MELISSA in der Kritik

  • Das seit 2009 durchgeführte MELISSA in Österreich, welches dokumentieren sollte ob es Bienenschäden durch Neonic Maisbeizen geben kann ist ja jetzt abgeschlossen!


    Es hagelt an Kritik vor allem aus den Reihen der Imker!


    ein sehr interessanter Bericht im ORF2 bringt die Sache sehr gut auf den Punkt!


    http://tvthek.orf.at/programs/1310-Report


    Seit 1997 werden Bienen durch die pneumatische Sätechnik in Verbindung mit Neonic-Beizen vergiftet!


    Es wird aber immer noch geleugnet!


    Schade!


    Bienenschutz ade?


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • APA0247 5 CI 0195 Mi, 16.Mai 2012


    Umwelt/Tiere/Agrar/Österreich


    Überwinterungsvorräte der Bienen mit Maisbeize kontaminiert


    Utl.: Global 2000 fordert Verbot =


    Wien (APA) - Eine Untersuchung im Auftrag des Imkerbundes hat sich mit 22 über den Winter verendeten Bienenvölkern beschäftigt. Laut einer Aussendung von Global 2000 von heute, Mittwoch, ließ sich in 20 Fällen Maisbeizmittel im sogenannten "Bienenbrot", das sind eingelagerte Pollen, die den Insekten als Wintervorrat dienen, nachweisen.


    Helmut Burtscher, Umweltchemiker von Global 2000: "Bei diesen insektiziden Maisbeizmitteln handelt es sich um Nervengifte, die entwickelt wurden, um Insekten zu töten. Wenn also, wie diese Untersuchung nun gezeigt hat, die Wintervorräte im Bienenstock mit diesen Giften kontaminiert sind, brauchen wir uns nicht wundern, dass die Bienenvölker samt Nachwuchs den Frühling nicht mehr erleben."


    Roland Netter, Imker aus Niederösterreich: "Seit vor drei Jahren damit begonnen wurde, diese Maisbeizmittel in meiner Umgebung in großem Umfang einzusetzen, erleide ich Bienenverluste in einem zuvor nicht dagewesenen Ausmaß."


    "Es ist daher allerhöchste Zeit, dass Landwirtschaftsminister Berlakovich die Verwendung dieser bienengiftigen Maisbeizmittel verbietet, so wie es unsere Nachbarn Deutschland, Slowenien und Italien bereits gemacht haben", betonte Burtscher. Eine Gelegenheit dazu würde der Ende Mai stattfindende parlamentarische Agrarausschuss bieten, wo das Thema auf der Tagesordnung stehen wird.
    (Schluss) af/gu


    APA0247 2012-05-16/12:19


    161219 Mai 12

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Der Drohn macht sich da die Gedanken wenn das Zeug je in den Boden gelangte oder in ein Bienenvolk, dann wird es immer mehr oder weniger im oder um das Bienenvolk sein.
    Also im Holz der Beute und Rähmchen auch.
    Der Drohn wird berichten ob in nagelneuen Sytemen die Bienen besser auswintern als in gebrauchten.


    Entlich ist genug Material vorhanden.


    Viele:p_flower01:den Unterstützern


    Der
    Drohn



    2008 wäre dann nur die Spitze des Eisbergs gewesen:evil:

  • Moin, moin,


    nicht die Spitze, sondern der Moment, wo einer der Gletscher kalbte...


    Die Gefahr baute sich vorher auf, und sie besteht weiterhin, und man sieht lange nicht die ganze...


    Solche Äcker sind Todeszone nicht nur für unsere Bienen, sondern für jegliches Gliedertier, das auch nur unbefangen genug ist, so ein Exsudattröpfchen zu trinken. Oder solchen Pollen zu essen, oder solchen Nektar. Oder ein Stückchen eines solchen Blattes und sei es auch welk hinabgefallen und werde vom Bauern gar nicht mehr gebraucht. Die vermissen bloß nicht so viele, und wenn doch, ist leicht mal ein Experte zur Hand, der von multifaktoriell-strukturellen Habitatveränderungen spricht und nicht glauben oder zugeben will, dass Insektizide unter diesen Veränderungen eine prominente Rolle spielen... Gleichzeitig wirft er den Naturschützern vor, zu pauschalieren, nicht wissenschaftlich zu denken und ungerechtfertigt die Bauern oder die Industrie zu attackieren. Denn diese armen angegriffenen seien doch eigentlich um den Schutz der Natur bemüht, und natürliche Bündnispartner...


    -


    Ein weiterer Gletscher sind die Häutungshemmer, die ungehemmt auf Eichenprozessionsspinnerraupen gesprüht werden. Dimilin, zum Beispiel. 15 g pro Hektar Wald sind eine ausreichende Dosis, bis zu 75 g werden gesprüht. B4. Erwachsenen Bienen tut das nix, die häuten sich nicht mehr. Ob aber jede Flügelverkrüppelung sicher auf den Virus zurückgeht, oder ob vielleicht noch geringere Dosen bei den ja komplizierteren Häutungen zur Imago nicht vielleicht doch störend wirken, hat m. W. niemand untersucht. Die betreffende Denkersatzhandlung geht davon aus, dass Bienenlarven nicht auf Bäume steigen... Der Falter bevorzugt Einzelbäume und sonnige lichte nach Süden offene Waldränder... Die Bekämpfer dann auch. Außerdem lieben sie Hubschraubereinsätze. Bienen kennst Du selber.


