offen füttern

  • Asche auf mein Haupt: ich hatte das Glück, nie Räuberei erlebt zu haben, habe mich aber immer gefragt, wie so etwas zustande kommt?
    Mein Gedanke ist: Bienen verschiedenster Völker summen an einem Baum und holen Nektar. Warum führt es zur Räuberei, wenn die selben Bienen an einem vom Bienenstand entfernten Zuckerwassereimer schlabbern?
    Wie kommt es zur Räuberei - also, was geht in den Bienen vor? Habe auch schon Imker erlebt, die nach dem Schleudern die HW einfach in den Garten zum Ausschlabbern stellen.
    Vielleicht hilft mir hier jemand auf die Sprünge?:confused:

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hat jemand eine Idee? Ist das aus irgendwelchen Gründen in den USA praktikabel?


    In der Imkerei undenkbar, in der US-typischen industriellen Honigproduktion passt es in's System...

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Hallo alle zusammen,


    Ich finde Annis Ansätze schon ganz richtig. Warum sollte es zu Räubereien kommen? :Biene: Vielleicht hat jemand eine fachlich, sachliche Antwort parat.
    Wentorfer kannst du deine Aussage auch begründen?



    Beste Grüße


  • Ich finde Annis Ansätze schon ganz richtig. Warum sollte es zu Räubereien kommen?


    Die Frage ist: Wo soll den offen gefüttert werden? Neben dem Bienenstand? Dann kommen die Scoutbienen zurück und tanzen einen Rundtanz: Leute im Umkreis von 300m gibt es was zu holen, fliegt alle raus und sucht mal gründlich, wo ihr was finden könnt -> RÄUBEREI.


    Oder eher in 500m Entferung, dann Schwänzeltanz mit Richtungsangabe -> Eher weniger Räuberei am eigenen Bienenstand zu erwarten, allerdings freuen sich auch die Bienen des Nachbarimkers, dessen Stand entweder weiter als 500m weg ist, dann hat er "Glück" gehabt oder falls nicht, dann hat er obige Hölle auf seinem Bienenstand.



    Wentorfer kannst du deine Aussage auch begründen?


    Wenn du im 20 Meilenradius der Einzige bist, der auf seiner Farm Bienen hält, dann macht es nichts aus, wenn du zu deinen 2000 Bienenvölkern noch ein halbes Dutzend wilde Völker durchfütterst. Dabei eventuell übertragene Krankheiten hast du ja zu 99% eh schon irgendwo in deinen Völkern. Von nem anderen Imker sollte da nichts reinkommen.


    Im kleinkarierten Europa dagegen ist es sicher günstiger, den eigenen Völkern die 20kg Futter im Stock zu geben als mit einem Sattelschlepper voll Futter den halben Landkreis aufzufüttern.


    Stefan

  • Hallo Drops,


    danke für die Antwort, die mir sehr plausibel erscheint. Mich hat es mal aus Prinzip interessiert.


    Es ist also eher eine Frage der Wirtschaftlichkeit, vorallem für Großimkerein.
    Wie füttert ein Großimker in Deutschalnd?
    Gibt er jedem seiner (Hunderten) Völkern die eigene 20 kg Futter?
    Wenn ich dabei an die Arbeitszeit denke die notwendig ist...


    Beste Grüße


  • Drops , Großimker füttern Ihre Völker einzel mit Futterzarge , Futtertank Pumpe und Zapfpistole wie an Tankstelle . Diese hier ( USA ) gezeigte Fütterung ist nach Deutschen Recht nicht gestattet . Offenes Futter ist genau wie offene Bienenwaben für Bienen unzugänglich aufzubewahren AFB. Sonst gib'st ne Anzeige beim Amtstierarzt. Auch aufhängen von Drohnenrahmen im Baum zum ausfressen für Vögel gehört auch dazu !


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • in welchem Paragraph ist das mit dem offenen Futter genau definiert?


    Würde mich auch interessieren. Das Ganze ist sicher keine gute imkerliche Praxis, wenn die sich gegenseitig ausräubern bleibt nach dem Einfüttern sicher auch das ein oder andere Volk auf der Strecke aber gesetzlich verboten!??


  • Gibt er jedem seiner (Hunderten) Völkern die eigene 20 kg Futter?


    Mitunter sogar 28, etappenweise.


    Wenn ich dabei an die Arbeitszeit denke die notwendig ist... [/QUOTE]


    ... wenn man Berufsimker ist? Genau. Wem das zuviel ist, der sollte halt nen anderen Beruf wählen. Die Potenziale für Zeitersparnis liegen in anderen Bereichen.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Ok aber ein Betrieb muss wirtschaftlich denken und wenn man sich da zig Arbeitsstunden sparen kann.. Ich habe noch nie einem reinem Berufsimker beim arbeiten zugeschaut. :wink: Ich weis also nicht wie er es machen würdel.

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