Überwinterungsfähige Einheiten aus einem Apidea-Kästchen aufbauen

  • Hallo zusammen!


    Ich habe ein "Problem": Aus einem abgeschwärmten Volk habe ich zwei Ableger gebildet und zusätzlich noch zwei Weiselzellen in je ein Apidea-Kästchen eingehängt. Jetzt hoffe ich, dass die zwei Zusatzköniginnen effektiv schlüpfen und begattet werden. Mich beschäftigt nun aber schon, was ich mit denen machen soll. Ich habe als Neu-Imker im Moment lediglich zwei Brutableger und benötige entsprechend keine zusätzlichen Königinnen.


    Ich kann die Apideas natürlich auf Standmass umlogieren, z.B. in einen Ablegerkasten und sie dort halten, bis ich allenfalls im Herbst eine Ersatzkönigin brauche; oder ich könnte die Königinnen auch zur Bildung von Kustschwärmen benutzen. Was mich aber interessieren würde, ist ob jemand Erfahrungen damit hat, aus einem Apidea ein überwinterungsfähiges Volk zu ziehen. Es ist ja noch relativ früh im Jahr.


    Mich würde insbesondere interessieren, ob das auch im Naturbau klappt und wie ich mit Fütterung umgehe. Einfach wie bei einem normalen Brutableger, nur weniger füttern, dafür Futtermenge allmählich erhöhen?


    Herzl. Dank bereits jetzt für Eure Rückmeldungen.
    Daniel

  • oder ich könnte die Königinnen auch zur Bildung von Kustschwärmen benutzen. Was mich aber interessieren würde, ist ob jemand Erfahrungen damit hat, aus einem Apidea ein überwinterungsfähiges Volk zu ziehen. Es ist ja noch relativ früh im Jahr.


    Falls du sie erst diese Woche ins Apidea gepackt hast, würde ich sie bis in 2-3 Wochen dort belassen bis sie begattet sind und Brut angelegt haben. Bei der Frühjahrshonigernte mit den Bienen aus den Honigräumen und den Königinnen aus den Apideas 2 Kunstschwärme bilden und damit dann neue Beuten im Standmaß besiedeln.


    Das mit den Apidea-Rähmchen in Standmaßrähmchen umhängen etc wäre mir zuviel Aufwand.


    Stefan

  • Zarge mit Standmaß-MW und eine Leerwabe.
    Kö aus Apidea hinein geben.
    Absperrgitter drauf.
    Apidea: Bodengitter raus und in Leerzarge auf Absperrgitter geben


    Brut läuft aus, Bienen wandern runter zur Königin
    3 Wochen später Apidea leer > raus.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Daniel, bis die Brut aus dem Apidea ausläuft vergehen 3 Wochen .Bis dahin sind zig Bienen aus Apidea tot .


    Zarge im Standmaß , Futerwabe und eine schlüpfende Brutwabe OHNE ansitzende Bienen in Zarge geben . Dann die Wäbchen aus Apidea an Brutwabe stellen . Bienen aus Apidea schütteln . Am anderen Tag Apideawäbchen rausnehmen und Futterwabe an Brutwabe anhängen .Fertig .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Vielen Dank für die Antworten :p_flower01:


    Wenn ich Euch richtig verstehe, sind 100 g Bienen in jedem Fall zu wenig, d.h. sie können nicht selbst in die Gänge kommen, auch wenn ich sie füttere. Zumindest sollte man ihnen eine Leerwabe spendieren plus MW. D.h. reiner Naturbau (Rähmchen mit Anfangsstreifen) würde sie überfordern?


    Josef empfiehlt zusätzlich eine Wabe mit verdeckelter Brut: Hardy : Hast Du schon Völkchen gehabt, die es ohne einen solchen "Bienen-Booster" geschafft haben?


