Offene, leere Beuten=strafbar?

  • ...mit zwei Flaschen Bier noch Autofahren ...


    Dieser Vergleich hinkt.


    Es ist besser, die Schwärme auf diese Weise einzufangen und in die Obhut des Imkers zu verbringen, als sie entwischen zu lassen.


    Sauberes Arbeiten und regelmäßige Kontrollen vorausgesetzt, gibt es daran seuchentechnisch überhaupt nichts auszusetzen. Das saubere Arbeiten gilt aber auch für die restlichen Imkerarbeiten. Und da gibt es meines Erachtens viel größeren Nachholbedarf angesichts zum Beispiel des heute immer noch praktizierten und in den Vereinen propagierten Ausschleckenlassens von Honigwaben/Drohnenwaben an der Wäscheleine...sowie der vielen herrenlosen Bienenstände, deren Besitzer verstorben sind. Eine rechtzeitige Nachlaßregelung und/oder Reduzierung der Imkerei im Alter ist anzuraten. Das zu kommunizieren wäre seuchentechnisch viel erfolgsversprechender als luftige Diskussionen über Schwarmfänger. Die stellen die Fallen, weil sie den Schwarm fangen wollen, um ihn dann in die eigene Imkerei zu verbringen. Wer dann so dämlich ist und dabei nicht sauber arbeitet, der wird auch sonst nicht sauber arbeiten. Das ist aber dann grundsätzlich ein Problem und kein Problem der Schwarmfallen.


    Gruß
    Bernhard

  • Vorschriften lassen sich diesbezüglich nicht wegdiskutieren!


    Vorschriften und deren rechtliche Auslegung sollte besser Fachleuten überlassen werden.


    Gruß
    Bernhard

  • Wenn es um Gammelbeutzen geht soll der Gesetzgeber diease verbieten. Andere in Ruuhe lassen. Gammelbeuten sind jedoch, so glaube ich, nicht willentlich ins Land gestellt sondertn da kann jemand nicht mehr aus welchem Grund auch immert. Lässt doch keiner freiwillig sein MateriAL VERKOMMEN: kostet doch Geld.

    Wo kämen wir den hin wenn jeder fragt wo kämen wir den hin und keiner geht um nachzusehen wo wir hinkämen

  • so, was bringt also diese Diskussion. Die Gesetzeslage ist klar und wie Bernhard es richtig benennt ist da ein klarer Nachholbedarf.


    Wer was an den Gesetzen ändern mag, die er nicht für sinnvoll hält schreibt Petitionen und/oder spricht mit seinem Abgeordneten...

  • Genau Abraxas,
    der Beuten-TÜV muss her. :daumen:
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Moin, moin,



    Unser Amtsveterenär hat zwischenzeitlich endlich mal umgedacht. Wenn bei mir AFB diagnistiziert würde, müsste ich das Volk sofort abtöten und wenn da eine zweite Beute danaben steht, die auch. Die Kisten müssten dann bienendicht verschlossen werden (mit Frischhaltevolie oder so) und zur Müllverbrennungsanlage gebracht werden. Das müsste ich dann sogar schriftlich nachweisen. Das ist natürlich ärgerlich aber für alle anderen Völker am Stand und im Flugkreis natürlich das Beste.
    Genau aus diesem Grund bin ich auch so allergisch, wenn es um leere, offene Beuten geht, die irgendwo rumstehen.


    Wie hat er denn vorher gedacht, der Veterinär?


    Ich habe das Problem, im zweiten Bienenjahr und auf neuem Material und bei geprüft seuchenfrei gekauften Bienen, hoffentlich, gehabt. Es rührte nicht von Schwarmfangkisten her, nach letztem Stand der bekannten Dinge. Ein Volk kam nicht aus dem Winter und ein zweites haben wir im Anschluss an die Probennahme umbringen müssen. Die jeweiligen Nachbarvölker waren sporenfrei. Die Nachprobe ist im Labor.


    Ein Kollege musste alle Bienen töten. Das ist nicht nur ärgerlich, das ist tief traurig. Die Entschädigung steht wirklich nicht dafür, ist außerdem noch unterwegs. Angekündigt sind 40 Euro pro Volk.


    Die Bienen des Kollegen habe ich nicht gesehen, bei meinen bin ich überzeugt, dass die durch Sanierung eine Chance gehabt hätten. Keine 100%ige, im März ist es kalt hier und es gibt wenig Tracht, von der man nicht weiß, wann sie wirklich kommt.


