Ableger verstärken im Juni

  • Hallo,


    ich habe einen Ableger dem ich etwas zu wenig Bienen mitgegeben habe. Waben mit auslaufender Brut hab ich nicht mehr.


    Im Frühjahr kann man ein schwaches Volk einfach auf ein starkes Volk über Absperrgitter oben drauf stellen und und das Starke Volk unterstützt mit Wärme und Bienen.


    Würde das auch jetzt funktionieren oder gibt das Mord und Totschlag?


    Grüße
    Andreas

  • Hallo Andreas,
    ich mach es so:
    ne Kiste (Papkiste vom Honig etc.) ans Flugbrett klemmen und Bienen aus den HR eines anderen Volkes da hinnein kehren. Die alten Flugbienen fliegen zurück, die jungen betteln sich in den Ableger ein... (Niemals "von oben" ins Volk reinschütten, Flugbienen finden Honig(kränze) und erzählen zu haus davon --> Räuberei!)
    Viel Erfolg!
    Frank

    Hätten wir was getan, als noch Zeit war, bräuchten wir uns nicht vorzustellen, wie es wäre, wenn wir was getan hätten, als noch Zeit war.

  • Klappt auch wenn das Honigraumbienenspendervolk direkt neben dem Ableger steht? Die Fluglöcher sind dann recht nah beieinander...


    Ich hab da noch eine andere Änfängeridee.


    Wenn ich den Honigraum aus dem ich die Bienen nehmen möchte über eine Bienenflucht auf den Ableger stelle, würden die sich bald weisellos und dann nach unten in den Ableger wandern und vielleicht bleiben. Hab ich einen Denkfehler? Das Spendervolk hat 2 Honigräum und kann einen durchaus mal kurz entbehren.


    Grüße
    Andreas


  • Ich hab da noch eine andere Änfängeridee.
    Grüße
    Andreas


    Andreas ,die Änfängeridee ganz schnell vergessen.Es geht darum das Altbienen die ewentuell Räubern könnten abfliegen ! ! !
    Warum kommen Anfänger oft auf andere Ideen wie einer der schon 23 Jahre Imkert .


    Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Andreas,


    wie schon gesagt:


    Bei Deiner theoretischen Idee hast Du dann praktisch jedoch alle alten Flugtanten, die auch grad zufällig im HR sind, mit dabei. Die wandern über die Futterkränze/Futterwaben oder das Futter in der Beute raus, merken sich das und sagen zu Hause Bescheid, wo es was zu holen gibt, denn die fliegen wieder zurück.
    Räubereigefahr.
    Du brauchst Jungbienen, die noch nicht eingeflogen sind und nicht wissen, wo sie hinsollen.


    Ich hab`s heute auch mit der HR-Wabe gemacht, wollte das eigentlich mal filmen.
    Ableger geschenkt bekommen, den ich lieber ein bisschen stärker hätte. Außerdem sind die brutfrei bzw hat die Königin gerade begonnen mit stiften und OX-Dampf hat ne Menge Milben rausbefördert.


    Einfach eine HR-Wabe oben raus aus dem Nachbarvolk (vorher Rauch bekommen wegen Durchsicht), rübergehen, sogar einen Moment warten: Wer auffliegt soll das gerne tun und heimkehren!
    Dann die Bienen auf das Anflugbrett geklopft. Ergab ein Dadantanflugbrett voll Jungbienen.
    1x Rauch ins Flugloch, 1x hinter die Jungsters - schwupp marschierten alle zum Flugloch rein und weg waren sie.


    Erstaunlich ist, wie spürbar der Flugbetrieb schon nach ner Stunde deutlich stärker war beim Ableger, obwohl man ja Jungbienen zugegeben hat (Nein, keine Räuberei!).
    Offensichtlich rekrutieren sie bei genügend neuem "Bodenpersonal" sofort mehr von den Alten für draußen.


    Meine Beuten stehen 3 m auseinander übrigens.


    Viel Erfolg


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Andreas,
    so wie Marion es beschreibt mache ich das auch, klappt gut. Eine etwas mehr arbeitsintensive Art wäre es, den Ableger mit einem anderen Volk den Platz tauschen zu lassen. Da bekommst du plötzlich viele Flugbienen in den Ableger.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans

  • Vielen Dank für die vielen Antworten, ich werde es morgen so machen und die Bienen vor das Flugloch schütteln.
    Ich hoffe sie finden das kleine Flugloch dann auch.:roll:




    Warum kommen Anfänger oft auf andere Ideen wie einer der schon 23 Jahre Imkert .


    Josef


    Weil dem Anfänger 23 Jahre Erfahrung fehlen und der Erfahrene nicht immer gleich daneben steht.
    Und deshalb frag ich hier und freu mich über alle Antworten.


    Andreas

  • Zitat

    Ich hoffe sie finden das kleine Flugloch dann auch.


    Du wirst erstaunt sein :u_idea_bulb02:


    Ableger haben doch immer so winzige Fluglöcher - oder sollten sie. Meine waren in gefühlten 15 Sekunden drin (2 cm).

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich hab es genauso gemacht wie von Euch empfohlen. Und es lief auch fast so wie ihr und speziell Marion es beschrieben hat.


    Brett vors Flugloch, und Bienen aus dem Nachbarhonigraum, von gerade ausgebauten Mittelwänden, darauf geschüttelt. Den Rauch hatte ich vergessen.
    Kurz darauf war das Brett und die Beutenfront voll mit desorientierten Bienen. Das kleine seitlich Flugloch wurde nicht so recht für voll genommen.
    Wahrscheinlich duftete es nicht genug daraus. Kurzerhand hab ich den Fluglochkeil komplett entfernt und siehe da, die Prozession kam sofort in Gang.
    Innerhalb weniger Minuten waren 2/3 der Neulinge eingezogen. Daraufhin hab ich den Keil wieder eingesetzt und nach kurzer Zeit wurde der kleine Eingang
    gefunden und benutzt. Nun hoffe ich das der Ableger in die Puschen kommt.


    Nochmal vielen Dank an alle für den Rat.


    Gruß
    Andreas