Metherstellung-wer weiß Rat?

  • So, dann mach ich mal noch einen neuen Thread auf. Vielleicht kann ja jemand helfen.



    Hallo,


    also ich hab mir so eine Spitzsieb besorgt. Besagten Honig auf 40 °C erwärmt und ab durch das Tuch damit. Natürlich blieben schon beim Verflüssigen wieder jede Menge Kristalle im Honig über. Aber der Honig lief soweit problemlos durch. Ich bin begeistert!:daumen:
    Nun hab ich etwa 3,5 Kg Honig in Form eines großen Kristallklumpens übrig. Was mach ich denn damit? Ein Mellitherm rentiert sich bei mir wirklich nicht. Kann man bei diesem Klumpen von Melizitosehonig reden? Ist der für die Metgewinnung noch geeignet? Die Literatur gibt hierzu nämlich unterschiedliche Aussagen her. Die eine wäre, den Honig wärmer als 40°C zu erwärmen und trotzdem zu vermeten. Andere meinen, dass dieser Mehrfachzucker nicht gut vergären würde. Oder versuchsweise einfrieren und auf Drohns Weihnachtswunder hoffen?
    Für Ratschläge bin ich dankbar.


    Gruß
    Katrin

  • Alle wollen Met herstellen, haben aber keine Ahnung ;)


    Ich würde den Klumpen vermutlich einfach mit vergähren lassen und schauen ob er sich auflöst.
    Wieviel Wasser hast Du denn auf den Honig gekippt? Mein "Standardverhältnis" ist 1kg Honig auf 2 Liter Flüssigkeit, wobei ich auch schon mal bis 50% der Flüssigkeit durch naturtrüben Apfelsaft ersetze.

  • Alle wollen Met herstellen, haben aber keine Ahnung ;)


    Ich würde den Klumpen vermutlich einfach mit vergähren lassen und schauen ob er sich auflöst.
    Wieviel Wasser hast Du denn auf den Honig gekippt? Mein "Standardverhältnis" ist 1kg Honig auf 2 Liter Flüssigkeit, wobei ich auch schon mal bis 50% der Flüssigkeit durch naturtrüben Apfelsaft ersetze.


    Ich hab noch keinen Met angesetzt. Momentan sammle ich noch Informationen.
    Und weil ich keine Ahnung habe, frage ich. Denn dumme Fragen gibt's ja nicht. :wink:


    Das Lwg für Bayern meint dieses dazu:


    Bei der Vergärung von Melezitose zu Met vergärt nur der im Honig enthaltene Anteil an
    Fruchtzucker und Traubenzucker, Melezitosezucker kann von der Hefe nicht verdaut
    werden. Damit ist eine korrekte Berechnung der benötigten Honigmenge äußerst
    schwierig, außerdem ist mit erheblicher Restsüße zu rechnen. Die Vergärung von
    Melezitose zu Met sollte deshalb erfahrenen Metherstellern überlassen werden.


    So wie es ausieht gibt es diesen Winter dann wohl Lebkuchen in rauhen Mengen.:roll:

  • also ich hab mir so eine Spitzsieb besorgt. Besagten Honig auf 40 °C erwärmt und ab durch das Tuch damit. Natürlich blieben schon beim Verflüssigen wieder jede Menge Kristalle im Honig über. Aber der Honig lief soweit problemlos durch. Ich bin begeistert!:daumen:
    Nun hab ich etwa 3,5 Kg Honig in Form eines großen Kristallklumpens übrig.


