Ableger füttern oder nicht ?

  • Hallo,


    ich habe ein Problem, die Futtermenge meines Ablegers einzuschätzen.
    Er wurde vor einer Woche mit 4 x BW, 1 x FW, 1 x Pollen- Futterwabe und der Königin aus 2011 gebildet.
    Bis jetzt habe ich den Ableger noch nicht zugefüttert. Bei den Kontrollen erscheint mir die Futterwabe noch
    mit einem ordentlichen Gewicht. Das Wetter ist sehr gut und die Bienen fliegen. Sie tragen auch ordentlich Pollen ein.
    Sie bauen die Mittelwände (5 Stück) gut aus und lagen Futter ein. Ich weiß nicht, ob sie es eintragen oder umtragen um das zukünftige Brutnest.


    Ich habe in vielen Brüchen gelesen, dass Ableger nach Trachtende (Rapsblüte) kontinuierlich zugefüttert werden sollen.
    Kann man das so pauschal sagen, oder kann sich der Ableger auch von alleine versorgen ?
    Woher weiß ich, ob noch Futterangebot da ist ? Der Klee steht hier kurz vor der Blüte.


    Ich möchte die Eingriffe so gering wie möglich halten - die Bienen wissen schon, was sie tuen.
    Allerdings möchte ich nicht, dass sie wegen Nahrungsmangel die Brutaktivität einschränken oder gar verhungern.


    Wie verhalte ich mich an besten ?
    Danke

  • Hallo Michael,


    Du hast den Ableger ja recht stark bebildet, das heißt er wird schnell wieder viele Flugbienen haben. Allerdings hat so ein "großes" Volk auch einen erhöhten Futterverbrauch. Ich würde erstens einem so großen Ableger mehr als nur eine FW zugeben, und zweitens doch in regelmäßigen Abständen kleine Mengen füttern.
    Wer ganz sicher gehen will, kauft sich Futterteig, schneidet einen schlitz in die Verpackung, zieht bei seinem Volk die Folie etwas zurück, legt das Päckchen auf die Oberträger und setzt eine Lerzarge auf. So können sie sich durchgehend selber holen was sie brauchen.
    Bei kleineren Ablegern geht das auch im eigentlichen BR neben den Rähmchen mit einem mit Teig gefüllten Tetrapack, bei Dir ist der BR aber voll, also musst Du von oben ran.


    Schaden tut Fütterung von Ablegern und Schwärmen übrigens nie, auch wenn viele das Gegenteil behaupten.

  • Guten Abend, ebenfalls mal eine dringende Frage...


    am 6.6. habe ich einen Brutableger (mit oder ohne Königin) mit REICHLICH Brut in allen Stadien (drei Dadanträhmchen) gebildet und zwar auf Muttervolkstelle, mit auch reichlich Flugbienen. Flugbienen hatten sich zwischen dem SEHR starken Muttervolk und dem Brutableger (evt. mit Königin) annähernd 50/50 aufgeteilt..... Futter war in den oberen drittel der Brutwaben komplett vorhanden und ist es teilweise immer noch.. obwohl VIEL leer ist.. und der Kasten wirkt seltsam leer und ruhig heute abend.. kaum.. es war bestes Flugwetter.. die Haupttrachten sind in der Winsener Marsch durch aber etliche wilde Büsche blühen... ich habe heute abend mit Honig zugefüttert....


    hab ich was falsch gemacht??


    lg Manfred

  • Hallo,


    das hört sich nicht an, als ob du was falsch gemacht hast.
    Siehe oben, bei Günther: Füttern von Ablegern kann nie verkehrt sein, Du hast ja keine Massen verfüttert.


    Dass sie so leer und ruhig wirken, kann das vielleicht daran liegen, dass die Flugbienen, die am Anfang noch mit dabei waren nun so langsam wegfallen und der Nachschub aus dem Ableger kommt erst in ein paar Tagen in den Flugdienst?


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo,


    warum hier so viele Angst davor haben, ihre Ableger zu füttern ist mir ein Rätsel.