    Wir haben Mai. Da gibt es Maikäfer. Die werden bekämpft, und ich las von einem umweltverträglichen Bekämfungskonzept, Löwenzahn, dessen Wurzel von den Engerlingen gerne gefressen wird, mit systemischen Insektiziden zu behandeln... Ich muss die Diskussion da noch mal aufgreifen...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Wird in Deutschland die gleiche Beize oder andere Maisbeize verwendet.
    Und wie, flächenweit oder nur in den Befallsgebieten des Maiswurzelbohrers?
    Wer kann dazu was sagen?
    Gruß Peter


    Diese Neonic-Maisbeize von der da in Österreich berichtet wird, sind alle bei uns seit 2008 verboten! Sie werden in Österreich vor allem in den Maiswurzelbohrergebieten eingesetzt. Aber auch dort wo man Drahtwürmer damit bekämpfen will. Also dort wo eine Wiese zum Maisacker umgepflügt wird.


    Es gab in der Oberpfalz im Grenzgebiet 2009 min. 2 Fälle von illegaler Anwendung am Mais!


    Die selben Beizen sind aber bei uns am Raps Kartoffeln und Zuckerrüben erlaubt! und werden speziell beim Raps zunehmend auch eingesetzt. Am Raps heißt das Zeug ELADO!


    In einigen Bundesländern hier bei uns in D, wird aber auch SANTANA im Mais verwendet. Das SANTANA ist praktisch mit den Neonic-Beizen vergleichbar oder sogar noch schlimmer! Es gab einen Versuch in Veichtshöchstheim dazu! Und dort bekamen einige der Versuchs-Völker NOSEMA! Ob diese Versuchsvölker den Winter überlebten, weissen nur die Insider.


    Die aber kamen zu dem Schluss, dass ab 60 m Abstand es keine Bienenprobleme geben soll!


    Die Saat mit SANTANA darf nur bei Wind unter 5m/sec. angewendet werden!


    Die Flächen auf denen SANTANA 2012 legal zum Einsatz gekommen ist, müssten den Landwirtschaftsbehörden bekannt sein!


    Wer glaubt betroffen zu sein kann ja bei seinem Landwirt dann auch mal nachsehen ob er einen Windmesser auf dem Dach des Schleppers hat!


    Oder ihn mal ganz dezent fragen, wie er die Windgeschwindigkeit messen tut!



    @ Clas,


    ja es gibt ganz viele Baustellen!


    Bienenschutz wird nicht mehr so groß geschrieben seit man die Forschung Privatisierte.


    Heute machen die Zulassungsversuche diejenigen die das Mittel nacher am Markt verkaufen wollen!


    Das BVL bewertet nur!


    Bis 2008 hatte das JKI nichtmal die Messgeräte um Clothianidin in den Bienen zu finden!


    Aber Zugelassen haben sie es!


    So verrückt ist die Welt heute nun mal!
    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von toyotafan () aus folgendem Grund: Antwort auf Clas

  • Moin, moin,


    ja, viele Baustellen, und werden täglich mehr. Man kann kaum gegen gucken. Es gibt ja wohl noch nicht mal eine unabhängige Wiederholung der Versuche. Das heißt, die Ergebnisse sind nicht auf Reproduzierbarkeit geprüft. Vertrauen ist ja was schönes... Wenn man aber weiß, dass die von Bayer angegegebenen und der Genehmigung zugrunde liegenden Halbwertzeiten im Boden bei 120 Tagen liegen, wo andere bis zu 1825 Tage gefunden haben, sollten eigentlich daraufhin alle Zulassungen auf die Reproduzierbarkeit der zugrunde liegenden Ergebnisse gründlich überprüft werden und so lange ruhen. Statt dessen verschiebt man fällige Zulassungsüberprüfungen. So richtig zu fassen ist das nicht.


    Und Messgeräte, um Clothianidin nicht zu finden, sind ja billiger, als solche, die es finden...


    Die ganze Frage, was "Bienengefährlich" heißt, müsste eigentlich neu geklärt werden. Die alten Kriterien sind für Wirkstoffe von vor 50 Jahren schon nicht gut gewesen. Da brauchte man Mengen, und es konnte für Warmblüter gefährliche Rückstände geben. Inzwischen sind die Wirkstoffe der heutigen Generation als Antwort auf die Rückstandsanalytik auch zu verstehen. Sie sind sozusagen an den Zulassungskriterien vorbei entwickelt, haben eine Wirkungsweise, die von der Vorgehensweise nicht erfasst wird...


    Und irgendwo in USA hockt ein Genetikprofessor, der da spricht, man könne und solle, natürlich vorsichtig, der Biene Gene einpflanzen, die ihr helfen, mit den veränderten Bedingungen klarzukommen. Es werde wohl nichts anderes übrig bleiben. Natürlich vorsichtig.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Und irgendwo in USA hockt ein Genetikprofessor, der da spricht, man könne und solle, natürlich vorsichtig, der Biene Gene einpflanzen, die ihr helfen, mit den veränderten Bedingungen klarzukommen.

    ... den Teufel mit dem Belzebub austreiben, das füllt den Geldbeutel prall..... jedenfalls denen, die das machen.... und wenn man Geld verdienen kann, dann existiert keinerlei Moral mehr .....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"