Plötzliches, massenhaftes Ausfliegen aus der Beute

  • Hallo zusammen,


    gestern war es nun soweit und ich habe meine 2 Kunstschwärme geliefert bekommen. Nachdem ich anfänglich beim ersten Volk Schwierigkeiten hatte, den Weiselkäfig aus der Transportbox herauszuholen (der Draht, an dem der Käfig befestigt sein sollte war ab) klappte es beim zweiten Volk besser.
    Ich habe beide Kunstschwärme auf 8 Mittelwände im Brutraum eingeschlagen (Natürlich pro Beute nur 1 Kunstschwarm:wink:).
    Da beide Völker ja noch kein Nektar oder Pollen hatten, wollte ich sie mit Zuckerwasser auffüttern. Dies ging gestern leider nicht, da ich viel zu aufgeregt war und die Bienen sich nicht schnell auf die einzelenen Waben verteilten.
    Das habe ich jedoch heute alles erledigt.


    Auf dem Brutraum habe ich eine Leerzarge gestellt, damit ich das Gefäß mit Zuckerwasser unterbringen konnte. An eine Kletterhilfe und einen Schwimmer habe ich auch gedacht.
    Über die Leerzarge habe ich die "Abdeckfolie" gelegt und darüber dann den Innendeckel mit Dämmplatte. Darüber den Außen-Stülpdeckel und zu guter letzt den Blechdeckel.
    Das Flugloch habe ich verengt gelassen ( ca. 10 cm breit). Der Boden ist offen.


    Heute bei dem schwülen Mittagswetter habe ich beobachtet, wie plötzlich die Bienen ausflogen und in Kreisen um die Beute herumflogen. Das ganze hat ca. 15 min. gedauert, bis "normaler" Flugverkehr herrschte.


    Nun frage ich mich, ob es daran lag das die Innentemperatur der Beute zu warm wurde und deshalb ein massenhaftes Ausfliegen statt fand.
    Ich habe sowas im Buch von H. Storch "Am Flugloch" gelesen.


    Habe ich die richtige Schlussfolgerung getroffen?:confused:


    Über Eure Einschätzung/ Hilfe möchte ich mich schon einmal im Voraus bedanken.:daumen:


    Viele Grüße,


    Fabian:Biene:

  • Fabian,


    ich bin selber Anfänger, aber das hört sich für mich nach normalen Orientierung Flügen an. Sprich die machen sich mit der neuen Umgebung und der Position "zu Hause" :D vertraut. Sieht man auch jedes mal wenn viele Jungbienen das erste mal fliegen "dürfen". Sieht immer Klasse aus. Und wenn erst Drohnen mit fliegen, wird es spannend. Die dicken Brummer sind super laut ;)

  • Hallo Fabian,


    dass es den Bienen zu warm war, halte ich eigentlich für ausgeschlossen. Ich denke, Peter hat recht.
    Die Damen befinden sich an einem noch fremden Standort und müssen sich orientieren. Sie scannen sozusagen erst die nähere Umgebung um sicher zurückzufinden.
    (Achtung: Bin selbst erst im 3. Jahr, muss aber nun allmählich hier im Forum auch mal anfangen rumzuschlaumeiern und nicht nur Fragen zu stellen. :lol:)


    Viel Spass mit Deinen Bienen
    Fiona

  • Guten Morgen,


    ich denke die Bienen haben sich nur mal kurz Orientiert / Eingeflogen...
    Neues Zuhause, neuer Standort muss ja erstmal besichtigt werden.


    Gruß

  • Hallo zusammen,
    Auf dem Brutraum habe ich eine Leerzarge gestellt, damit ich das Gefäß mit Zuckerwasser unterbringen konnte.
    Über die Leerzarge habe ich die "Abdeckfolie" gelegt und darüber dann den Innendeckel mit Dämmplatte. Darüber den Außen-Stülpdeckel und zu guter letzt den Blechdeckel.
    Das Flugloch habe ich verengt gelassen ( ca. 10 cm breit). Der Boden ist offen.


    Viele Grüße,


    Fabian:Biene:


    Hallo Fabian , Brutraum sofort komplett mit 12 Rähmchen füllen .Sonst kann es sein das der Schwarm da baut wo keine Rähmchen sind . Außerdem Imkerregel Nr.1 beachten . Füttern immer nur Abends kurz vor Einstellung des Bienenflugs sonst könnte es sein das Du die " schönste " Räuberei bekommst . Ach Ja , fünf Liter ist erstmal Genug . ( Grundversorgung )
    Die Bienen holen ja auch selbst .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Josef,


    vielen Dank für Deine Hilfe.
    Der Flugbetrieb war heute den ganzen Tag über normal.
    Ich habe heute eine kurze "Ansicht" (durch die Abdeckfolie) beider Völker vorgenommen. Beide Völker greifen auf die Zuckerlösung zu und haben bereits ca. 1/2 Liter aufgenommen.
    Morgen abend werde ich wieder den Behälter nachfüllen (es ist nur eine kleine Plastikschale, Fassungsvermögen von 1 Liter).
    Ich habe heute bei beiden Völkern die Varroa-Windel (heißt das wirklich so?) eingelegt.


    Eine komplette Wabendursicht will ich erst am Sonntag machen, um nicht die junge Königinn zu gefährden.


    Gruß,


    Fabian


  • Hallo Fabian . Wabendurchsicht ist erst mal nicht erforderlich . Varroa-Windel auch nicht .Offener Gitterboden ist angesagt .
    Varroas fallen jetzt kaum weil sie auf den Bienen sitzen und wenn sollen sie durch den offenen Gitterboden fallen .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Bei


    VVS kann man dieses Verhalten regelmäßig beobachten.


    Die Bienen sind auf "Schwarm" programmiert, dieses "Schwärmen" muss ablaufen.


    Wenn die KS aus Bienen gebildet werden, die auf "Schwarm" sind sieht man es auch da.


    Bei Reptilien, denen die Eier künstlich ausgetrieben wurden, findet der Akt "Legen" danach trotzdem statt; so mit Ausheben der Nistgrube


    und Wehen und Verschließen der Grube......


    Ebenso muss das Programm "Schwarm" "ausgelebt" werden.


    doc

    Schere das Schaf und töte den Bären. Nie umgekehrt!
    Mongolische Weisheit.

  • Eine weitere Möglichkeit zur Erklärung: Wenn man innerhalb der Beute flüssig füttert, benachrichtigen die vom Futter zurückkehrenden Arbeiterinnen die anderen über Kreistänze, die aber keinerlei Richtungsinformation beinhalten, nur, dass es in unmittelbarer Nähe Tracht gibt und wie die Tracht riecht. Daher stürzen Trachtbienen nach draußen, um nach der Trachtquelle zu suchen und zwar wegen der Kreistänze in unmittelbarer Nähe des Standes.
    Deshalb ist es auch wichtig, abends zu füttern. Die Bienen versuchen nämlich, das Futter in den Nachbarvölkern zu finden. Wenn es aus einem schwachen Volk nach diesem Futter riecht, beginnt der Angriff.


    Gruß Ralph