Offene, leere Beuten=strafbar?


  • Das ist allerübelste Imkerpraxis. Wenn ich eine Leere Beute irgnedwo sehe,
    verschließe sie sofort und kontaktiere den Imker. Wenn der nicht herauszufinden ist,
    eben den Amtsveterinär.


    Na, da hättest Du in meiner Gegend aber viel zu tun.:wink: Bei den alteingesessenen Imkern scheint das nämlich durchaus gängige Praxis zu sein! Und anschließend würden sie Dich wohl teeren, federn und durch's Dorf jagen. Im landlichen Bayern scheint es sich wohl auch noch nicht herumgesprochen zu haben, dass Selbstjustiz verboten ist.
    Bedeutet nicht, dass ich das gut heiße!
    Aber da ich auch so einen Nachbarn mit regem Ämtermitteilungsbedürfnis habe, pflücke ich sie eben vom Baum direkt vor den nun wieder verschlossenen Beuten.

  • Eine endlos Diskussion.
    Natürlich möchte sich keiner die Faulbrut einfangen. Aber dieses Risiko geht man ja letzedlich bei jedem Schwarm ein, bei dem man nicht weiß, woher er stammt.
    Beutenkäfer, so war meine Info, geht nur in bewohnte Beuten - so habe ich es jedenfalls mal gelesen.
    Fakt wäre also: Ist mein Stand ok, KÖNNTE ich eine leere Beute aufstellen, da von meiner Beute ja keine Gefahr ausgeht.
    Wenn es aber offiziell erlaubt ist, läuft man Gefahr, dass auch ein Imker mit Faulbrut seine "toten" Beuten offen stehen lässt.
    Wobei die Faulbrut ja meldepflichtig ist und die Beuten dann sowieso abgefackelt werden müssen.


    Beuten mit Waben drinnen aufgestellt, insofern Flugloch verschlossen ist scheinbar erlaubt. Riechen tut es dann trotzdem nach Biene, auch wenn ich zwecks Mottenschutz Essigtücher rein hänge...
    Und was hindert eine Faulbrutverbreitende Biene, daran zu riechen?
    Man dreht sich im Kreis...

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.


  • Genau das hatte ich gemeint. Habe auch noch kein Argument dagegen gelesen. Nur geschimpfe

    Wo kämen wir den hin wenn jeder fragt wo kämen wir den hin und keiner geht um nachzusehen wo wir hinkämen

  • Hallo Anni,


    Aber dieses Risiko geht man ja letzedlich bei jedem Schwarm ein, bei dem man nicht weiß, woher er stammt.
    ...
    Und was hindert eine Faulbrutverbreitende Biene, daran zu riechen?


    das Ansteckungsrisiko geht doch nicht von der nektarsammelnden Einzelbiene aus, und auch weniger vom herrenlosen Schwarm.


    Das Problem ist doch die offene Gammelkiste. Und um diese zu verbieten, verbietet man Deine Schwarmfangbeuten (ob mit oder ohne "Wachsmottenstink" :wink:) eben gleich mit.

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Zitat

    Das Problem ist doch die offene Gammelkiste. Und um diese zu verbieten, verbietet man Deine Schwarmfangbeuten (ob mit oder ohne "Wachsmottenstink" ) eben gleich mit.


    Danke! Das genau ist es.


    Dass sich aber viele allein schriftlich schon fürchterlich über eine
    -saubere
    -ehemals von Gesundheitszeugnis-besitzenden Völkern bewohnte
    -mit frischen Anfangsstreifen oder MW oder auch ein oder zwei Honigwaben, knochentrocken aus dem Vorjahr bestückte
    -ohne Gammel und Gemodder
    hingestellte Beute aufregen und berichten, dass sie jede offene Beute anzeigen blabla


    das ist nicht nur überzogen,
    das ist Mißgunst.


    Da soll einfach jemand dieses Schwärmelocken sein lassen. "Der kriegt umsonst Bienen und ich nicht". Aber offen stehen ist ja nicht, also sch... ich den an.


    Da fliegen Scouts um die Beute, evtl. zieht dann ein Schwarm ein. Was ist daran das Problem? "Gesetzeslage" mal außen vor bitte!


    Grüße


    Marion


    NEIN, ich habe keine SLKs im Einsatz! Aber ich weiß wie`s geht :cool:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Warum sind so viele Imker immer so uneinsichtig?
    In unserer Gegend gibt es immer noch solche starrköpfigen Imker, die glauben die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben und die halten sich leider nicht an die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der AFB. Die Krankheit tritt hier immer wieder mal auf. Das nervt gewaltig. Dann wird nämlich mal eben ein Sperrbezirg ausgerufen und das war's dann mit Wanderung oder Ableger verkaufen!
    Unser Amtsveterenär hat zwischenzeitlich endlich mal umgedacht. Wenn bei mir AFB diagnistiziert würde, müsste ich das Volk sofort abtöten und wenn da eine zweite Beute danaben steht, die auch. Die Kisten müssten dann bienendicht verschlossen werden (mit Frischhaltevolie oder so) und zur Müllverbrennungsanlage gebracht werden. Das müsste ich dann sogar schriftlich nachweisen. Das ist natürlich ärgerlich aber für alle anderen Völker am Stand und im Flugkreis natürlich das Beste. Schließlich bekommt man dann hier in NRW eine Entschädigung von der Tierseuchenkasse.
    Zum Glück ist mir das bisher noch nicht passiert aber ich werde nicht zögern, falls es mich doch mal erwischt.
    Ich mache jedes Jahr freiwillig Futterkranzproben von jedem meiner Völker. Da kann ich immer vier Völker in eine Probe zusammenlegen und das kostet nur so viel wie zwei Kisten Bier, was soll's.
    Genau aus diesem Grund bin ich auch so allergisch, wenn es um leere, offene Beuten geht, die irgendwo rumstehen.

    There are 10 kinds of people. Those who understand binary and those who don't!

  • Ich stelle mir die ganze Zeit die Frage ob das überhaupt Diskussionswürdig ist:confused: schließlich gibt es diese Vorschrift doch nicht weil jemand einen ärgern möchte, oder?
    Man kann auch darüber diskutieren ob man mit zwei Flaschen Bier noch Autofahren kann oder nicht. Letztlich ist es nicht erlaubt und Vorschriften lassen sich diesbezüglich nicht wegdiskutieren!



    Uwe

  • Letztlich ist es nicht erlaubt und Vorschriften lassen sich diesbezüglich nicht wegdiskutieren!


    Jo, aber Du weißt doch wie es ist: Wenn man nicht einsieht, wieso ein Gesetz/Vorschrift existiert, setzt man sich schnell mal drüber hinweg...


    EDIT: Soll jetzt keine Anstiftung zum Gesetzesbruch sein, eher eigentlich ein "die Vorschrift existiert sicher mit gutem Grund".