Wie lange können gekäfigte Jungköniginnen im weisellosen Pflegevolk verbleiben?

  • Hallo,


    da sich die Abgabe von frisch geschlüpften und gekäfigten Jungköniginnen an andere Imker einige Tage hinziehen kann, ist es sinnvoll, sie für diese Zeit im Pflegevolk zu lassen. Wie lange geht das bei einem weisellosen Pflegevolk, ohne dass die Bienen anfangen, den Königinnen die Füße abzubeißen oder sie verhungern zu lassen?


    Gruß Ralph

  • Nach meiner Erfahrung werden die Überzähligen von Stunde zu Stunde weniger gepflegt. Herausnehmen mit Begleitbienen ist sicher auch keine optimale Lösung, doch sicher besser. Die beste Lösung ist mit bekannt.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Einfach in einen Versandkäfig mit ein paar Pflegebienen und Futter stecken - wie für den Versand und bei Zimmertemperatur dunkel aufbewahren. Für die maximale "Lagerdauer" müsste ich jetzt auch bei Weiß nachschauen, da ist sicher das Zeitfenster zwischen Schlupf und spätest möglicher Begattung ausschlaggeben. Wir sind eigentlich bestrebt die Königinnen nach 3-5 Tagen "weiterzuverarbeiten". Falls du sie noch verschickts, kommen ja noch 1-2 Tage Transport und die 3 Tage Kellerhaft nach dem Einweiseln bis zur Begattung dazu ... wenn das Wetter auf der Belegstelle oder dem Belegstand schlecht ist u.U. noch mehr Tage.


    Wie lange möchtest du sie denn aufbewahren?

  • Hallo Kleingartendrohn!


    Also ich will ja nicht meckern, aber musst Du wirklich die Königinnen so lange nicht in einem Volk aufbewahren?


    Was gibt es da für nen Grund, oder habe ich diesen überlesen?


    Musst Du zur Belegstelle?
    Wieso nicht gleich wenigstens einigermaßen "bienengerecht" in einem Apidea?

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Mit ein paar Begleitbienen überhaupt kein Problem!


    Danke!


    Also ich will ja nicht meckern, aber musst Du wirklich die Königinnen so lange nicht in einem Volk aufbewahren?
    Was gibt es da für nen Grund, oder habe ich diesen überlesen?


    Die Aufbewahrung ist manchmal nötig, da manche Hobbyimker nebenbei auch noch arbeiten und nicht an jedem beliebigen Tag Begattungsvölker bilden können.:wink:


    Gruß Ralph

  • Danke!


    Die Aufbewahrung ist manchmal nötig, da manche Hobbyimker nebenbei auch noch arbeiten und nicht an jedem beliebigen Tag Begattungsvölker bilden können.:wink:


    Gruß Ralph


    Hallo Ralph, unter solchen Umständen würde ich keine Königin bei Dir kaufen . Und wie ist es mit ein bißchen Planung .3-5-8 die Königin ist gemacht ,dürfte auch Dir bekannt sein ! Dabei kann man den Umlarvtag (3 weglassen mit 5 beginnen ) und somit das Schlüpfen im vorraus berechnen .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Einsperren schädigt die Königin. Ich habe mir letztes Jahr Königinnen schicken lassen. Die Abstammung war sicher gut. Doch mit meinen Standbienen können sie im Moment nicht mithalten. Königin keine Sekunde länger als nötig einsperren. Nicht alles was man kann ist auch gut.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Zitat

    Die Aufbewahrung ist manchmal nötig, da manche Hobbyimker nebenbei auch noch arbeiten und nicht an jedem beliebigen Tag Begattungsvölker bilden können.


    Gerade die Königinnenzucht ist der am einfachsten zeitlich planbare Bereich in der Imkerei, so dass ich die Aufbewahrung so nicht nachvollziehen kann.
    Auch wenn ich zugebe, dass man als berufstätiger Mensch nicht immer Zeit für die Bienen hat. Aber zumindest sollte man es vorsehen, dass man verschiedene Termine an den Völkern dafür braucht. :daumen:


    Zitat

    Nicht alles was man kann ist auch gut.


    Es ist auf jeden Fall nicht so gut, eine Königin so lange eingesperrt zu lassen. :evil:


    Halte es wie Du willst und auch kein Vorwurf gegen Deine Vorgehensweise:
    Aber ich würde allzu lange Käfigaufenthalte nur solchen Königinnen zumuten, die man aufgrund Ihrer Genetik und der Zucht z.B. auf eine Belegstelle schickt oder künstlich besamen will. Von mir aus auch noch zum Umweiseln. Aber das wars dann schon.


    Alle anderen längeren Käfigaufenthalte sind nicht natürlich und entsprechen nicht der Vorstellung vom Bienenparadies für eine gute Königin. :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo Ralph, unter solchen Umständen würde ich keine Königin bei Dir kaufen . Und wie ist es mit ein bißchen Planung .3-5-8 die Königin ist gemacht ,dürfte auch Dir bekannt sein ! Dabei kann man den Umlarvtag (3 weglassen mit 5 beginnen ) und somit das Schlüpfen im vorraus berechnen .


    Im Prinzip ist das richtig, allerdings hat man manchmal auch andere Termine unterzubringen, z.B. ist die Zuchtstoffausgabe auch nicht an einem frei wählbaren Tag. Auch die Königinnen lassen sich trotz gleicher Madengröße mehr oder weniger lange Zeit. Sprich die Zeit zwischen Schlupf und Einweiselung ins Begattungsvolk muss irgendwie überbrückt werden, das machst du bei 100 Königinnen nicht für jede Dame extra.


    Richtig ist sicher, dass der Zeitraum nach dem Schlüpfen, z.B. im Brutschrank, bei dem die Königin alleine ist möglichst kurz ist. Hier muss man spätestens alle 12h, besser kurzfristiger kontrollieren. Wenn man sie nach dem Schlüpfen aber mit ein paar Pflegebienen (+Futter) versehen hat, ist es nicht so dramatisch, wie hier einige tun!

  • Ich denke, ich bin missverstanden worden. Deshalb noch einmal im Detail:
    1. Ich setze eine Serie mit 30 Zellen an.
    2. Am Schlupftag weisele ich 20 Königinnen in Begattungsvölkchen ein.
    3. Die restlichen Königinnen gebe ich weg. Die Empfänger sind normale Werktätige, die z.T. Schicht arbeiten und die u.U. nicht sofort Begattungseinheiten erstellen können. Demzufolge entsteht bei diesen das beschriebene Problem.


    Viele Grüße


    Ralph