Warum Starter & Finisher bei Königinnenvermehrung?

  • Hallo zusammen,


    ich frage mich gerade, warum man sich die Arbeit mit Starter und Finisher macht. Warum soll man die angepflegten Weiselzellen auf mehrere Völker verteilen? Und wenn ja: wieviele pro Volk steckt ihr da in ein Volk zum fertigpflegen rein?


    Bringt ein ausreichend starkes Volk nicht genug Gelee Royal für sagen wir 20-25 Königinnen? An der nötigen Wärme sollte es nicht scheitern, wenn man neben dem Zuchtrahmen rechts und links je 2 Brutwaben hängt.


    Aber wenn ein Volk täglich 1500 junge Maden (alle frisch geschlüpften Maden des Tages) mit (fast) reinem Gelee Royal versorgen kann, dann sollte die Menge doch auch für die paar Weiselzellen reichen oder nicht?


    Klar, als Züchter, der mehrere Serien von 60 Stk innerhalb von 14 Tagen ansetzen will, ist man auf Finisher angewiesen.
    Stefan

  • Klar, als Züchter, der mehrere Serien von 60 Stk innerhalb von 14 Tagen ansetzen will, ist man auf Finisher angewiesen.


    Hi Stefan, genau das ist der Grund. Du hast damit einfach mehr "Durchsatz", wenn du im weisellosen Pflegevolk nur anbrüten lässt und dann nach 2 Tagen die Endpflege auf ein anderes weiselrichtiges Volk "abwälzt".


    Je nach Annahmeergebnis kann man eine Serie auf ca. 3 Finisher verteilen. Wenn's denen zu viel wird, werden einfach nicht alle weitergepflegt. Bei "mittlerem Bedarf" ist es aber einfacher die Zellen 5 Tage nach dem Umlaven, also kurz nach der Verdecklung, in den Brutschrank zu geben, dann hat man die Arbeit mit den Finishern nicht, aber dennoch etwas kürzere Abstände.


    Man kann aber auch ohne Probleme 2 Serien in einem Pflegevolk komplett erbrüten, ohne mit weiteren Bienen zu verstärken.