Ist Giersch eine Trachtpflanze ?

  • Nektar und Pollenangebot ist nicht so besonders.


    kann man hier so nachlesen


    aber die Frage war, ob sie Gierschpollen sammeln: Ja


    Wenn nicht was besseres zu finden ist, denke ich.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Da hast Du allerdings recht!


    Ganz, ganz schwierig bzw. arbeitsintensiv: Buddeln, buddeln, buddeln.


    Ich habe eine uralte Phloxstaude noch von meiner Oma umgesiedelt, da war irgendwie am letzten Standort so ein kleines Triebspitzchen entstanden. Über drei Jahre habe ich gezupft, gepflückt und ausgestochen.
    Dann Ableger von der Staude erstellt und die verseuchte entsorgt, ist irgendwie fast wie Sanierung bei Bienenkrankheiten. :wink:


    Es gibt was zum draufsprühen, das soll sogar helfen, sagt eine Bekannte von mir - aber mit dem Draufsprühen hab ich`s nicht so, vor allem nicht, seit ich Bienen habe.



    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Das Drausprühen taugt nur für den ersten Angriff, ausbuddeln und fein säuberlich auch die letzte Wurzel aus dem Erdreich fummeln ist das einzige, was auf Dauer funktioniert. Wer Hühner hat, dem bleibt noch dieser dritte Weg: Reinjagen und machen lassen. Wer den Kampf aufgibt, kann sich immer noch an einem netten grünen Teppich erfreuen und hat ewig Nachschub für einigermaßen leckeren Salat und spinatähnliches Gemüse. Die Bienen gehen recht gerne an das Zeuchs, wie ich beobachten konnte.

    Allerherzlichste Grüße aus Ribbeck


    - Die Photosynthese war eine gute Idee. -

  • Gegen Giersch:


    winzigste Wurzelstückchen absammeln, Stauden ausgraben und sauberspülen. Die weißen Gierschwurzeln sind gut zu erkennen.
    Fläche lichtdicht bedecken (2 Jahre!).
    ...oder einfach spritzen...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Moin zusammen!


    Ich habe bei Schwiegereltern in spe die Möglichkeiten ausprobieren können, Giersch zu "bekämpfen". Wobei es mehr Krampf als Kampf ist.
    Ergebnis: 2-3 Jahre flächendeckend im wortwörtlichsten Sinne dick (10-15 cm) mit grobem Mulchmaterial abdecken, dabei die insbesondere in den Randbereichen durchbrechenden Gierschtriebe /-blätter konsequent und so bald wie möglich nach Erscheinen möglichst mit Wurzel entfernen. Verfährt man so, hungert man die Pflanze auf lange Sicht aus da man ihr die Möglichkeit nimmt sich über Photosynthes mit neuer Energie zu versorgen.
    Dieses Stückchen Beet ist nun wieder fast nutzbar, die letzten Wiederstandskämpfer seitens des Giersch sind allerdings immer noch da...


    @ Hardy: Bei mir hat noch nie irgendein Spritzmittel langfristig gewirkt.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo,


    wenn man ein Bett Unkrautfrei (ist ja eigentlich Beikraut) haben möchte, dann einfach eine 5cm dicke Schicht frisch gemähten Rasenschnitt aufbringen und so lange liegen lassen, bis dieser schön braun ist, so ~2 Wochen. Die Verrottungswärme zerstört alle nicht zu tief wurzelnden Pflanzen. Es funktioniert, habe es selber schon ausprobiert.
    Wobei ich sagen muss, bei mir im Garten darf der Giersch wachsen,wir essen ihn sehr gerne an Salat, schmeckt super.


    Gruß Jan

    Dubium sapientiae initium. Zweifel ist der Weisheit Anfang. René Descartes

  • :lol::lol::lol: Der Tipp mit den Hühnern ist gut........da wächst dann gar nichts mehr:cool:

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Eigentlich ist schon alles gesagt, was man gegen Giersch machen kann. Mein Tipp: Essen!


    Ich habe die ganz jungen Blätter geerntet und zu verschiedenen schmackhaften Salaten und anderen Gerichten verarbeitet. Im übrigen konsequent jedes aufkeimende Blatt abgepflückt. Damit hatte ich den Giersch schließlich auf einem begrenzten Bereich weg oder besser in Schach gehalten. - Aussammeln der Wurzeln aus dem Boden ist eine echte Sysiphos-Arbeit, weil man garantiert nicht jedes Wurzelstück findet. Und man müsste wirklich jedes kleinste Stückchen heraussammeln.


    Eine Kollegin hat in ihrer Verzweiflung den Bereich, den sie endlich gierschfrei haben wollte, mit schwarzer Folie abgedeckt. Darüber pflanzte sie in eine dünne Mutterbodenschicht Blumen. - Geht auch.


    Holbee

  • Meine Güte,
    was tut ihr denn alle gegen Giersch? Es gibt nur eine einzige mögliche und gut verträgliche Vorgehensweise gegen Giersch: aufessen!


    Pflücken und ab in den Salat. Giersch hat mehr Vitamin C als Zitronen und wächst genau zu der Zeit, zu der wir Vitamin C brauchen!


    Also nix vergiften, buddeln, zudecken - einfach aufessen!

  • Äh, nee!
    Mit Aufessen hat man oberflächlicherweise ein paar Blätter entnommen.


    Ich für meinen Teil habe einen GARTEN. Auch Stauden und Gemüse und auch hier eben nen "tic". Das heisst nicht, dass ich mit der Nagelschere bäuchlings über den Rasen robbe um Perfektionismus umzusetzenjedoch gebe ich zu, Stolz auf diesichtbaren Ergebnisse zu sein rundherum.
    Nicht alles ist planbar und Garten nie fertig.


    Giersch gehört definitiv nicht in mein Repertoire. Brauch ich ihn zum essen, um die Ecke wild.
    Da darf er auch...



    Grüße
    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper