Mit Bienen auf Wanderschaft gehen

  • Werbung

    Ein in Dänemark lebender Freund
    erzählte mir - nachdem er einen Nachmittasg mit mir am Bienenstand verbrachte - wie er sich seinen Ru8hestand vorstgellen könne:
    Mit einem Zirkuswagen ( vorhanden ) und einem Traktor ( vorhanden ) und zwei / drei Bienenvölkern herumzutingeln, von Tracht zu Tracht zu ziehen.....Halt so, wie der sich nach Romantik sehnende Honigesser sich das so vorstellt.
    Aber er stellte mir eine Frage, die ich nicht beantworten konnte:


    " Wenn ich nachts fahre und dann irgendwo anhalte - Beispiel am Rande eines Rapsfeldes - und dann die Bienen morgens dort ausschwäremen lasse, -
    kommen die dann abends auch wirklich zurück? Oder "nehmen die mir das übel", dass sie eigentlich jeden Morgen irgendwo anders " aufwachen" und " zur Arbeit gehen sollen"?
    Oder andeers: Wie reagieren Bienen auf kurzfristig wechselnde Standorte?
    Wer kann uns da mit wirklichem Erfahrungswissen helfen?


  • Oder andeers: Wie reagieren Bienen auf kurzfristig wechselnde Standorte?
    Wer kann uns da mit wirklichem Erfahrungswissen helfen?



    Übel, wirklich übel werden die Auswirkungen sein. Also ohne vorherige amtliche Anmeldung und natürlich förmlicher Abmeldung wird so ein weiterziehen nicht möglich sein. Die Folgen werden sonst nicht zu überschauen sein.


    Allerdings wird es den Bienen nichts ausmachen, die fliegen sich am neuen, ihnen unbekannten Ort neu ein und kommen auch fleissig zurück, wenn der neue Standort mindestens 5km vom alten Ort weg ist. Allerdings musst du jedesmal den Formularkram beim Veterinäramt hinter dich bringen (Wanderung mit Bienen -> Gesundheitszeugnis -> Meldung beim Veterinäramt, von wo du kommst und wo du nachher hin willst). Und das 2 Mal pro Weiterreise: im alten Landkreis abmelden und im neuen (schon vor dem Aufstellen) angemeldet sein.


    Leider nichts mit: Heute hier, morgen da oder doch vielleicht dort hin mit den Bienchen.


    Stefan


  • " Wenn ich nachts fahre und dann irgendwo anhalte - Beispiel am Rande eines Rapsfeldes - und dann die Bienen morgens dort ausschwäremen lasse, -
    kommen die dann abends auch wirklich zurück? Oder "nehmen die mir das übel", dass sie eigentlich jeden


    Hallo Werner ,kauf dir ein Imkerbuch dann erübrigen sich solche Fragen wie morgens ausschwärmen -abends auch wirklich zurück .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von derbocholter ()


  • Leider nichts mit: Heute hier, morgen da oder doch vielleicht dort hin mit den Bienchen.


    Stefan


    Hallo Stefan , von Dänemark ist die Rede,ist es da auch so wie hier Gesundheitszeugnis usw. ? Ich weiß es nicht .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von derbocholter ()

  • Das ist, lieber Bochholter, ein wirklich guter, wenn nicht gar wohlwollend - freundschaftlich und vor allem: kollegial motivierter Rat, - gewissermaßen so, wie der Kluge dem Törichten und Dummen eben raten würde! Ich danke sehr dafür.
    Nun ist es jedoch so, dass ich es bisher nicht vermeiden konnte, dass man mir hin und wieder ein Buch schenkte, - übrigens auch inzwiwschen etliche über Imkerei.
    In keinem dieser Bücher fand ich jedoch Antwort auf die Frage:
    Wie reagieren Bienen auf kurzfristige und häufig wechselnde Standorte?


    Womöglich weißt ja gerade Du eine fachlich fundierte Quelle?


    Deine so freundschaftlich hilfsbereite Haltung ist in diesem Forum - das darf ruhig einmal in Richtung der anderen mahnend gesagt werden - von einer gewissen Seltenheit.
    Als gelernter Psycho mit rund 30 jähriger Praxis - der aber immerhin die "Kölsche Haltung": Jeck, loss Jeck elans weiß ich Deine Antwort daher zu
    schätzen ( und einzuschätzen)
    Dir einen freundlichen gruß


    Werner Vogel

  • Ich bedanke mich für den Link!


    Ja, von Tracht zu Tracht ziehen, womöglich hinter den Bienen im Halbschatten eine Liege, die Mädels zur Arbeit schicken......


    Jedenfalls ist die Vorstellung meines Freundes auch für mich voller Reiz und ich stelle mir vor, dass man bezüglich der formalia sich auch sagen könnte:
    Russland ist auch ( sagen wir mal in Meckpomm ) groß und der Zar ist auch dort weit. Heute hier und morgen dort.....


    ( Übrigens: Wenn die Bienen ihre Vorlkswirtschaft o h n e Obrigkeit, o h n e sanktionierende Regulative, sogar ganz ohne eine Oberaufsicht durch Deutsche ( oder andere ) Imkerverbände so ertragreich und lukrativ erhalten, dann gewinnt die Vorstellung einer gewissen " Anarchie" bei diesem heute hier und morgen dort durchaus einen gewissen Reiz....)


    Jetzt binb ich dafür noch nicht alt genug, aber wenigen
    Jährchen gehöre ich sogar unter den Imkern zu den wirklich
    Alten. Und mit einem Bissel Senilität und mit einer gewissen Leichtfertigkeit des Greises könnte ich mir das durchaus vorstellen.


    Bis dahin bleib ich aber brav, schau, ob ich den Rat, mir ein Buch zu kaufen, befolgen kann und scheue die Übel, die die bis dahin stets gelobte Obrigkeit
    zu meinem und der Bienen Besten parat hält!
    Werner

  • womöglich hinter den Bienen im Halbschatten eine Liege, die Mädels zur Arbeit schicken......


    Klingt ja schon ein bisschen nach Zuhälterei :D


    Ist der Plan wirklich jeden Tag weiter zu ziehen?
    Weil die Trachtpflanzen blühen in der Regel ja länger als einen Tag.


    mfg Tom

    internetdefenseleague.org - protecting free internet since 2012

  • Das ist auch schon deshalb Käse, weil Wanderung Honig kostet! Es ist ja grad ein alter Trick, wenn man abwandern muß und die nächste Tracht bereits wieder (unreifen) Honig in die Waben brachte, den offenen HR nicht gegen einen leeren zu tauschen, sondern mit dem auf den Völkern zu wandern. Dann ist nach der Wanderung diese dünne Honig nämlich Verschwundowatzsch Wegikowsky. Der wird im Wanderstreß und in der Zeit in der mangels Orientierung nix reinkommt aufgebraucht. Man muß dann also füttern auf Reisen.


    Auf was für Ideen manch einer kommt. Und ich höre noch den Vorwurf, schon Wandern sei nich verwesungsgesäß.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • henry, warte mal ab, bis du in der zeitung liest "Imker nimmt Bienen mit in den urlaub"


    das bin dann ich:-D
    3 Völker hinten in die Garage vom Wohnmobil.
    dort angekommen, brauch ich nur die hintere klappe öffnen.:Biene: