerfütterung im Notfall gib's die erprobte Zipp-Lock-Methode oder halt Futterteig (den man natürlich auch noch selber machen kann)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich setze einfach eine leere Honigzarge aufs Volk, stelle eine Plastikschlüssel auf die Rähmchen, fülle das Winterfutter ein und lege als Schwimmer eine Luftpolsterfolie drauf, so das sie über den Schüsselrand drüber hängt. Die Biene könne dann schön dran hoch krappeln und und nehmen das Futter zwischen Schüsselwand und Luftpolsterfolienrand auf. Bisher ist noch kein einziges Bienchen ertrunken und die Lp-Folie kann auch mehrfach zum Füttern wieder verwendet werden. Sie wird also nicht gross angenagt, eher ab und an mal an der Schüssel festgekittet.

  • Futterzarge drauf! Futter rein! Fertig!


    Daß sich so viele die Matzerei mit den Eimern und Korken, den Leerzargen und das Gedröppel noch antun, kann ich echt nicht verstehen.


    :daumen:


    Zum Glück gibt es ja Imkerkurse, in denen Imkeranfängern so ein Geschussel auch noch eingebläut wird. :roll:


    Ich sollte meine Erfindung patentieren lassen: Mit Magneten ausgestattete Schwimmkorken für Tetrapacks...die richten sich automagisch aus! Und erzeugen ein Schwerefeld und ein Leichtefeld. Die Bienen schweben auf diese Weise über dem Futter zwischen den Feldern. Sobald sie den Rüssel in den Saft herabsenken, werden sie durchströmt von dem Feldausgleichskräften. Ansitzende Varroen springen etwa 20 cm weit ab und reißen andere Varroen mit aus dem Bienenstock. :wink:


    Gruß
    Bernhard

  • Hallo Berndhard,


    das ist doch mal wieder eine Fehlkonstruktion deine Varroabehandlungsmaßnahme. Musstest du das unbedingt mit der Fütterung verknüpfen? So kann man immer noch nicht ganzjährig gegen Milben behandeln. Ich will keinen Zucker während der Tracht zufüttern müssen.



    ....
    Ludger