Kennt jemand diese Zanderbeuten?

  • Hallo,


    ich will bald mit der Hobbyimkerei anfangen.


    Passend dazu habe ich ziemlich viele Beuten geschenkt bekommen.


    Sie sind ca. 15-20 Jahre alt, aus Kunstoff und von der Uni Hohenheim entwickelt worden.
    Machen einen sehr stabilen Eindruck und sind durch eine Kippvorrichtung auch leicht aufklappbar.
    Boden ist geschlossen mit einem (sehr) breiten Flugloch.
    Es passen 10 Zanderrähmchen oder auch DNM (quer) hinein. Der Vorbesitzer hat mit 8 Rähmchen und Trennschied geimkert.





    Hat jemand von Euch diese Beuten und kann Erfahrungen mit mir teilen?


    Haben die in der Imkerszene eine Bezeichnung?
    Ich habe sie nämlich bisher nirgends finden können.


    Danke für eure Rückmeldungen!


    David

  • Hallo David,


    also kennen tue ich diese Beute nicht, aber als Geschenk ist des doch ein prima Einstieg.


    Imkern würde ich auf allen 10 Zanderrahmen pro Zarge. wie es Liebig beschreibt. Nur ein paar Vorteile die das Magazinimkern hat scheinen nicht zu klappen, Gehen die einzelnen Zargen auch auseinander?



    Gruß Daniel

  • Hallo David,
    herzlich willkommen hier im Forum.
    Wenn diese Beuten alle in diesem, auf den ersten Blick, guten Zustand sind, fang damit an.
    Ich hatte vor mehreren Jahren 5 solcher Kippbeuten, allerdings aus Holz, auf dem Stand und war zufrieden. Magzinimkerei geht damit wie gehabt.
    Das Mango das sie haben ist, dass sie keinen Varrogitter im Boden haben aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass man die Böden modifizieren kann um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden.
    Gruß Eisvogel
    Nachtrag für Daniel: Die Zargen haben sogenannte Kippbeschläge und können ganz normal getrennt werden; ohne Werkzeug.

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Das ging ja fix!
    Danke für die erste Antwort.


    Ja, die Zargen gehen natürlich auseinander. Auf dem untersten Bild sieht man, das beim Kippen die obere Zarge nach hinten geschoben und dann auf dem Kippwinkel nach oben geklappt wird.


    Was wären denn ein "paar Vorteile die das Magazinimkern hat", die nicht klappen könnten.
    Mir ist z.B. schon aufgefallen, dass z.B. eine Windel nicht einfach von hinten eingeschoben werden kann. Das muß ich von vorn erledigen. Wobei das breite Flugloch da gut geeignet ist.


    Ist der vordere "Schacht" mit den vergitterten Lüftungslöchern und innen mit einem mittigen Krabbelloch in die Zarge hinein nur zur Belüftung? Kondensatvermeidung?


    Dank und Gruß
    David


  • Ist der vordere "Schacht" mit den vergitterten Lüftungslöchern und innen mit einem mittigen Krabbelloch in die Zarge hinein nur zur Belüftung? Kondensatvermeidung?


    Das ist als Trommelraum beim Wandern gedacht. Hat aber afaik keine andere Beute, neuere Beuten haben eher einen hohen Boden und / oder einen Gitterboden, der bei der Wanderung für die Luftzufuhr und als Trommelraum dient.


  • Was wären denn ein "paar Vorteile die das Magazinimkern hat", die nicht klappen könnten.


    Ist der vordere "Schacht" mit den vergitterten Lüftungslöchern und innen mit einem mittigen Krabbelloch in die Zarge hinein nur zur Belüftung? Kondensatvermeidung?


    Hallo David,
    zum ersten Zitat: Magazine neuer Bauart können nicht mehr klappen, aber dafür kippen, sprich gekippt werden.


