Durchlenzung 2012

  • Hier geht noch gar nichts los. Ich achte auf die Kirschblüte, die sich noch nicht blicken lässt und nehme früh die Eisschollen aus der Regentonne.

    Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? ( Vincent van Gogh )

  • Hallo,


    so gehts mir auch, so gut wie nichts zu sehen, keine Kirschenblüten, Keine Rapsblüten, ab und an ein paar winzige Schlehenblüten. Hier ist der Winter noch wesentlich näher als der Sommer.


    Sonntägliche Grüße vom Peter, der sich nach Wärme sehnt.

  • Hallo,


    hier im südöstlichen Niedersachsen (Region Hannover) beginnt die Kirschblüte, der Löwenzahn steht in den Startlöchern und auch die
    ersten Rapsblüten beginnen sich zu öffnen. Die Völker erhalten gerade die Honigräume, die ersten Baurahmen werden geschnitten.
    Verluste in meiner Region würde ich mit 30-40% enschätzen, mit Außreißern in beide Richtungen. Wir haben hier gerade den Moment in
    dem die Völker explodieren, die Durchlenzug ist geschafft. Die nächsten Tage soll es mit durchwachsenen 11-13°C in der Spitze und
    Temperaturen um den Gefrierpunkt in den Nächten noch recht kühl bleiben, Futtervorräte also immer im Auge behalten.


    Beste Grüße


    Frank


    www.bienenpower.de

  • Hallo,
    so gehts mir auch, so gut wie nichts zu sehen, keine Kirschenblüten, Keine Rapsblüten, ab und an ein paar winzige Schlehenblüten. Hier ist der Winter noch wesentlich näher als der Sommer.


    Hallo Peter,
    so ist das halt hinter'm Wald. Hier bei uns blühen Schlehen, Kirschen und Pfirsich :lol:
    Bei mir im Garten fliegen bei 8°C immerhin ein paar Bienen .


    Schöne Grüße über den Hunsrück
    Klaus

  • Hallo!
    Trotz widriger Witterung (Voralpenland 600 m, Südhang-Lage, 12er Dadant) auf meine Völker Honigräume aufgesetzt, um Schwarmtriebigkeit zu verhindern. Die Kästen sind voller Bienen, die durchhängen. Viel Drohnenbau, ein Volk hat bereits eine WZ fabriziert; alle Völker bunkern im Brutraum Honig - teilw. verdeckelt. Weide und Schneeglöckchen sind durch, Schlern, Dirndl, Buchs und Löwenzahn blühen.


    Beste Grüße
    aus dem Alpenvorland
    Tasso J.

  • Hallo Drohn ;-),
    zuerst wird schon zu Beginn darauf geachtet, dass der Brutraum der Bienenmasse entspricht und wird "angepasst". Das ist wichtig, denn sonst können die Bienen die Brutfläche nur unzureichend heizen, besonders wenn Kälteeinbrüche erfolgen (aktuelle Situation). Ein guter Imker sagte dazu:" Eine zu kalt ausgebrütete Biene, entspricht einer Frühgeburt, sie ist schon ein Pflegefall."
    Das kann man am sich entwicklenden Brutnest beobachten. Bei schwächer startenden Völkern sehen die gedeckelten Zellen oft nicht optimal aus. Sie haben keine erhabenen Deckel, die Zellränder sind nicht genau deffiniert usw. Das führt zu kürzer lebenden Bienen. In starken Völkern oder angepassten Völkern, sind die gedeckelten Brutflächen perfekt was die Zelldeckel und Ränder betrifft. Achtet mal drauf. Bei Eintrag von frischem Pollen, kann der alte entnommen werden oder soll hinter den Schied! Frischer Pollen ist die beste Medizin! Es ist auf das Futter zu achten, das in ausreichender Menge vorhanden sein muss. Arbeitet man mit Schied, so wird der Überschuss hinter das Schied gehängt, d.h. es ist bei Bedarf noch erreichbar. Haben die Völker genügend Masse, das Brutbild entspricht einer vitalen, gesunden Königin, dann wird der HR aufgesetzt und zwar bevor es richtig zur Tracht kommt. Die Bienen brauchen Zeit um den Raum über dem Brutnest wahr zu nehmen, das verhindert frühe Schwarmtendenzen und verhindert Honigkränze über dem Brutnest.
    Mittelwände werden erst nach Annahme der HR gegeben oder zunächst hinter den Schied gehängt. Diese sollen erst ausgebaut werden, wenn das Volk dafür ausreichenden Bienenüberschuss erreicht hat.
    Ich bevorzuge auch in Zandervölkern die Ein- BR Betriebsweise, auch aus dem Grund, dass der Brutraum Stockklimamäßig besser für die Bienen zu steuern ist. Die Varroa bevorzugt ja auch die etwas kühleren Regionen auf den Waben und mit dieser Art der Völkerführung, kann man es ihr etwas schwerer machen.
    Mein Ziel bei der Durchlenzung ist, möglichst gesunde, vitale, langlebige Bienen zu bekommen.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Jo, der Drohn hat die offene Brut bedrachtet und sieht dass die Maden nicht richtig im Saft schwimmen. Die Völker sind gut entwickelt. Pollen, zwei Dadantbretter sind vorhanden.
    Würde eine Kristallzuckerfütterung da Schub geben, Wasser dürfte nicht das Problem sein.


    @Sonnenblümchen: siehe Matze.


