Schwarm aufgestellt- Räuberei im Nachbarvolk

  • Hallo,
    habe gestern Abend meinen ersten Schwarm nach einem Tag Kellerhaft rausgestellt.
    Im Nachbarvolk, wahrscheinlich das Muttervolk, gibt es jetzt Räuberei.
    Schwarm wird nicht gefüttert, er war vor zwei Tagen abgegangen.


    Kann es sein, dass der Schwarm aus Futtermangel räubert?
    Woher die "Räuber" genau kommen kann ich leider nicht erkennen.
    Räuberei in dieser Jahreszeit ist doch eher ungewöhnlich.
    Die Apfelbäume und Löwenzahn blühen noch, wir haben 18 Grad , etwas diesig.


    LG Silvia

    Um ernst zu sein genügt Dummheit, während zur Heiterkeit ein großer Verstand unerlässlich ist. Shakespeare
    Alle sind irre; aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht, wird Philosoph genannt. A.Bierce

  • Ich weiß es nicht, kann mir aber denken, dass die auch räubern gehen aus Futtermangel. Ist ja viel näher, als draußen nach Blüten zu suchen. Ich hätte ne Futterwabe dazugegeben. Gut zu sehen ist Räuberei, wenn die anderen Völker abends schon nicht mehr fliegen. Die Räuber fliegen nämlich noch, wenn es schon fast zu dunkel ist, um überhaupt noch was zu sehen. Habe ich schon selbst beobachtet und konnte so auch sehen, dass es eines meiner eigenen Völker war, das noch auf Raubzug unterwegs war. An den entsprechenden Fluglöchern ist noch richtig Betrieb, wenn sich bei den anderen schon nichts mehr tut.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Wie äußert sich denn die "Räuberei" - ist das wirklich heftig, oder wird einfach nur Honig ausgetragen in die neue Beute mit dem Schwarm?


    Eine Versorgung des Schwarmvolkes aus dem Muttervolk halte ich eher für normal. Ich habe über meine Beobachtungen dazu schon mal berichtet und bezeichne die Verbindung zwischen Mutter und Tochter verbildlichend als Nabelschnur.


    Laut dem Dröhnerich entsteht so das Netzwerk der Bienen, das sich so verknüpft über die Landschaft legt. (Was meines Erachtens auch gegen die Kellerhaft von drei Tagen spricht, da dann die Erinnerung gelöscht wird und somit das Entstehen des Netzwerkes.)


    Wenn es keine arge Räuberei und nur die Verbindung zwischen Mutter und Tochter ist, dann würde ich nichts tun.


    Gruß
    Bernhard

  • Nun ja,
    es gibt Kämpfe auf dem Flugbrett, drei Bienen mit einer in ihrer Mitte kugeln aus der Beute, macht gar keinen friedlichen Eindruck, die Eindringlinge werden regelrecht aus der Beute gezerrt bis sie hinüber sind.
    Der Schwarm scheint sich einzufliegen, wirkt aber nervös.
    Alle anderen Völker fliegen normal und tragen Pollen ein.


    LG Silvia

    Um ernst zu sein genügt Dummheit, während zur Heiterkeit ein großer Verstand unerlässlich ist. Shakespeare
    Alle sind irre; aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht, wird Philosoph genannt. A.Bierce

  • Hört sich nach echter Räuberei an. Was ich meine, ist eine bee-line, also eine sichtbare Flugkette vom Mutter- zum Tochterstock, sowie Bienen, die honig-gefüllt aus dem Stock kommen. Dabei geht es aber sehr friedlich zu, also keinerlei Kämpfe.


    Vielleicht durch die zu kurze Kellerhaft? Die sollte, wenn überhaupt, dann drei Tage sein - oder was meinst Du, Drohn?


    Gruß
    Bernhard

  • Silvia, wenn du mich fragst: ich würde zur besseren Verteidigung die Fluglöcher einengen (Gitterboden aber auf) und vor allem den räubernden Schwarm aus dem Flugkreis bringen (auf eine Obstwiese, zu Deinen Schafen, ...).

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Ich habe das Gefühl, dass es sich etwas beruhigt, zumindest was die Kämpfchen angeht.
    Vielleicht bildet sich so etwas wie eine bee-line, es herrscht bei beiden starker Flugbetrieb, werde es weiter beobachten.
    Fluglöcher habe ich etwas eingeengt, könnte ich aber auch noch kleiner machen.