    Grüsse, Daniel

  • Hallo Daniel . Schlüpfende Brutwabe ! Ist wo die Jungbienen schon aus den Zellen kommen ! Zellen können dann von
    der Königin sofort wieder bestiftet werden .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • ...Josef empfiehlt zusätzlich eine Wabe mit verdeckelter Brut: Hardy : Hast Du schon Völkchen gehabt, die es ohne einen solchen "Bienen-Booster" geschafft haben? Grüsse, Daniel


    Moin Daniel,


    ich habe Apideas mit Brutwaben a la Josef verstärkt.
    Nur Apidea reicht nicht bis zum Winter.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Alles Quatsch aber hört auf den Drohn!
    I
    ch habe letztes Jahr für eine Neuimkerein einen Ableger auf Zander aus einem Apideakästchen gemacht. Apidearähmchen, Zanderrähmchen Apidea......... bis die Ablegerkiste voll war. Dann langsam die Zanderrähmchen zum Kern gemacht und die Apidea aussortiert. Soll ein tolles Volk geworden sein. Habe es aber nicht gesehen und was ich nicht gesehen habe glaube ich nicht. Allerdings, was ich sehe brauche ich nicht glauben. Ein Kollege verarbeitet seine "Oberleisten" grundsätzlich zu Ablegern. Er schraubt sie an den Oberträger der zanderrähmchen und lötet ein Stück Mittelwand darunter.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Daniel!


    Genau diesen Versuch habe ich vor ein paar Jahren auch gemacht. Ich wollte auch wissen, ob man aus einem Apideavölkchen ein überwinterungsfähiges Volk machen kann. Bei einigen Völkchen hat es super funktioniert. Bei ein paar anderen hatte ich das Problem, dass sie ausgeräubert wurden. Ich gab damals dem Umstand schuld, dass das Flugloch so weit von den Brutwaben weg war und dieses daher nicht verteidigt werden konnte.


    Ich habe die drei Apidea-Rähmchen mit einem Akkuschrauber in ein Zanderrähmchen geschraubt. und zwischen Leerwaben, bzw Futterwaben gehängt. Ich würde sagen, dass man das aber erst machen sollte, wenn in den Apideas bereits Brut schlüpft und die Bienen wieder mehr werden. Vermutlich könnte man das Räubereiproblem lösen, wenn man die Bienen durch ein Bohrloch fliegen lässt, welches nahe an den Brutwaben wäre.



    Für dein Vorhaben, die Bienen Naturbau errichten zu lassen, gäbe es ein elegante Methode:


    Du nimmst eine Zarge mit Leerrähmchen mit Anfangsstreifen und deckst diese mit einer Folie mit einem kleinen Loch ab. Auf dieses Loch stellst du das Apideakästchen und lässt die Bienen durch den Bodenschieber in die untere Zarge gelangen. Oben setzt du eine Leerzarge mit Deckel auf. Durch das obere Bohrloch (falls vorhanden) lässt du die Bienen aus- und einfliegen, ansonsten müsstest du eine andere Flugmöglichkeit schaffen. Damit wäre gewährleistet, dass die Bienen so viel bauen können wie sie wollen und bezüglich Räuberei wäre auch vorgesorgt.


    Zur Fütterung:


    Das ist in solchen Fällen das wichtigste überhaupt. Du musst so viel wie möglich füttern, aber nicht zu viel. Wenn die Bienen einmal hinunter gebaut haben, dann würde ich so viel füttern, dass die Waben neben der Brut mit Futter gefüllt sind, aber nicht so viel, dass durch das Futter die Brut einschränkt. Die Bienen sollten rund herum an offenes Futter gelangen können, aber wie schon beschrieben, nicht durch das Futter "erdrückt" werden. Es geht kein Futter verloren, entweder wird es in Brut umgesetzt oder es wird als Winterfutter abgelagert.


    MfG
    Honigmaul

  • wieder mal so ne Anfängerfrage: "BW" steht für mit oder ohne Brut? Respektive Brut in welchem Stadium? :oops:


    Verdeckelte Brut, kurz vor dem Schlupf.
    Auf keinen Fall darf jüngste Brut dabei sein!

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.