    Der
    Drohn

  • Ich achte darauf, dass mein Bekannter möglichst auch die nächste Woche nicht in seine Beuten schaut, weil´s kalt ist. Da das auch zurückliegend nicht erfolgte hoffe ich beim ersten Schönwettereinbruch auf die Schwärme wie im letzten Jahr :lol:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Hallo Markus,


    wie Du weist bin ich immer bestrebt dazu zu lernen, was sagt uns, wenn die Maden nicht richitig im Saft schwimmen, mal davon abgesehen das sie vermutlich Mangel leiden?


    Ändert eine Kristallzuckerfütterung (trocken?) was daran?


    Denkst Du, das es daran liegt, weil die Völker generell Hunger leiden? Würde da eine Futterwabe gleiche Dienste tun wie die Zuckerfütterung?


    Und wer ist Matze????:roll:


    Oh Gott, Markus, ich weis ja, das Du darauf stehst Dich mit einem gewissen "Zauber" zu umgeben aber wenn bei jeder Antwort von Dir 3 weitere Fragen aufkommen ...


    Es ist schon gut, die Leute darauf anzustoßen selbst nachzudenken, das geht aber nur bis zu einem gewissen Punkt.


    Es gibt hier im Forum einige Leute, deren Beiträge ich mit Vorliebe lese, eben weil ich denke, etwas lernen zu können. Bei anderen hat man dieses Gefühl nicht.


    Du gehörst zu den ersten, aber auch bei Dir kann ich mit vielem einfach nichts anfangen, auch wenn man noch so wissbegierig ist.:-( Schade eigentlich.

  • Moin Kollegen,
    In der Region Peine steht die Kirsche in voller Blüte und wird seit ca. drei Tagen sehr gut beflogen. Ebenso kommt der Löwenzahn langsam aber stetig. Die ersten Birnen und Äpfel öffnen sich zaghaft. Pfirsich blüht ebenfalls stark. Habe Anfang letzter Woche den auch den letzten Völkern den HR gegeben. Die Völker auf zwei Segeberger Bruträumen ziehen schon gut aus - die Völker,die auf 1,5 er Segebergern sitzen nehmen den HR noch nicht an.....aber der Raps schimmert aus der Ferne schon gelblich....es geht also bald los. Werde am nächsten Wochenende mit der Bildung der Ableger beginnen müssen. Die Völker sind teilweise unglaublich stark.

    Meine Betriebsweise ist es keine Betriebsweise zu haben - jedes Jahr ist anders !

  • Bei meiner Durchsicht vor 2 Tagen war ich sehr erfreut, dass alle Völker mit ihren Vorräten klar kamen. Dieses Jahr habe ich nur bei Weisel-Verlust oder Futterabrissvölkern helfen müssen, alle anderen sind geradezu perfekt gestartet. Der Hinweis in meinem vorherigen Beitrag zu den Zelldeckeln bzw. Rändern, ist für mich inzwischen ein wichtiges Kriterium. Völker die dies gut machen sind zu allermeist gesund und vital.


    Ich stelle bei meinen Völkern bei gelungener Durchlenzung eine ausgeglichene Harmonie und Ruhe fest.
    Die letzten beiden Tage habe ich alle durchgesehen und dabei keinen Smoker oder Rauch benutzt (ohne Schutz). Die Bienen waren ruhig und ich konnte meinem Enkelkind und ihren Freunden (ohne Schutz), ganz entspannt die Völker und die Wabenentwicklung vorführen, mit einer kleinen Honigkostprobe vom ersten eingetragenen Nektar als Highlight.


    Das ist was, was ich auch interessant finde, Völker die sich in Harmonie befinden strahlen dies auch aus. Meine (3) kleinen Problemvolker sind wesentlich unruhiger und nervös, sie sind in ihrer "Bienenstruktur" noch nicht in Harmonie.
    Trotz der momentanen Kälteperiode scheinen meine Völker in dem Naturrythmus entsprechenden Einklang zu stehen.


    Das postete ich letztes Jahr am 15.02.2011

    Zitat

    Hallo,
    ich weiß nicht wie es bei euch so steht, aber bei mir sind die Völker schon so stark wie man es um diese Zeit eigentlich nicht erwartet
    Die Bienen besetzen zur Zeit 7-10 Waben Dadant (+das auf 500m Höhe), da könnte man glatt morgen, wenn Tracht wäre die Honigräume aufsetzen.
    Keine Ahnung wohin das führen soll. Also wenn ich den Bienen eine natürliche Vorahnung zugestehe, dann müsste es ein sehr zeitiges Früjahr geben.
    Bin sehr gespannt wohin die Reise geht.


    Dieses Jahr sprach ich mit meinen Freunden, dass es wohl sehr viel später los gehen würde.
    Das Wichtige dabei ist, das die Bienen dies noch selbst so steuern, dass es zusammenpasst.
    So wenig wie möglich, so viel wie nötig, sollten die Eingriffe von imkerlicher Seite sein.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • beehead


    kann mich Dir nur anschließen.
    Die letzten zwei Durchsichten ohne Rauch, die Völker waren dabei sehr ruhig.
    Jedoch sind sie nicht annähernd so stark wie letztes Jahr.
    Wären die Völker so stark wie letztes Jahr, wären sie jetzt am verhungern.
    Trotzdem habe ich Heute je eine Futterwabe zugehängt um sicher zu sein,
    dass die Völker bei anhaltend schlechtem Wetter ( 6°C und Regen)
    nicht noch in Not geraten.


    Gruß
    Schilling

    Es ist schwieriger ein Vorurteil zu zertrümmern, als ein Atom.