Naturbau Brutableger

  • Hallo zusammen


    Ich habe vor drei Tagen einen Brutableger erstellt.
    2 BW + 1 FW die Bienen kommen aus einem Volk das auf Mittelwänden sitzt.
    Den restlichen Raum habe ich mit Mittelwänden + Anfangsstreifen ausgestattet.


    Nun kommen mir bedenken ob das überhaupt hinhaut.
    Erwacht bei den Bienen der Bautrieb wenn ich sie eine Königin ziehen lasse?
    Bisher sind die Rähmchen mit Anfangsstreifen nicht angerührt worden, es wird Nektar uns Pollen eingetragen. Die WS ist von den Bienen angelegt und noch offen.


    Hat jemand Erfahrung damit?
    Grüße Jantje

  • Hallo Jantje,


    ich verstehe Deine Frage nicht ganz. Ich beschreibe Dir mal, wie ich das mache.


    Ich vermehre normal über vorweggenommene Schwärme, KS, Fluglinge und ähnliches, einfach weil die von Anfang an bauen.
    Wenn ich aber, so wie heuer viele Jungvölker erstellen muss, dann geht das auch über Ableger.


    Ich erstelle meine Ableger normalerweise am selben Stand, da ich bequem bin und nicht gern Beuten in der Gegend herum kutschiere.
    Ich hänge eine eine BW von Völkern, welche ohnehin geschröpft werden müssen an den Rand der neuen Beute. Dann stoße ich großzügig zusätzlich Bienen von weiteren 3 oder 4 BW dazu, die Spendervölker verkraften das, die müssen geschröpft werden.
    Die zusätzlichen Bienen sind in meinen Breiten wichtig, da ich die Ableger sehr früh (für meine Verhältnisse) Letzte Aprilwoche oder erste Maiwoche, erstellt werden. Da wird es noch richitig Kalt und das auch am Tag.


    Ich verwende nur eine BW, weil ich einfach möglichst wenige alte Waben im Volk haben will.


    An die zweite Stelle hänge ich ein Rähmchen mit Anfangstreifen, dann kommt eine Futterwabe. Die Futterwabe fungiert als Schied.
    Dann bleiben die Ableger 9 Tage zu.
    Bis dahin haben sich Nachschaffungszellen gebildet, welche jetzt ausgebrochen werden. Zu diesem Zeitpunkt habe ich schon Verdeckelte WZ (umgelarvt) oder auch starke Völker, die natürliche WZ angesetzt haben.
    Eine solche WZ hänge ich den Ablegern jetzt zu.


    Dazu schneide ich ein stück der BW, die an erster Stelle hängt aus (in der Nähe von Brut, wegen der Wärme) und befestige die WZ in dieser Aussparung. Diese sollte weit oben sein, denn bei Kälte sammelt sich die Traube oben und lässt Brut, die ganz unten ist, kalt. Das ist auch das Problem bei BW mit WZ am Unterträger, die verkühlen leicht, wenn man schwache Ableger bildet.
    Dann Deckel zu und warten bis Brut im Ableger ist.


    Zu dem Zeitpunkt haben sie im Rähmchen mit Anfangstreifen schon kräftig gebaut. Wenn dieses Rähmchen etwa zur Hälfte gebaut ist, hänge ich ein neues, wieder mit Anfangstreifen direkt neben das erste. Die Futterwabe rutscht einfach eine Stelle weiter und ist wieder das Schied.
    So machst Du das bis etwa ende Juni, ab dann gebe ich nur noch MW, das hat sich besser bewehrt als bis zum Schluss Naturbau.


    Wenn sie nicht bauen, wurde die Kö nicht begattet, ist gar nicht geschlüpft (verkühlt), oder sonst was. Jedenfalls ist ewas nicht in Ordnung mit ihr.
    Für diesen Fall habe ich immer einige Apideas gefüllt, in denen zu diesem Zeitpunkt schon gebattete Königinen warten. Diese Apideas werden einfach direkt auf die Rähmchen des weisellosen Ablegers gestellt, Lerzarge und Deckel drauf.
    Das Apideavolk nimmt ganz langsam mit dem Ableger durch das kleine Flugloch Kontakt auf, am nächsten Tag wird der Boden gezogen und wieder auf die Rähmchen gestellt. Nach ein paar Tagen kontrolle, ob die Kö schon unten ist, wenn nicht einfach die Kö auf die Rähmchen des Ablegers sezten, inzwischen kennen die sich.
    Das restliche Apidea wird wieder aufgestellt, nach 9 Tagen Zellen gebrochen und neu mit WZ besetzt.



    Immer in kleinen Mengen flüssig füttern, den Rest machen die alleine.