    Wollt ich noch Honig von denen ernten (wenn das vom Trachtangebot her überhaupt realistisch wäre)?
    Wenn nein, dann mit Zuckerwasser, Zuckerteig, Sirup,... füttern.
    Wenn noch mit Tracht gerechnet wird, dann mit Honigwasser.
    Eine Protion (Flüssigfutter) sollte in 2 oder 3 Tagen abgenommen werden, sonst ist es zu viel. Bei Sirup ist das wurscht, der wird nicht schlecht.
    Dann warte ich ein paar Tage und gebe die nächste Portion. Bei Tracht und ausreichend Flugbienen gebe ich weniger oder mache auch mal länger Pause, wenn nicht dann gibts mehr.


    Ich gebe am Anfang immer Teig (oder Futterwaben), da können sie sich selbst bedienen und es wird nichts schlecht.
    Wenn mehr Bienen zur verfügung stehen, dann füttere ich flüssig weiter.


    Was kann passieren, wenn die Bienen genug rein kriegen und zusätzlich gefüttert wird? Es wird eingelagert und verdeckelt oder direkt als Brut umgesetzt. Beides ist toll und nur gewollt.
    Natürlich muss genug Platz zum legen sein, darum Kontrollen.


    Und warum habt ihr so Schiss davor einmal die Woche die Ableger kurz zu öffnen, den Brutumfang und die Futterversorgung zu kontorllieren, neue MW zuzuhängen, eine Portion Futter zu geben und den Deckel wieder zuzumachen.
    Das alles dauert etwa 3 Minuten und tut den Bienen weniger weh, als wenn ich 3 Wochen am Stück nicht reinschaue, die Kö vielleicht längst tot und das Volk weisellost ist, der Bautrieb wegen zu wenige Futter nicht in die Gänge kommt oder sonst was ist.
    Man muss ja nicht das komplette Brutnest zerwühlen.


    Anfängern wird immer eingetrichtert die Bienen möglichst nicht zu stören.
    Das ist auch richtig aber ich muss immer ein Bild über den momentanen Zustand des Volkes haben, sonst wird das nie was gescheites.


    Und Manfred:
    3 Dadanträhmchen und Flugbienen ist schon sehr stark gebildet, wenn ich die nicht füttern würde, könnte ich nicht ruhig schlafen bei der jetzigen Tracht (bei uns).

  • Danke schön!


    Ich hatte "gefühlt" mind. 2 Kg futter auf den Brutwaben.. beim 3er WabenAbleger..(das war erst am 23.5. mit quasi "normalem Flugbetrieb") ich habe keinen futterteig und füttere also Honig.. BITTE EINEN TIPP WIE ICH DEN AM BESTEN FÜTTERE... (PUR? Honigwasser? in der Futterzarge?? flacher Teller?)


    Der Königinnenableger wird seit Tagen mit Honig gefüttert.. ich habe das Gefühl, die können das gar nicht gut aufnehmen.. heute morgen saß die Königin oben, quasi mitten im Honig und ließ sich füttern.. ich habe ein sehr schlechtes Gefühl.. wenn die Kö. von den Waben geht und sich beim futter einfindet. Anfänger sein ist ja so scheiße :((


    Was kann ich als Futtergeschirr nehmen außer Futterzarge.. in dem Honigwasser waren mir am ersten Tag mind 20-30 Bienen ersoffen (plastikzarge)


    Bei beiden Ablegern eine Notfütterung machen??? Zuckerwasser in die Wabengassen sprühen?


    lg. manfred

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast015 () aus folgendem Grund: Grammatikfehler... immer noch holperig geschrieben..

