Was passiert wenn das Flugloch zu klein ist

  • Guten Abend,


    um einen Ableger vor Räuberei zu schützen, habe ich das Flugloch verkleinert. Es gibt viel verdeckelte Brut, die in den nächsten Tagen ausläuft. Leider bin ich nicht da um das Flugloch wenn nötig zu vergrößern. Was passiert, wenn das Loch zu klein ist? Der Boden ist natürlich offen, d.h. Lüftung gibts genug, aber hat der eventuelle "Stau" am Flugloch eine negative Wirkung? Zieht mir das Volk aus, wenn das Flugloch zu klein ist?


    Danke


    Der Zimmerer

  • Was passiert, wenn das Loch zu klein ist?


    Wie groß ist das Flugloch denn aktuell? Meine Ablegerfluglöcher sind 4-5 cm breit, aber nur 1 Bienenhöhe hoch. Die Ableger besetzen 4-5 Dadantwaben. Bei der Bildung der Ableger sind die Fluglöcher 1cm breit und ebenfalls 1 Bienenhöhe hoch. So kommen immer 2-3 Bienen gleichzeitig rein und eine Wachmannschaft von 3-5 Bienen schafft es den Türsteher zu machen.


    Stefan

  • Hallo Zimmerer,


    die frisch geschlüpfte Brut wird ja keinen Flugdienst verrichten zu Beginn.
    Von daher dürfte echtes Gedrängel noch ein bisschen weiter entfernt sein und Du kannst beruhigt fahren, würde ich sagen.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Wie groß ist das Flugloch denn aktuell? Meine Ablegerfluglöcher sind 4-5 cm breit, aber nur 1 Bienenhöhe hoch. Die Ableger besetzen 4-5 Dadantwaben. Bei der Bildung der Ableger sind die Fluglöcher 1cm breit und ebenfalls 1 Bienenhöhe hoch. So kommen immer 2-3 Bienen gleichzeitig rein und eine Wachmannschaft von 3-5 Bienen schafft es den Türsteher zu machen.


    Stefan


    ok, das ist beruhigend! Mein Durchgang ist ca. 4cm breit, 1cm hoch und 3cm tief (weil die wandstäke an der stelle 3cm ist). Heute gabs mal nen 5x5cm großen stau ums Flugloch, deswegen war ich etwas verunsichert. Aber wenn die Dadantableger mit der Größe klar kommen, halten meine wohl auch noch ne Woche durch.


    Danke


    Der Zimmerer

  • Auf dem Lehrgang wurden wir Anfänger immer angemeckert, wenn jemand von dem vergrößerten Flugloch bei den Ablegern anfing...
    Eine Bienenbreite, es sollten wirklich nur maximal 2 Bienen gleichzeitig durch das Loch passen. Räuberei sei gefährlicher als "Stau am Flugloch".


    Bei Deinen Fluglöchern würde ich mir also eher Sorgen machen, dass sie zu groß sind :wink:


    Wie stark sind denn Deine Ableger im Moment? Wieviele Brutwaben hast Du für den Ableger genommen?

  • Ich frage mich zu welcher Zeit man das beurteilen sollte, der Flugverkehr ist ja doch unterschiedlich.
    Bei mir ist tagsüber normaler Flugbetrieb und mein kleines Flugloch reicht völlig aus. Aber gegen 14 Uhr findet regelmäßig das Vorflugspiel statt und es entsteht für ca. 1/2 - 1 Std. ein großer Stau. Beurteilt man das Flugloch nach diesem Stau ist es viel zu klein. Beurteilt man es nach dem üblichen Flugverkehr ist es genau richtig oder gar zu groß.
    Schwierig...


    Dieser Stau findet täglich statt und löst sich nach 1/2 - 1 Std. wieder auf:

  • Trachtlücken, wie bei mir gerade, sind für frisch gegründete Jungvölker immer ein Risiko. Durch deren Fluglöcher passen nun gerade mal 2 Bienen und so bleibt es erstmal bis die Linde loslegt.
    LG Elk

  • Hallo Imkerfreunde


    Für Ableger kann ich das gesagte unterstützen und wenn man mit Bienen imkert die zum Räubern neigen. Meine Meinung, Ableger immer stärker bilden, lieber einen weniger.
    Ich bin aber der Meinung das bei einem normalen Volk die Fluglöcher recht groß sein sollten, das steigert auch den Honigertrag.
    Bei meinen Segebergern ist die ganze Front ohne Fluglochkeil und die Beute 52 ebenfalls weit geöffnet, außer bei den Ablegern.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Miteinander,
    bei Golz habe ich gelesen, kleine Fluglöcher erzeugen schwache Völker.
    Das sollte man auch im Hinterkopf behalten.
    Zudem: Ableger nicht unbedingt in die "Gefahrenzone" der Altvölker bringen, lieber ein entfernterer Standort.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Moin zusammen!


    Mir fällt spontan bei der Überschrift dieses Threads ein, dass die Bienen in der Beute mit kleinem Flugloch und ggfs. geschlossenem Boden im Sommer Schwierigkeiten mit der Effektivität der Ventilation bekommen könnten bzw. diese exorbitant hohen Aufwand erfordert.


    @ Lothar: Ist diese These in irgendeiner Form begründet bei Golz?


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Miteinander,
    Golz begründet das mit der Luftzufuhr in den Wabengassen.
    Genaueres müsste ich heraussuchen, leider hat Herr Golz viel geschrieben und ich im Moment wenig Zeit...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Golz begründet das mit der Luftzufuhr in den Wabengassen.


    Etwa auch bei offenem Gitterboden? Ist das heutzutage nicht der Standard?


    Schwache Völker wegen Staubildung und schlechtem Eintrag in Folge wäre aber auch bei offenem GB denkbar.