    Meine Reaktion ist eher allergisch, wenn ich von Amtveterinären höre oder lese, die nicht sanieren wollen, sondern abtöten lassen... Und die Nebenvölker gleich mit...


    Ich würde dagegen Rechtsmittel einlegen und die Bienen neu bauen lassen.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo !


    Wenn es um Gammelbeutzen geht soll der Gesetzgeber diease verbieten. Andere in Ruuhe lassen. Gammelbeuten sind jedoch, so glaube ich, nicht willentlich ins Land gestellt sondertn da kann jemand nicht mehr aus welchem Grund auch immert. Lässt doch keiner freiwillig sein MateriAL VERKOMMEN: kostet doch Geld.


    Doch macht man ...
    ... fahre jeden Tag nur ca. 500m an solch einem Bienenstand vorbei,
    ein von einer Holzbaufachfirma (mit Zeichnung und Statik und Genehmigung)
    gebautes Bienenhaus (priviligiertes bauen).
    Schönes, massives Holzhaus 12 Beuten (seit ca. 7 Jahren dem verfall Preisgegeben), horrende Preisvorstellungen,
    dann lieber verfallen lassen (außerdem zieht ja jedes Jahr der eine oder andere Schwarm ein).


    Genauso wie die Imker die lieber Ableger machen als ein wenig nach der Varroa zu schauen.


    Haben wir alles hier.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Moin, moin,
    Ich würde dagegen Rechtsmittel einlegen und die Bienen neu bauen lassen.


    Gruß Clas


    Hallo Clas . Rechtsmittel da muß ich aber lachen . Der Amtvetet entscheidet und es steht ihm frei die Völker abtöten zu lassen . Sogenannter Ermessensspielraum . Kein Gericht wird dem Amtvetet widersprechen .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • @Josef,
    nun gib mal langsam Ruhe !
    Hast du bereits alles vergessen, was die letzten Jahre hier unternommen wurde ?
    Oder hast du einen Koller, weil du keine Bienen mehr hast?
    Zur Erklärung :
    Hier in NRW wird kein Volk mehr abgefackelt oder Beuten verbrannt, nur die Innereien .
    Das Münsterinstitut verleiht/bzw setzt ein, einen Hygieneanhänger mit allem Drum und dran.
    Es wird alles über Kunstschwärme saniert !
    Veterinäre die heute noch Bienenvölker abfackeln gehören kastriert !
    Soviel Dummheit ist schon strafbar.
    Mehr Angst habe ich vor Imkern, auch Berufsimkern, die , wie in Hamburg, unerlaubte Gifte gegen die Faulbrut in die Völker schütten.
    Erklär mir doch mal einer, wie ein sauberer Kasten, der noch nie mit Faulbrut in Berührung kam, Faulbrut verbreiten soll ?
    Die alten Zöpfe gehören abgeschnitten !
    Steht sogar in der neuen " BIENE " bzw " ADIZ "
    Mir ist zwar noch nie ein Schwarm zugeflogen, aber ich würde ihn gerne nehmen, und ganz nett zu ihm sein(nur etwas hungern lassen würde ich ihn schon)
    Also macht die Neulinge nicht so maff
    Gruß
    Helmut
    http://www.apis-ev.de/index.php?id=7

  • Moin Josef,


    auf so einer Verfügung steht immerhin eine Rechtsbehelfsbelehrung drauf. Also sollte es die dort angeführten Rechtsmittel auch geben. Im März habe von dieser Möglickeit keinen Gebrauch gemacht. Um diese Jahreszeit und bei klinisch gesunden Völkern zu jeder Zeit würde ich das aber. Und es gibt Veterinäre, die mehr, und solche, die weniger von Bienen verstehen. Das sage nicht nur ich, als Anfänger, das sagen durchaus gestandene Kollegen und Bienensachverständige ebenso.


    Es ist durchaus möglich, einen Rechtsstreit auch zu verlieren. Für meine Bienen würde ich dieses Risiko aber eingehen. Wenn bis zur Entscheidung die Völker wieder gesund sind, sollte das doch die Richtung der Entscheidung beeinflussen, meine ich wohl. Ich hoffe nicht, dass wir es sehen werden. Ich hoffe, dass die Nachprobe auch negativ ist.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Isselbiene
    Das stimmt so nicht wirklich, dass ich NRW kein Volk mehr verbrannt wird.
    Unser Amtsvet ordnet nämlich genau das an. Und das ist auch gut so.
    Diese Einstellung hat mittlerweile übrigens jeder in unserem Verein.

    There are 10 kinds of people. Those who understand binary and those who don't!

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