Bienenvolk mit Futterproblem

  • Hallo zusammen,


    hab mich 2011 viel über Bücher und Internet mit dem Thema Imkern und Bienen auseinandergesetzt. Dieses Jahr hab ich mich dann getraut und mir aus einem Nachbar-Dorf Ende April ein Carnica Volk gekauft. Die Königin ist aus 2011 und weiß gezeichnet. Beim Kauf wurde mir schon mitgeteilt, dass es wenig Futter hat und ich Zuckerwasser zufüttern soll. Das Volk war auf 9 Zanderrähmchen / 1 Zarge. Davon waren ca 7 Rähmchen belegt. Hab das Volk in meine Magazinbeute - Zander umgesetzt. Das Brutnest ist groß (auf 5 Rähmchen) fast bis zum Rand ausgebaut und größtenteils verdeckelt. Gefüllte Futterrähmchen war nicht vorhanden lediglich am Brutnest-Rand war Futter eingelagert. Vor 2 Wochen hab ich eine zweite Zarge aufgesetzt mit leeren Mittelwänden. Die neue Zarge wurde nicht angenommen. Ich hab dann den Tipp bekommen, dass ich vom Brutnest 2 Mittelwände hochhängen soll. Was ich auch gemacht habe. Des weiteren hab ich in beiden Zargen eine Baurähmchen an jeweils Position 2 eingesetzt. (Die Baurähmchen wurden bisher nicht angefaßt - sind leer.) Ich bin jetzt immer noch kräftig mit Adamfütter am Füttern. Die tragen momentan pro Tag ca. 1,5 bis 2 KG Zucker ein. Wieviel Futter ist normal bei der Größe und ab wann kann ich mit dem Füttern aufhören. Ab wann sollte ich den Honigraum aufsetzen? Danke für Euere Unterstützung.


    Gruss ritterjohannes

    :daumen: Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist süß für deinen Gaumen! Die Bibel - Sprüche 24,13 -> http://THEFOUR.COM

  • Hallo ritterjohannes .Erstmal Willkommen im Forum . Da Du mitlerweile kräftig mit Zucker gefüttert hast gibt es erst mal keine Honigräume ! Das hochhängen von Brutwaben ist auch nicht gewünscht. Das Brutnest sollte so bleiben wie es ist . Zweite Zarge aufsetzen war schon richtig und die Bienen werden diese von selbst besetzen wenn sie gebraucht wird . Mit dem füttern solltest Du jetzt aufhören da die Bienen von außen Nektar eintragen .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Josef,


    danke für Dein Rückmeldung. Ok, dann lass ich Sie den Fütterer ausschlecken und entferne dann diesen in den nächsten Tagen.
    Soweit ich sehen konnte besetzen Sie jetzt die beiden Zargen recht gut. Mir kommt es so vor als hätten sie sich ausgedehnt.
    Zarge 1 sind von zehn, neun Rähmchen besetzt und bei Zarge 2 ebenso. Sollte ich nun mit einer 3. Zarge und weiteren 10 Rähmchen erweitern? Bzgl. der Honigräume - schreibst Du - gibt es erst mal keine Honigräume. Meinst Du damit dass ich dieses Jahr dann gar keine Honigräume aufsetzen kann? Ich hab hier und da gelesen, dass gerade bei Imkern mit Dadantbeuten halbe Zargen als Honigraum verwendet wird. Ich hab eine Magazinbeute und wollte als Honigraum eigentlich eine normale weitere ganze Zarge aufsetzen. Geht das oder muß ich hier spezielle halbe Zargen mir besorgen gehen und die passenden Rähmchen dazu? Wenn ich überhaupt noch den Honigraum aufsetzen kann - ab wann sollte ich das machen - welches Kriterium ist hier ausschlag gebend. Ich hab mit dem Zucker füttern ja nur begonnen, weil Sie rein gar kein Futter mehr hatten.


    Gruss ritterjohannes

    :daumen: Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist süß für deinen Gaumen! Die Bibel - Sprüche 24,13 -> http://THEFOUR.COM

  • Hallo ritterjohannes,


    das mit dem Füttrn war sicher gut gemeint, hat die Volksentwicklung sicher auch gepusht, aber jetzt hast Du evt. Zuckervorräte am Rand der 2. Zarge. Dieses Futter wird dann evt. in den Honigraum umgetragen. Dann hast Du Zucker im Honig ...