  • Danke schön!
    Der Königinnenableger wird seit Tagen mit Honig gefüttert.. ich habe das Gefühl, die können das gar nicht gut aufnehmen.. heute morgen saß die Königin oben, quasi mitten im Honig und ließ sich füttern.. ich habe ein sehr schlechtes Gefühl.. wenn die Kö. von den Waben geht und sich beim futter einfindet. Anfänger sein ist ja so scheiße :((
    lg. manfred


    Hallo Manfred ,Marmeladenglas-Gurkenglas in den Deckel ca. 10 kleine Löcher 1,2mm mit Rähmchennagel schlagen . Dann Honigwasser-Zuckerwasser bis kurz unter dem Deckel einfüllen und auf zwei Hölzchen ca.8-10mm das umgedrehte Glas mit dem Deckel auf die Hölzchen setzen . In Honigzarge oben aufsetzen oder neben Brutwabe im Brutraum . Keine Angst auslaufen tut nix weil Wakuum entsteht . Kein ersaufen von Bienen mehr .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Manfred,


    bin Anfänger - aber so füttere ich meinen Ableger:
    Tetrapack (z.B. Milch) oben aufschneiden, auswaschen. Irgendwelche Schwimmer rein (z.B. saubere Legosteine, saubere Holzstückchen von Brennholz etc.) damit keine Biene absäuft. Zuckerwasser rein - und zwar so dick wie möglich (lt. meinem Paten). Nicht 1:1, da kostet das Verdicken mehr Kraft als der Zucker bringt.


    Den Tetrapack dann direkt neben eine mit Bienen besetzte Wabe stellen, so daß sie leicht rein können.
    Nach 4 Tagen soll das Zuckerwasser sauer werden hat man hier gesagt, daher dann lieber auswechseln.


    Oder Du kaufst dir noch schnell für wenige Euros etwas Futterteig. Den gibts bei mir noch mit dazu und wird gerne angenommen. Dazu lege ich den Teig in schmalen Streifen direkt auf die Oberträger (aufpassen, der tropft runter) oder aber auf einer kleinen (Lego)Platte auf den Tetra-Pack. Aufpassen daß nichts runterfallen kann, auch wenn der Zuckerwasserspiegel sinkt.
    Auf Ameisen achten - die riechen das Futter offenbar meilenweit...


    Soweit meine (geringen) Erfahrungen,


    Alex


    P.S.: weitere Anregungen evtl. hier: http://www.top-bar-hive.de/page10.php

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Bienenhummel () aus folgendem Grund: Rechtschreibung ;(

  • DANKE, ich habe heute morgen meinen "Honigfütterer" mit umgedrehten Honigglas auf Untersetzer reingestellt und mit lauwarmen Wasser aufgefüllt und paar saubere Holzstücke in die Untertasse.. auf die Oberträger über den Wabengassen Honig geschmiert.. dann war ich weg.. jetzt nach 9 Std.: Bienen holen sich den Verdünnten Honig aus der Untertasse.. auf dem Honig geschmiere dicke TRAUBEN von Bienen... die Futtern.. so soll es sein.. am 2.6. kommt mein Futterteig...:)


    Danke und lg. mani

  • Tetrapacks wurden mir regelmäßig zernagt und es ist eine Riesensauerei, wenn dann das Zuckerwasser ausläuft!
    Liebe Grüße


    Frauke

  • Hallo,


    warum hier so viele Angst davor haben, ihre Ableger zu füttern ist mir ein Rätsel.



    Na wegen der Räuberei. Ich halte das Flugloch eng. Sie fangen aber an, an dem Schaumstoff-Steifen zu knabbern. Es scheint ihnen zu eng zu sein.
    Gilt die Regel noch : 1cm Fluglochbreite pro besetzter Wabengasse ? Ich habe es 4 cm Offen.


    Ich habe jetzt eine Futtertasche mit Apipuder-Teig reingehängt. Sie haben es angenommen.
    Danke

  • Zuckerwasser rein - und zwar so dick wie möglich (lt. meinem Paten). Nicht 1:1, da kostet das Verdicken mehr Kraft als der Zucker bringt.


    Hallo Alex,


    das ist nicht richtig. Unter der Saison, wenn Ableger, Schwärme, Kunstschwärme bauen und wachsen sollen, dann wird dünn (1:1) gefüttert.
    Die sollen in erster Linie zum bauen und brüten angeregt werden und nicht zum einlagern. Das erreichst Du mit einer dünnen fütterung, die Tracht simuliert.


    Wenn Du im Spätsommer / Herbst einfütterst, dann dicker 3/2.
    Das wird dann eingelagert.