Varroakontrolle mit Bausperre?

  • Hallo


    Ich habe mir gerade wieder mal gedanken über den Varroabefall bei den Bienen gemacht.
    Da ist mir eingefallen ich habe die Bausperre ganz unten drinen! Und auch habe ich Beuten bei denen erst ca. 2-3 cm vom Rand entfernt die "Windel" zum einschieben geht! (weil auch dort erst das Gitter im Boden anfängt!)


    Was sagt ihr dazu?? :confused:

  • Zitat

    Patrickpr
    Was sagt ihr dazu??


    Hallo Patrick,


    ich hatte auch Böden bei denen das Gitter erst 2-3 cm vom Rand anfing und dementsprechend nur knapp über die Hälfte der Bodenfläche ausmachte.
    Damit war meiner Meinung nach eine Einschätzung der Milbenpopulation nicht möglich.
    Daher habe ich diese Böden letzten Winter alle umgebaut. Jetzt bedeckt das Gitter die ganze Fläche.:daumen:


    Rübengrüne Grüße von


    Herrn Rübengrün

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!

  • Hallo Partrickpr !


    Mit Bauspere schätzen ... ist nur noch ungenauer als ohne schätzen.


    Mach Dir darum keinen Kopp:wink: Die absoluten Milbenzahlen kriegst Du eh nie, außerdem spielt sich das meiste in der Mitte ab...


    meint Jule


    Die ansoluten Zahlen nicht ...
    ... aber mit relativen und die erhält man nicht wirklich mit der Windel sondern:


    Bienenauswaschung mit traditionell oder mit der Puderzucker Methode (nach BI Kirchhain).


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hi Patrick,
    mach dir noch keine Gedanken um die Varroatose.
    Wir wollen erst einmal schleudern danach spielen wir Milbenabschiessen :wink:


    gruss
    rudi




    Hallo


    Das ist für uns als Anfänger leichter gesagt als getan!
    Wir haben alle unsere Völker wegen der Milbe verloren!

  • Hallo Patrickpr,


    wenn du Grund zur Sorge hast, oder einfach schonmal für den Spätsommer üben möchtest, hier nochmal ein Link auf die von Bienenknecht genannte Puderzuckermethode (Bieneninstitut Kirchhain) http://www.llh-hessen.de/downl…messung%20Puderzucker.pdf


    Die dortige Veröffentlichung geht leider nicht auf Befallsschwellen so früh im Jahr ein. Wenn man sich die typische Befallsentwicklungskurve der Varroa anschaut, dürften sie aber niedriger liegen als kurz vor der Sommerbehandlung.
    (Frage: hat hier jemand Zahlen, die man Patrickpr als Grundlage geben kann?)


    Es stellt sich auch die Frage, was du machen willst, falls sich die Befallszahlen als hoch, oder zu hoch herausstellen.
    Du kannst (1) systematisch Drohnenbrut schneiden, (2) Brutableger machen und dabei Brut (mit Milben) entnehmen (die Ableger kannst du, wenn die Bienen ausgelaufen sind - brutfrei z.B. mit Milchsäure behandeln) oder auf die (3) Honigernte verzichten und das Volk direkt behandeln. Wenn die Zahlen so aussehen, dass du über (3) nachdenkst, kannst du als Alternative noch über (4) totale Brutentnahme/Bauerneuerung nachdenken.


    (1) wird sowieso offiziell empfohlen
    (2) Jungvölker kannst du immer gebrauchen
    (3) ist vermutlich nicht nötig
    (4) Info hierzu findest du bei Radtke, Jens; Einfluss der Brutentnahme bei der Honigbiene Apis mellifera auf die Leistung der Völker und ihre Parasitierung mit Varroa destructor


    Du schreibst, du hättest alle Völker verloren? Dann gehe ich davon aus, dass du jetzt ein hoffentlich gesundes Volk zugekauft hast? Dann ist es unter Umständen für die eigenen Nerven ganz gut, mittels Puderzuckermethode die "normalen" Befallszahlen, auch so früh im Jahr zu ermitteln, um für die folgenden Jahre vorbereitet zu sein.


    Gruß
    Ludger


    p.s. schau die Völker nicht tot - also verbinde die Befallsmessung mit Arbeitsschritten, die sowieso notwendig gewesen wären. Sonst wäre am Ende Jules Rat der bessere gewesen.