Kosten Selbstbau / V2A-Schrauben

  • In den letzten paar Wochen habe ich meine ersten (Einfach-)Beuten gebaut. Als Anfänger voller Elan zunächst nach dem Motto "nur vom Feinsten".
    In einem Sägewerk sehr gut getrocknete Glattkantbretter gekauft. Fichte /wenig Äste. Gute Qualität zu einem entsprechenden Preis.


    Auf Maß gesägt und mit Propellerleim und V2A-Terassenschrauben zusammengefügt.
    Anzahl der Schrauben: Wenn man besonders motiviert ist max. 36 Schrauben pro Zarge.


    Kosten:
    Glattholzbretter - ~ 8 Euro/Zarge (inkl. Verschnitt)
    36 V2A-Terrassenschrauben - 4,50 Euro/Zarge
    0,50 Euro Leim
    => ~13 Euro/Zarge


    Verzinkte Marken-Spanplattenschrauben kommen großzügig geschätzt auf ~ 1,50 Euro / Zarge.
    Also 3 Euro weniger, als bei der V2A-Terrassenschrauben-Alternative.


    Potentielle Kostenersparnis aufgerundet ~25%. Das ist schon was.


    Mir stellt sich nun die Frage, ob denn durch Verwendung von Terassenschrauben die Haltbarkeit der Zargen wirklich signifikant erhöht werden kann?
    Aus dem Bauch heraus würde ich behaupten, daß gute verzinkte Spanplattenschrauben es auch tun würden (sofern mit nicht durchgehendem Gewinde gearbeitet wird und das Deckholz ordentlich angepresst wird => Verleimung).


    Was sagen die Erfahrenen- welchen Tod sterben die (Einfach-)Beuten am häufigsten und kann dem mit V2A-Terassenschrauben überhaupt entgegengewirkt werden?

  • Hallo,


    normale Terassenschrauben, Holzbretter mittig mit Ästen, nicht geleimt, hält und hält und hält...... im 3. Jahr ohne Abnutzungserscheinungen.
    Mein Mann würde mir wahrscheinlich einen Vogel zeigen, wenn ich ihm mit VA-Schrauben und Holzleim kommen würde.:lol:
    Zumal der aber mittlerweile lieber wieder beim Bienenweber kauft, da ihm das ganze zu viel Arbeit ist.


    Viele Grüße
    aus Bayern
    Katrin


  • Zumal der aber mittlerweile lieber wieder beim Bienenweber kauft, da ihm das ganze zu viel Arbeit ist.


    Gröhl!


    Na ich gebe zu auch aus Bequemlichkeit nur die Zargen selber zu bauen. Beim Boden kommen nach meiner Rechnung etwas mehr Materialkosten zusammen und die Arbeitsschritte sind komplizierter, da lohnt sich für mich der Selbstbau nicht.
    Für die Zargen gebe ich an Material pro Stück ca 5€ aus (einfaches Leimholz plus Schrauben), statt rund 20€ im Handel. Da kommt bei mir dann doch schon der sparsame Imker durch...

  • Terassenschrauben aus dem Baumarkt sind viel(!) zu teuer!
    Da gibt es deutlich günstigere Bezugs-Möglichkeiten.


    Und eine V2A-Spanplattenschraube, die mindestens 40mm ins Hirnholz eingedreht wird, hält ganau so gut.



    André

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Hallo hdo,
    bevor die Nicht-V2A-Schrauben "sterben" geben aus meiner Erfahrung die Glattholzbretter den Geist auf.
    Nur aus Interesse: Wie stark sind die verwendeten Bretter?
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Es handelt sich um Glattholzbretter in 230x20mm.


    Edit: lautet wohl Glattbrett - nicht GlattHOLZbrett
    Allseitig gehobelt und Kanten gefast.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von hdo ()

  • Zitat

    Ich weis nicht was Terassenschrauben sind aber ich verwende die billigsten Schrauben in den viereckigen Plastikdosen aus dem Baumarkt, die halten perfekt.

    schon seit 25 Jahren.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Wenn etwas Werkzeug vorhanden ist und wenn spaß am Bauen vorhanden ist, sind Böden auch nicht schlimm zu fertigen.Der ganze Esdelstahlwahn bei den Selberbauern ist völlig unbegründet.
    -Uwe

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • Hallo Miteinander,
    Böden sind doch nicht kompliziert;
    Drei entsprechend zugeschnittente unbehandelte Dachlatten winkelig als "U" zusammenschrauben, dann Varroagitter drauftackern, ein entsprechenden zweites "U" so darauf befestigen, das die Öffnungen gegenüber liegen.
    Ergibt oben das Flugloch und unten Platz für die Bodeneinlage zur Varroakontrolle.
    Wenn man den Boden noch ein wenig kleiner als die Außenmaße der Zargen macht, hat man diese noch regengeschützt.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Ihr Selberbauer,


    ich gönne mir für meine Beuten selbstschneidende Holzschrauben. Bei denen reißt das Holz niemals, auch nicht das einfache 20mm-Leimholz.


    Böden baue ich nach einem genial-einfachen Bauplan von Chr. Jeschke (googlbar ... ).


    Gruß Jörg