    Ferndiagnose:
    - Volk war Ende April gut entwickelt, der Verkäufer wollte mit dem Tipp (Füttern) auf Nummer sicher gehen falls es kalt bleiben würde ...
    - nach dem Aufsetzen der Zarge haben sich Deine hohen Erwartungen nicht gleich erfüllt.
    - evt. waren bei Euch die letzten 2 Wochen auch etwas kühl? Dann haben sich die Bien wieder etwas zusammengezogen, um die Brut zu wärmen.
    Schau Die doch mal in den nächsten Tagen die obere Zarge an. Hat sich das Brutnest ausgedehnt? Oder ist alles "verhonigt"? Wie sieht es bei Dir in der Gegend mit Tracht aus? Vielleicht solltest Du dann wirklich die Futterwaben entnehmen bevor Du einen Honigraum aufsetzt.


    Gruß Jörg

  • ritterjohannes . Es ist schon richtig das die Bienen nur noch kleine Vorräte hatten denn im April gibt es schon draußen was zu holen .Es liegt daran wieviel von dem Zuckerfutter die Bienen verbraucht haben . Jetzt um diese Jahreszeit solle gar nicht mit Zucker gefüttert werden und wenn dann nur in kleinen Mengen ca. 500 gr. täglich und nicht Kiloweise . Sie tragen sonst den Zucker in den Honigraum und dann ist Dein Honig nicht Verkehrsfähig . Zuckerhonig willst Du doch selber auch nicht essen oder ? Du könntest jetzt mit deinen Bienen Ableger machen und damit dein Zuckerfutter aus dem Volk bringen .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Der Drohn würde dem Ritterjo vorschlagen HR drauf, wenn der wieder zur Hälfte mit Bienen gefüllt ist wieder HR drauf. Ernten und genießen, der Zucker schadet weder dem Ritterjo noch seinen Bienen.
    Weiterhin würde der Drohn dem Ritterjo raten sich leere Beuten zu zulegen und die Finger von irgendwelchen Spielchen weg halten.


    Genieße Deine Bienen:daumen:


    Ein Paten hat der Ritterjo hoffentlich schon:roll:


    Der
    Drohn

  • Hallo ritterjohannes,


    als erstes solltest du dir Gedanken machen, "wohin du mit deiner Imkerei willst". Ich würde empfehlen, im Herbst mit 3 Bienenvölkern in den Winter zu gehen. Dann bist du nächstes Jahr nicht bienenlos, falls die Überwinterung nicht so gut klappen sollte.


    Dann würde ich wie schon genannt: 1-2 Ableger bilden. So bekommst du die überflüssigen Zuckerwaben aus dem Volk und sie sind nicht unnütz.
    Also Brutableger bilden, dabei einige der Zucker-Futterwaben aus dem Volk nehmen, so dass noch ca 2 Futterwaben im Volk bleiben als Reserve. Die Futterwaben sollten dann an in der Beute jeweils ganz aussen sein. Baurahmen hast du ja schon gegeben.
    Den restlichen dabei entstehenden Raum kannst du mit Mittelwänden auffüllen.
    Wenn die Waben dann gut mit Bienen besetzt sind, also alle Wabengassen mit Bienen gefüllt sind kannst du den Honigraum (ebenfalls mit Mittelwänden ausgestattet) geben. Vielleicht kommt dann im Juni-Mitte Juli noch Sommertracht rein, so dass du dieses Jahr doch noch Honig ernten kannst.


    Kopf hoch das wird schon, besser zuviel gefüttert und die Frühtracht als Honigernte "an die Bienen verschenkt" als das frisch gekaufte Volk innerhalb von 2 Wochen durch Verhungern zu verlieren. Es ist noch kein Imker vom Himmel gefallen. :daumen:


    Stefan

  • ...die Waben dann gut mit Bienen besetzt sind, also alle Wabengassen mit Bienen gefüllt sind kannst du den Honigraum ...


    Hallo Stefan,


    Ableger bilden ist immer gut. Aber das mit dem Erweitern würdeich früher machen.


    Wenn die Zarge habe gefüllt ist stelle ich die nächste drauf!


