Geschmacksrichtung Honig - Strukturierte Erfassung

  • Liebes Forum,


    bei der Beschreibung von Honiggeschmacksrichtungen lese ich immer "sanft", "herzhaft" und dergleichen, was ich unspezifisch und wenig hilfreich finde. Gibt es hier - ähnlich wie beim Wein - definierte Geschmacksrichtungen?


    Weiterhin würde mich speziell interessieren: Ich habe nun schon zweimal einen Honig gegessen, der eine leicht medizinische Note hatte. Beim ersten war diese sehr stark, ic hkonnte den Honig kaum essen, beim zweiten ist sie eher schwach, aber dennoch spürbar, sie erinnert ein wenig an die Apotheken-Traubenzucker, die wir als Kinder im bekommen haben.


    Ist Euch diese Geschmacksrichtung bekannt? Kommt das von einer besonderen Polle?


    Viele Grüße,


    Pisolo


  • und das Medizinische, was Du rausgeschmeckt hast, das sagt man der Linde nach.


    Yepp, je doller, desto besser, ich bin schon ganz aufgeregt. Mögen Tonnen davon in den Kästen landen! Ansonsten lässt sich über Geschmack eben nicht streiten.

    Allerherzlichste Grüße aus Ribbeck


    - Die Photosynthese war eine gute Idee. -

  • ...der eine leicht medizinische Note hatte. Beim ersten war diese sehr stark, ic hkonnte den Honig kaum essen, beim zweiten ist sie eher schwach, aber dennoch spürbar, sie erinnert ein wenig an die Apotheken-Traubenzucker, die wir als Kinder im bekommen haben...


    Ja, damit beschreibst Du ein Problem, welches bei jeder Systematisierung von Geschmacksrichtungen auftreten wird: Der Mensch schmeckt das, was er kennt! Deshalb ist auch der Weinexpertensprech für Außenstehende so unverständlich. Zur Systematisierung müssten wirklich eine sehr große Anzahl Probanten, die völlig unvorbelastet sind, ohne sprachliche Vorgaben beschreiben, was sie schmecken.


    Wieso schmeckte Dein Apotheken-Traubenzucker medizinisch? Der, den ich kannte, schmak eher "neutral", aber das Gefühl, was er im Mund hinterließ war das gleiche, dass ich heute bei sehr reinem Rapshonig schmecke. So unterschiedlich ist das...


    rst

  • Du hast Recht, man sollte zur Beschreibung nur Begriffe verwenden, die einen allgemeingültigeren Charakter haben. Unter "Spargelnote" oder "Zimt" kann man sich mehr vorstellen, als unter "Großstadt" oder "Apotheke".


    Das Honigrad fand ich schonmal einen guten Ansatz, aber nicht hilfreich, wenn ich bei einer Blindprobe sagen sollte, welche Art Honig das ist, und nicht nur den Geschmack beschreiben sollte...


    Viele Grüße,
    Pisolo