    Zum zweiten Zitat: Dieser Raum vor dem Magzin ist eine sogenannte Wanderfront.
    Er wird von den Bienen als Trommelraum während der Wanderung genützt. Da es zu dieser Zeit noch keine Gitterböden gab war dieser Raum wichtig die Bienen vor dem verbrausen bei der Wanderung zu schützen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Das ist die Hohenheimer Wanderbeute in ..tan. Auch in Vollholz und Rahmenbauweise benutzt. Sie heißt auch Apitherm III. Es gab sie auch mit 8 Waben Apitherm II. War für den Schwarzwald gedacht. Wegen dieser Beute war das Institut gespalten. Nach der Pensionierung des alten Imkermeisters Curth wurde sie Beute verschrottet. Die heutigen Hohenheimer ärgerten sich über die Haken. Der Fensterverschluss ist beim Wandern nicht ausreichend. Bienendiebe benötigten nur zwei Nägel. In unseren Verein war sie sehr beliebt. Ich habe immer einen Imker bewundert, wie er diese elegant kippte. Da wird ein Vorsatz vorne eingehängt und dann können mehrere Honigräume nach vorne gekippt werden. Die Wanderveranda ist ein Flop. Beim Wandern gehen die Bienen da nicht rein. Diese Beute ist heute noch sehr gesucht. Mir war die Beute zu teuer o


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Danke für die vielen Antworten.
    Jetzt bin ich echt schlauer. Vor allem konnte ich mir den vorderen "Schacht"=Trommelraum nicht erklären.
    Und die Qualität erstaunt mich. Außer Rost an den Beschlägen und Verfärbung des Kunstoffes ist da nichts dran.


    Das Mango das sie haben ist, dass sie keinen Varrogitter im Boden haben aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass man die Böden modifizieren kann um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden.


    Das habe ich mir auch schon überlegt.
    Evtl. baue ich an einer Beute, einen Gitterboden ein. Aussägen und Gitter 'drauf. Hoffentlich "zieht" es dann nicht in der Beute. Würde dann ggfs. den Trommelraum verschließen. Zumindest das Loch, welches nach innen in den Bienenraum geht.


    David

  • Nach der Pensionierung des alten Imkermeisters Curth wurde sie Beute verschrottet. Die heutigen Hohenheimer ärgerten sich über die Haken. Der Fensterverschluss ist beim Wandern nicht ausreichend.


    Ja, warum soll es im Ländle anders zugehen als in Bayern! ;-)



    Zitat

    Diese Beute ist heute noch sehr gesucht.


    Da würde ich doch Monetarisierung und Reinvestition dem Neuimker vorschlagen!

  • Hallo David,
    es wird nicht ziehen.
    Ist diese Loch ein Korkengroßes Loch in der Stirnwand in Richtung Trommelraum? Dann kannst Du es beruhigt verschließen. Es ist auch bei einer Wanderung nicht von Nutzen. Wenn die Bienen den Trommelraum beziehen dann von unten über das Flugloch - soweit meine Erfahrung. Ich war jedenfalls schon dankbar für diese Wanderfront bei diesem Beutentyp.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo David!


    Ich habe selbst keine Erfahrung mit dieser Beute!


    Alles was mir aber darüber bekannt ist, wurde eigentlich schon gesagt. Von älteren Imkern habe ich jedoch vermehrt gehört, dass es bei dieser Beute im Winter gelegentlich zu Schwierigkeiten gekommen ist. Die Bienen suchen beim Reinigungflug in Richtung des Lichteinfalles und geraten dabei nicht unbedingt zum Flugloch, sondern zu einem der vergitterten Lüftungslöcher, wo sie vergeblich versuchen ins Freie zu gelangen. Durch Sonnenbestrahlung erwärmt sich die Front und zieht die Bienen noch vermehrter an. Diese Bienen gehen jämmerlich zu Grunde. Aus diesem Grunde hat sich diese Beute auch nicht auf Dauer durchgesetzt.


    MfG
    Honigmaul

  • Einzargig und aus Holz sind das dem Drohn seine besten Hornissenkästen.


    Vorteil: schnell, optimale Größe, kein auseinander falllen, keine Gurte, einfach nur fängig stellen.


    David : vor Nutzung von Wallner auf Akarizide prüfen lassen, sonst kann es sein dass Ruckzuck Gewerbemüll bei Dir rum steht.


    Der
    Drohn

  • Hallo Drohn
    Apropro fängig, ich habe mein Hornissenhaus auf meinem Remisendach, also etwa 4m über dem Erdboden, was jedes Jahr gut angenommen wird.
    Welche Aufstellungsform funktioniert bei dir? Oder hast du das Hornissenvolk gar zwischen deinen Bienenhäusern stehen, sozusagen auf Augenhöhe mit dem Bien?
    Aufhorchend, Elk