Ableger von Ablegerkasten in Zarge umhängen

  • Hallo miteinander,


    ich bin Anfängerin und schreibe heute zum erstenmal in diesem Forum.
    Durch Lesen habe ich schon sehr viele nützliche Antworten bekommen, brauche jetzt aber mal einen konkreten Rat.
    Beim Imkerkurs durfte ich mir am 17.05. vom betreuten Volk einen Brutableger machen.
    5 Waben kamen in einen Ablegerkasten Zander: 1 FW, 1 BW mit jüngster Brut und Weiselzellen, 1 MW, 1 Leerrähmchen, 1 FW mit Pollen
    (ich hoffe, ich habe das richtig in Erinnerung...)
    In Ermangelung eines geeigneten Standplatzes blieb der Kasten erstmal am Standort des Muttervolkes, Flugbienen gingen also verloren.
    Eine Woche später konnte ich dann den Ablegerkasten an seinen endgültigen Standplatz bringen.
    Am 06.06. habe ich zum ersten Mal in den Kasten geschaut und war erfreut.
    Es wird reichlich Pollen eingetragen und obwohl ich die Königin nicht entdeckt habe (da fehlt wohl noch der geschulte Blick...), habe ich Stifte entdeckt.
    Ich habe die Waben mit Milchsäure eingesprüht (hoffentlich war das richtig, da ja schon Eier vorhanden waren??) und Futterteig auf die Rähmchen mit zurückgezogener Folie gelegt.


    Meine Fragen:
    1. Habe ich soweit erstmal richtig gehandelt?
    2. Wann setzte ich die Waben in eine normalgroße Zanderzarge um?
    3. Erweitere ich sofort mit allen MW oder nach und nach?
    4. Wo hänge ich die MW ein? An eine oder beide Seiten des Brutnestes zwischen Brut und Futterwabe?
    5. Verbleibt das ausgebaute Leerrähmchen im Volk oder wird es entfernt? Drohen werden doch eigentlich nicht mehr benötigt oder sind diese Gedanken falsch?


    Ich freue mich über antworten und hoffe, dass ich in meinem ersten "Bienenjahr" mein Ablegervolk gut über den Winter bringe.


    Viele Grüße,
    abeja


    P.S.: Um eventuelle Postings über Sinn und Unsinn von Ablegerkästen zu verhindern, möchte ich noch erwähnen, dass ein Ablegerkasten zum Einsatz kam, da die Bienenbeute nicht zeitig geliefert wurde...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von abeja ()

  • abeja . Willkommen im Forum und viel Spaß mit deinen Bienen .
    1) alles richtig gemacht.
    2) Du kannst jederzeit die Waben umsetzen .
    3) erweitern nach und nach .
    4) Die neuen Mittelwände jeweils links/rechts zwischen Brutwabe und den Futterwaben hängen . Das Brutnest kann dann gleichmäßig von den Biene in beide Richtungen erweitert werden.
    5) Das ausgebaute Leerrähmchen verbleibt im Volk und wird voll futter getragen .
    6) Unbedingt das Flugloch erstmal auf 3 cm einengen .
    7) immer schön weiter die Bienen füttern . Es kommt nichts um .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Josef,


    danke für die schnelle Antwort und den Willkommensgruß.
    Wie schön, dass soweit bei meinem Volk alles in Ordnung ist.
    Weitere Fragen tauchen auf:
    1. Wie oft sollte ein Ableger gefüttert werden? (Habe 2,5 kg Futterteig gegeben)
    2. Lindentracht steht an, trotzdem füttern?
    3. Flugloch beim Ableger war klein und seitlich. Flugloch bei der Beute lässt sich mittels Holzkeil verändern, ist aber dann mittig.
    Lieber Schaumstoffstreifen besorgen und Flugloch seitlich lassen oder Holzkeil benutzen? Wenn Holzkeil, kleine Öffnung oder größere?


    Danke und viele Grüße,
    abeja

  • Hallo abeja,


    wenn du mit Mittelwänden erweiterst würde ich eher flüssig füttern, das regt zudem den Bautrieb an.
    Ich schau ab und an rein um zu sehen wie viel Futter sie haben. Wenn du zu viel fütterst klastern sie die Waben gleich damit zu.
    Füttern würde ich trotz Tracht, schont die Bienen.


    Verkleiner das Fluchloch lieber mit Schaumstoff oder Karton. Das Flugloch sollte schon halbwegs bei den Waben sein.


    Gruß Peter

  • abeja 1) Beobachten ,es müssen immer leere Zellen für die KÖ zum Eiern da sein .
    2) Beobachten , was die Bienen eintragen .Siehe oben zu 1
    3) Holzkeil Mittig kleine Öffnung und Bienen auch Mittig in Kiste hängen ,wegen gleichzeitige Erweiterung nach beiden Seiten .
    Neue Bienen schlüpfen erst 21 Tage nach legebeginn . Bis dahin wird das Volk noch etwas kleiner.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Peter,


    danke für Deine Antwort.
    Bzgl. Fütterung habe ich mich quer durchs Forum gelesen und verschiedenste Tipps gelesen.
    Die einen schwören auf Futterteig, die anderen sagen, dass Ableger besser mit Flüssigfutter 1:1 gefüttert werden.
    Als Anfängerin ohne eigene Erfahrung ist es mitunter etwas schwierig, sich für etwas zu entscheiden, da alle es ein bisschen anders machen.
    Da die Bienen bei einem Freund auf einem Firmengelände stehen und ich nach 18.00 Uhr nur mit Schlüsselholen und -wiederbringen auf das Grundstück komme, habe ich mich entschlossen, den angeblich nicht so duftenden Futterteig zu nehmen, um Räuberei zu verhindern.
    Flüssig soll man ja angeblich erst abends füttern.
    Es war also eher eine "Bauchentscheidung" als Befolgung eines imkerlichen Rats.
    Für Verbesserungsvorschläge bin ich aber jederzeit dankbar.


    Viele Grüße,
    abeja

  • Hallo abeja,


    bin auch erst im 2. Jahr :-)
    Was mir zu dem Thema mitgegebn wurde war: Bei Mittelwänden flüssig, bei Waben auch Futterteig.
    Wegen Räuberei - es gibt diesen Api Invert Sirup. Der ist weitestgehend geruchsneutral - damit hatte ich bisher keine Probleme.


    Gruß


    Peter

  • abeja . Futterteig ist für Dich genau richtig weil das Gelände für dich nicht durchgehend zugänglich ist . Api Invert Sirup ist Zuckerwasser und kann zu bösen Räubereien führen .
    Mais oder Weizensirup ist weitgehend geruchsneutral .
    Zum flüssig füttern ist der Ableger einfach noch zu klein .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Habe nun die Waben in die Zanderbeute umgehangen.
    Königin entdeckt und gezeichnet (aufregend, wenn man das zum ersten mal alleine macht).
    Mir scheint, dass die Bienen das Futter nicht recht annehmen. Kann aber auch sein, dass ich mich täusche.
    Welche Gründe könnte es dafür geben? Ich hatte etwas von Futterspur gelesen, weiß aber nicht, wie man die legt.
    Oder finden die Bienen den Futterteig, wenn sie Bedarf dafür haben?
    Es gab einige wenige tote Bienen in der Beute, es waren maximal 10. Ist das auf die Milchsäure zurückzuführen?
    Ist das ok?


    Danke und Gruß,
    abeja