Wie dicht soll eine Beute sein?

  • Moin - moin,


    wie dicht sollte eigentlich eine Beute sein? Natürlich soll man die Zargen so aufeinanderstellen daß alles geschlossen ist. Aber ich bemerkte nach meiner gestrigen Inspektion, daß die zweite Zarge zwar seitlich richtig abschließt, aber vorne und hinten ein Spalt von 1-2 mm bleibt. Mit der Taschenlampe reingeleuchtet sieht man die Holzleiste, die zur Rutschsicherung angebracht ist. Und auch die Fühler von Bienen, die nachschauen woher das Licht kommt aber nicht weiter an den Spalt hin können.


    Offenbar war das auch vor dem Öffnen schon so, denn es sind Propolisspuren sichtbar. Ist mir nur noch nie aufgefallen.


    Ich frage mich nun, ob dieser unbeabsichtigte "Lüftungsschlitz" schädlich für die Bienen ist. Und ob ich da nochmal was rumfuhrwerken soll oder ob ich mich darauf verlassen soll, daß die Bienen das schon richten (also abdichten).




    1-2 mm Spalt mit alten Propolis-Spuren:


    Seitlich aber richtig abgedichtet:


    Danke,


    Alex

  • Hallo Alex,


    dichter ist schöner. Ich hobele so etwas nach. Aber so schlimm ist eigentlich nicht. Die Bienen werden das zukitten, wenn es stört. Ein Problem könnte nur dann entstehen, wenn Du die Zargen wechseln oder verdrehen willst - dann kippeln sie ...


    Gruß Jörg

  • Nur schlecht, wenn man im Winter das für Oxal-Behandlung aufreißen muss. Da wird nichts mehr verkittet.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Danke für Eure Antworten.
    Abhobeln wäre eine Idee - mit Bienen drinnen *g*


    Ich habe nochmal alles genau angeschaut. Auch zwischen Boden und Zarge sind ganz schön große Spalten (1 mm). Da ist's wohl nicht so dramatisch, schließlich ist der Boden auch offen.


    Aber diese blöde zweite Zarge ärgert mich schon länger. Die muß ausgetauscht werden, weil sie einen Riß hat.
    Wann wäre der beste Zeitpunkt um eine Zarge auszutauschen? Schließlich muß ich alles umhängen...


    Mein Volk hat seit kurzem eine neue Königin und verdeckelte Brut. Im anderen Thread wird geraten nicht mehr reinzuschauen - woran ich mich auch halten will. Nur: wann tausche ich dann diese blöde Zarge?


    Und: weiß jemand ob Zargen von Weber auf Zargen von Holtermann passen?
    Auch den Deckel möchte ich austauschen und einen von Weber nehmen...


    Dankeschön,


    Alex

  • Wann wäre der beste Zeitpunkt um eine Zarge auszutauschen?


    Jetzt. Jedenfalls, wenn es warm ist und nicht regnet.



    Und: weiß jemand ob Zargen von Weber auf Zargen von Holtermann passen?
    Auch den Deckel möchte ich austauschen und einen von Weber nehmen...


    Nein, das weiß ich nicht. Aber meine Erfahrungen mit verschiedenen Herstellern: Nix ist kompatibel. :-( Leider.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Alex,


    das mit dem Verkitten der Ritzen wird ab Juli natürlich noch stärker ... Die Bienen machen sich die Kiste schon irgendwie dicht, problematisch ist das manchmal für die Kisten. Wenn ein Riß bei Trockenheit und Wärme (Sommer / Brutzeit) zugekittet wird und dann im Winter wieder feuchter wird, dann wirkt der Kitt wie ein Keil und der Riß wächst weiter.
    Und Holmi hat Recht, die aufgerissenen Verkittung wird im Winter nicht mehr repariert.


    Gruß Jörg

  • Danke für Eure Tipps.


    Da es derzeit Naß und Kalt ist - und keine Besserung in Sicht - habe ich jetzt diesen Ritz mal von außen mit Wachs verstopft. Ich werde beim nächstenmal meine Freude damit haben, das wieder auseinander zu kriegen...


    Die Zarge austauschen möchte ich - wenn möglich - noch nicht so schnell machen, da meine junge Königin sich erst noch etablieren muß.Ich wurde ja hier eh schon geschimpft, weil ich reingeschaut habe ;)
    Da würde ich jetzt gerne noch 3 Wochen warten, bis alle Bienen "ihre" Bienen sind.


    Es müsste doch für die Bienen Anfang Juli noch früh genug sein, eine neue Zarge bis zum Winter zu verkitten - oder?
    Die mit Riß möchte ich im Winter lieber nicht mehr verwenden...
    Blöd...


    Danke,


    Alex

  • Hallo Alex,


    da ich fast ausschließlich selbstgebaute Beuten verwende, haben bei mir alle Zargen so einen Schlitz. Teilweise noch größer. Der Schlitz wird verkittet, kein Problem. Nach dem Öffnen im Herbst oder Winter, setzt sich die Zarge wieder schmatzend in das Propolis - Propolis auf Propolis - und die ist danach weitestgehend wieder dicht. Kein Problem, wirklich nicht.


    Gruß
    Bernhard

  • Hallo


    selbst die von Wagner oder Bienenweber hergestellten Zargen haben solche Spalten. Dazu kann ich sagen, das diese Spalten auch durch die Feuchtigkeit in der Beute entstehen, Holz arbeitet eben und ist für Holzzargen normal.
    Meiner Meinung sollte eine Beute so dicht wie möglich sei, das erspart den Bienen viel Arbeit beim Abdichten und beim Heizen des Brutnestes, also Einsparung an Honig.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ich würde auch erst draufhauen und schauen ob es geht.
    Wenn nicht mit einem Holzkitt/Spachtelmasse aufspachteln und die Seite neu abrichten (Hobelbank/Oberfräse oder Schleifpapier). Holzspachtel kann man zwar mit Leim und Sägemehl leicht selbst herstellen, er eignet sich aber nur für den Innenbereich weil sich der Feuchtigkeitsgehalt im Holz draußen ständig ändert und der Leimspachtel dafür nicht flexibel genug ist. Deshalb auch beim Kauf von Holzspachtel darauf achten, dass der für den Außenbereich geeignet ist.

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