    Schafe und Obstbäume habe ich unmittelbar beim Haus, also nicht außerhalb des Flugkreises.


    Wäre Füttern des Schwarmes eine Option, wollte ich eigentlich wenn möglich gar nicht und wenn, dann erst ab dem dritten Tag, also morgen.


    Spannend und schon wieder ist man mit nichts anderem beschäftigt als den Bienen......


    LG Silvia

    Um ernst zu sein genügt Dummheit, während zur Heiterkeit ein großer Verstand unerlässlich ist. Shakespeare
    Alle sind irre; aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht, wird Philosoph genannt. A.Bierce

  • Hallo Silvia ,Schwärme brauchen grundsätzlich keine Kellerhaft und werden Abends an der Stelle des Muttervolkes aufgestellt . Alle schon eingeflogenen Bienen verstärken den Schwarm . Dann gibt es auch keine Räuberei ! Das Muttervolk bekommt einen neuen Standplatz . Durch den Verlust der Flugbienen wird das ehemalige Muttervolk auch keinen Schwarm mehr abgeben . Gefüttert wird jetzt überhaupt nicht oder möchtest Du Zuckerhonig .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Werner Egger () aus folgendem Grund: schon oft gesagt!

  • Die Räuberei hat gestern im Laufe des Tages aufgehört, die Ausgezogenen mussten wohl eins vom Muttervolk auf auf die Mütze bekommen. Abnabelung...LG Silvia

    Um ernst zu sein genügt Dummheit, während zur Heiterkeit ein großer Verstand unerlässlich ist. Shakespeare
    Alle sind irre; aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht, wird Philosoph genannt. A.Bierce

  • Hört sich nach echter Räuberei an. Was ich meine, ist eine bee-line, also eine sichtbare Flugkette vom Mutter- zum Tochterstock, sowie Bienen, die honig-gefüllt aus dem Stock kommen. Dabei geht es aber sehr friedlich zu, also keinerlei Kämpfe.


    Vielleicht durch die zu kurze Kellerhaft? Die sollte, wenn überhaupt, dann drei Tage sein - oder was meinst Du, Drohn?


    Der Drohn meint dass auch nach dem zu Grabe legen die Bienen in einem NatuS noch wissen was Sache ist in ihrer Umgebung.
    Das mit dem Gedächnis verlieren ist eine Mähr, dem Drohn ist kein Versuch bei NaturS darüber bekannt.
    Diese friedliche gutmenschliche Flugkette ist dem Drohn nicht bekannt. Eine Abnabelung, Tod und Geburt in einem, geht selten ohne Blutvergießen.


    Der
    Drohn

  • Die Räuberei hat gestern im Laufe des Tages aufgehört, die Ausgezogenen mussten wohl eins vom Muttervolk auf auf die Mütze bekommen. Abnabelung...LG Silvia


    Sobald die Abwehr ueberwaeltigt ist und die Raeuber freien Zugang zu den Honigvorraeten haben sieht wieder alles ganz normal aus. Die Raeuber verteidigen dann sogar "ihr" Flugloch und uebernachten auch im "Gastvolk". Die ziehen dann erst wieder ab, wenn die Koenigin mit ihren Getreuen auf ganz, ganz leichten Waben sitzt.


    Du solltest auf jeden Fall mal ueberpruefen, wie es mit den Vorraeten des Muttervolkes aussieht, besonders, wenn die durch den Schwarm stark geschwaecht waren. Allerdings schonend, um die neue Koenigin nicht gleich unter Stress zu bringen.

  • Moin Melanie

    Also "grundsätzlich keine Kellerhaft" würde ich nicht sagen - grad frische Schwärme ziehen gerne frisch wieder aus


    so isses.
    Besonders Nachschwärme.




    @Josef

    Das Muttervolk bekommt einen neuen Standplatz . Durch den Verlust der Flugbienen wird das ehemalige Muttervolk auch keinen Schwarm mehr abgeben . Gefüttert wird jetzt überhaupt nicht oder möchtest Du Zuckerhonig


    Wenn Du das Muttervolk verstellst, brichtst Du dann noch zusätzlich die überzähligen Schwarmzellen aus?


    Übrigens.... auch ich halte normalerweise nix von (Vor)Schwärmefüttern....aber mich stört Dein "oder möchtest Du Zuckerhonig"?
    Sie muss ja nicht mit Zuckerwasser füttern, theoretisch kann man auch mit Honig(brühe) füttern.....:wink:


    Herzliche Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)