    Du hast den Honig einfach zu wenig lange erwärmt oder zumindest nicht zwischendurch mal gerührt! Von problemlos durchlaufen würde ich nicht sprechen, wenn noch 3 kg übrig bleiben. ;-) Der "Kristallklumpen ist weder Melizitose noch sonstiger "Abfall" oder Rest, denn man nun nur noch zur Metherstellung verwenden könnte, sondern genauso guter Honig wie dein Rest, nur eben noch kristallin!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Clemens ()

  • Hallo Clemens,


    ich tue seit Dezember nichts anderes als den Honig immer wieder in eine flüssige Form zu zwingen.:wink: Bei Temperaturen um 40 °C ist das aber leider nicht möglich. Auch den verbliebenen Rest hab ich immer wieder erwärmt (insg. 2 mal) und durch das Sieb laufen lassen. Da geht nichts mehr. Egal wie lang ich das ganze bei 40°C vor sich hin schwitzen lasse.:roll:
    Der Honig hat sich schon ziemlich besch.... schleudern lassen. Ich hatte danach Waben, die nicht mal zur Hälfte entleert werden konnten.
    Da es Honig vom "Waldrandstand" war, war ich auch nicht sonderlich überrascht.


    Beste Grüße
    Katrin

  • Ich erwärme auf 50°C, auch um wirklich alle Fremdhefen und sonstige Tiere raus zu bekommen.
    Und jeder Zucker löst sich in Wasser auf! Das ist nur eine Frage der Flüssigkeitsmenge und der Zeit.
    Ein Teil Honig und zwei Teile Flüssigkeit (Wasser und trüber Apfelsaft) ist eine gute Mischung (siehe auch Omni).

  • Mach den Honig einfach auf 60° und er wird flüssig. Wirf auf keinen Fall den KLumpen rein. Es wird eh nicht alles vergoren und du benötigst eine Restsüße.


    Remstalimker


    Meine Fässer brodeln.

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • ich tue seit Dezember nichts anderes als den Honig immer wieder in eine flüssige Form zu zwingen.:wink: Bei Temperaturen um 40 °C ist das aber leider nicht möglich. Auch den verbliebenen Rest hab ich immer wieder erwärmt (insg. 2 mal) und durch das Sieb laufen lassen. Da geht nichts mehr. Egal wie lang ich das ganze bei 40°C vor sich hin schwitzen lasse.:roll:


    Wie lange hast du denn den Honig angetaut? Hast du den flüssigen Teil dann abgeschüttet oder den festen Teil nochmal im flüssigen Teil aufgerührt und weiter angetaut. Wenn du den flüssigen Teil immer abgeschöpft hast, könnte natürlich so ein Klumpen am Ende übrigbleiben.


    Wir haben vor einigen Wochen Honig für Honigfutterteig komplett verflüssigt (war aber Blüte). Den Honig haben wir ca. 10h bei 40°C erwärmt, dann durchgerührt, weiter erwärm, ggf. nochmals rühren. Nach spätestens einem Tag war der Honig dann aber flüssig. Falls tatsächlich der Honig schwer auftaubar ist, setzen sich Kristalle ab. Einen Restklümpen hatte die die letzten 25 Jahre aber nie. ;-)


    Sorry, geht nun hier etwas durcheinander, geht um Honig Auftauen, nicht Met herstellen. :-)

  • Hallo !




    Da gehe ich mit !


    Die sind gut drauf,
    das Meißte was sonst im WWW an Met Rezepten u.ä. kusiert ist Mist.


    Selbst dem Herrn Eich, glänzte in meinen Augen,
    bei seinem Seminar zum Thema mit Halb- und Unwissen.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Clemens,


    vielen Dank, für die ausführliche Beschreibung. Ich hab den Honig über Nacht erwärmt. Also auch etwa 10 h. Er war optisch flüssig. Allerdings waren bei einem Geschmackstest immer noch Kristalle zu spüren. Ich hab in einem Glas dann mal versucht etwas Honig weiter zu erwärmen. Dabei kamen Temperaturen über 50°C zu Stande. Also hab ich das mit dem Rest nicht weiter gemacht. Mich stören die übrigen 3 Kg Honig nicht.:wink: 
    Entweder verbacken oder vermeten. :)


    Viele Grüße
    Katrin