Europäische Faulbrut - Sauerbrut

  • Hallo!


    Ich habe mal im Forum ein wenig gesucht und nur selten Einträge über die Europäische Faulbrut (EFB) gefunden. Und wenn, dann waren sie meist über Fälle von EFB in der Schweiz. Gibt es EFB denn überhaupt (noch) in Deutschland? Hat da jemand Erfahrungen? Anscheinend ist die Amerikanische Faulbrut in Deutschland wesentlich mehr vertreten. Aber rein optisch sind die 2 Krankheiten doch gar nicht soooo leicht auseinanderzuhalten ... ?!


    Gruß,
    Marvin

  • Die EFB ist in D. nicht meldepflichtig und darf vom Imker in Selbsthilfe behandelt werden. Sie ist keine Ursache für große Völkerverluste. Sie soll angeblich oft in Zusammenhang mit der Varroose auftreten, wodurch diese die EFB überschattet. Vermutlich aus all diesen Gründen ist die EFB in D. kein Thema.


    Gruß Ralph

  • Danke für deine Antwort!
    Ich habe leider keine 'Beweise' dafür gefunden, dass die Varroose oft mit der EFB auftritt. Das wäre keine gute Kombination, da die EFB ja eigentlich gut behandelbar ist. Eine Kombination dürfte dem Bienenvolk noch mehr schaden.
    Wundert mich auch, dass Nachbarländer und andere Staaten mit dieser Krankheit wesentlich mehr zu kämpfen haben als mit der AFB.


    Gruß,
    Marvin

  • Aber rein optisch sind die 2 Krankheiten doch gar nicht soooo leicht auseinanderzuhalten ... ?!

    Wie hältst Du sie denn auseinander ?


    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Wenn man Glück hat, sollte die Larve bei der EFB nicht komplett zersetzt werden. Bei der AFB schon. Aber ich habe bislang von beiden nur BILDER gesehen, nicht live miterlebt. Und ich lese halt nur immer wieder, dass es sehr schwer sein soll, die 2 Krankheiten auseinanderzuhalten. Deswegen ist es auch eher eine Frage von mir an die Imkerforum-Gemeinschaft, wie -ihr- das macht (molekularbiologische Tests mal weggelassen).

  • Hi Marvin,


    Futterkranzproben zum Ende der Saison, nach der Räubereizeit, zur Klärung der Sporenbelastung sind Punkt eins, damit Du erst gar keine klinischen Symptome entschlüsseln musst.


    Bei eingefallenen oder runzligen Zelldeckeln, auch dunklere Flecken auf den Zelldeckeln erkennbar - Madenkotze von innen, mit einer Pinzette versuchen den Inhalt rauszuziehen. Wenn es nicht geht und nur Schlabber dranhängt und dieser beim mehrmaligen Öffnen und Schliessen der Pinzette immer wieder gummiartige Fäden zieht, dann wirst Du Deinen Veterinär und Deine Imkernachbarn näher kennenlernen.


    Guido Eich ist zu diesem Thema eine Weiterbildung wert!


    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Moin, moin,


    zu a) Sauerbrut ist aber doch das, was man auch europäische Faulbrut nennt, oder irre ich da? Und auch ansteckend, aber nicht anzeigepflichtig? Zu behandeln durch den Imker und in dessen Verantwortung? Jedenfalls hier, in der Schweiz kann das anders sein.


    Meine Vorbehalte gegen den Kapitalismus hatte ich schon vor diesem Film...


    Es ist durchaus denkbar, dass chinesische Birnenbauern Bienen als unerwünschtes Ungeziefer ansehen, das ihnen die gewünschte Kreuzbefruchtung versaut und deshalb die Arbeit lieber selber machen... Schließlich gibt es auch deutsche Rapsbauern, die keine Bienen an ihren Felder wollen. Dass es eine Birne gibt, die nur von einer vorher blühenden Birne bestäubt werden kann, glaube ich nicht. Vielleicht die Nashi, die ist, wenn ich nicht irre, ein Artbastard. Zumindest die Exemplare, die ich hier kaufen konnte, fand ich langweilig und teuer. Und irgendwie abartig ist und bleibt es ja auch.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Clas Lehmann () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Wie sind denn die Symptome bei der Sauerbrut? Hat man aus Deutschland schon Fälle gehört? Denn wenn es ansteckend ist, macht das ja an der Grenze nicht Halt.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Die absterbende Brut riecht sauer und zieht keine Fäden. Wir haben andere Bienen, die Schwarze ist da wohl anfälliger. dank der Carnica und der Buckfast ist bei uns die Tracheenmilbe auch kein Problem mehr.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo,
    als Imker mit der Gnade der frühen Geburt - sprich vor dem Varroazeitalter - weis ich, dass Ende der 70' die Tracheenmilbe hier schon kein Problem mehr war.
    Und wenn ich mich recht erinnere war Bruder Admans primäre Intension durch Kreuzungszucht eine Bienen zu bekommen die mit der Tracheenmilbe zurecht kommt.
    Gruß Eisvogel


    Entschuldigung! Kaum habe ich auf eine Frage geantwortet, muss ich feststellen schon wieder OT zu sein.

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • @marvin:daumen:
    @Remsi: hast Du schon mal Völker mit Sauerbrut in den Händen gehabt?


    Ich bin mir absolut sicher dass die Erreger der Sauerbrut vielfältig auch im Süden Deutschlands und in Österreich vorhanden sind!
    Beweisbar ist es noch nicht.
    Untersuchungen werden es in naher Zukunft zeigen.
    Bisher untersuchte kein Institut in Deutschland oder Österreich offiziel auf EFB.:cool:


    dD