    Gruß Jörg

  • Hallo zusammen,


    also irgendwie bin ich voll enttäuscht von mir selbst, dass ich ihnen soviel Futter gegeben und mir nun den Honig damit verbaut habe.
    Ich komme gerade von den Bienen und hab mich mehr oder weniger als "Bienenmechaniker" aufgeführt. Habe das alte Brutnest in Zarge 1 wieder hergestellt. Sprich alle alten Rähmchen des Brutnests zurückgebaut. Zarge 1 besteht nun aus 7 Bruträhmchen, Baurähmchen und 2 Futterrähmchen. Die Zarge 2 ist jetzt voll mit Leer-Rähmchen, davon sind 3 mit Futter voll und teils Brut. Die Zarge 3 ist auch drauf, jedoch hier nur 2 Rähmchen in der Mitte. Im Baurahmen in Zarge 2 haben sie zaghaft angefangen zu bauen. Soweit ich sehen konnte ist in der Zarge 1 der Baurahmen noch nicht angerührt.
    Einen Imkerpaten hätte ich gerne, jedoch hat sich bisher keiner gefunden. Bin in einem kleinen Imkerverein, der nicht gerade um die Ecke ist. Wohne in BW - Ortenaukreis. Vielleicht ist ja hier jemand, der Lust hat mich zu coachen. :-)


    Irgendwie bin ich etwas demotiviert.
    Die Bienen stehen bei uns am Ende des Gartens - eigentlich ein idealer Platz - trotzdem hab ich die Befürchtung dass es bei uns nicht genug Tracht gibt und auf Wander-Imkerei hab ich keine Lust.
    Es gibt bei uns große Obstbaumwiesen, in 700m ist Wald, es gibt Weinreben an den Hängen.


    Ich möchte die Bienen schonen, war jetzt die letzten 3 Tage ständig am Stand und hab dran "rumgewerkelt". Wie lange sollte ich ihnen eine Ruhepause gönnen? Dachte an eine Woche, oder ist das zu früh?


    Gruss von etwas deprimierten ritterjohannes

    :daumen: Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist süß für deinen Gaumen! Die Bibel - Sprüche 24,13 -> http://THEFOUR.COM

  • Kein Meister fällt vom Himmel.


    Gib Ihnen ein ganzes Jahr Zeit. :wink: So ein kleines Baby muß in Ruhe wachsen. Kannst Du nicht bei Christoph Koch vorbeischauen? Der muß doch ganz in der Nähe sein.


    Gruß
    Bernhard

  • Hey ritterjohannes,


    das sind alles ganz normale Sachen, es ist noch nichts Schlimmes passiert! Es gibt mindestens 100 Erklärungen warum sie jetzt nicht wie verrückt bauen und das mit der Zuckerfütterung ist auch kein echtes Problem!


    Das Einzige was mich jetzt etwas misstrauisch macht ist Deine Unruhe! Guck das Volk bitte nicht tot! Dann kauf Dir lieber noch einen kleinen Ableger, MiniPlus o.ä. Oder ein schönes Bienenbuch.
    Die Kiste würde ich maximal wöchentlich aufmachen!


    Gruß Jörg

  • Im Moment haben sie eher ein ,Imkerproblem". Mit etwas Ruhe wird es dieses Jahr bestimmt noch groß und gibt im nächsten Jahr ein Volk für die Honigernte. Also ruhig angehen.


    Gruß
    Bernhard

  • :-) Danke für die Rückinfos. Ich weiß dass "ICH" und meine "UNERFAHRUNG" das Problem sind.
    Ich versuche mich zurück zu halten. Werde sie jetzt erst mal eine Woche in Ruhe lassen.
    Ich bin parallel in einem Imkergrundkurs und hab dort 2 Ableger, die letzte Woche gebildet wurden.
    An diesem Samstag Weiseln wir um, da kommen die selbst gebildeten WZ raus und es werden Edel WZ zugesetzt.
    Von daher bekomme ich noch genug zu sehen. :-) Diese Woche war ich halt so oft dran, wegen dem Zufüttern.
    Aber nur in Zarge 3 - Sirup nachfüllen.


    Wenn sich später Zucker mit Honig mischt, ist das für mich ein Problem, wenn ich das Ernten würde?


    Gruss ritterjohannes

    :daumen: Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist süß für deinen Gaumen! Die Bibel - Sprüche 24,13 -> http://THEFOUR.COM